Knuthenborg Safaripark

Giraffe, Nashorn, Tiger und Co. in einem dänischen Landschaftspark

Ohne die Jahreskarte des Zoos Aalborg, die wir bei unserem Osterurlaub gekauft hatten, wären wir vermutlich nie im Knuthenborg Safaripark gelandet. Tiere vom Auto aus zu beobachten, gefällt uns eigentlich nicht so gut, wie ein Spaziergang zu Fuß vorbei an Tieranlagen. Doch mit der Jahreskarte aus Aalborg kann man neben einigen anderen dänischen Zoos auch den Knuthenborg Safaripark ein Jahr lang besuchen, ohne Eintritt bezahlen zu müssen. So fand unsere erste Zoosafari bei unserer Rundreise um die Ostsee im Juni / Juli 2012 im Park von Knuthenborg statt. Und gleich hinter dem Eingang wurde uns klar, dass dies ein ganz besonderer Safaripark ist, in dem wir da gelandet waren.

Im Knuthenborg Safari Park
In vielen Teilen des Parks darf man sein Auto am Wegesrand parken und aussteigen, um sich die Tiere aus der Nähe anzuschauen – bei den meisten dieser Vierbeiner ohne Zäune und Gräben. Nur im Wolfs- und Tigerwald, wo auch die Fenster geschlossen bleiben müssen und Mitarbeiter des Zoos aufpassen, das dieses Gebot auch eingehalten wird, und auf der Afrika Savanne, darf man nicht das Auto verlassen. Es gibt ausgewiesene Picknickplätze auf grünen Wiesen umgeben von alten Bäumen, und einen großen Abenteuerspielplatz für die jüngsten Besucher des Parks, laut Werbung den größten Naturspielplatz Dänemarks.

Hausesel im Knuthenborg Safaripark
Seit 1867 umgibt eine 7,2 Kilometer lange Mauer mit vier Eingangstoren den rund 620 Hektar umfassenden Knuthenborg Park. Durch zwei dieser Tore gelangen heute die Besucher in den Park: die Maglemerporten und die Bandholmporten. Von Beginn an konnten sich zahlende Besucher den englischen Landschaftspark anschauen, der um 1860 von dem englischen Landschaftarchitekten Edward Milner für den Lehnsgrafen Eggert Christoffer Knuth geschaffen wurde. Damals gehörte das Landgut Knuthenborg bereits seit acht Generationen derselben Familie. 1677 heiratete Søster Lerche, die Tochter von Pedersen Lerche, einem dänischen Adligen und Karriere-Diplomaten dem das Landgut, das damals Årsmarke hieß, gehörte, den mecklenburgischen Adeligen Eggert Christoffer von Knuth, der in Diensten des dänischen König Christian V. (1646-1699) stand. Ihr Sohn, Adam Christoffer Knuth, wurde der erste Lehnsgraf und Årsmarke erhielt den Namen Knuthenborg. Auch heute noch gehört Knuthenborg seinen Nachfahren.

Im Knuthenborg Safaripark
Die Ursprünge des heutigen Tierparkes sind allerdings jüngeren Datums. Um 1950 entstand ein Wildgehege beim beim Svanesøen (Schwanensee) für 70 Damhirsche. 1969 konnte der jetzige Lehnsgraf, Adam W. Knuth, durch Zufall, die ersten exotischen Tiere für den Park erhalten. Ein Tierhändler brachte eine kleine Gruppe Zebras, drei Strauße und drei Nilgau-Antilopen im Park unter. Schnell verbreitete sich die Nachricht von den neuen Bewohnern des Parks und viele Besucher kamen, um sie zu sehen. Schnell entstand die Idee einen Safaripark zu schaffen. Heute kann man auf Wegen von mehr als 15 Kilometer mit dem eigenen Auto durch den Park fahren und dabei mehr als 900 Tiere bewundern.

Hausesel im Knuthenborg Safaripark

An der Maglemerporten zeigten wir unsere Jahreskarte und erhielten zu unserer Überraschung kostenlos einen aufwändig gestalteten Führer auf Deutsch, in dem der Park und seine Bewohner mit vielen schönen Fotos vorgestellt wurden. Bald konnten wie auch die ersten Tiere des Parks in Natura bewundern. Eine Herde Esel mit jeder Menge Nachwuchs graste auf einer großen Wiese. Da mussten wir natürlich anhalten, um sie zu fotografieren. Die Mütter bewachten ihre Fohlen, die im Gras lagen, und ließen sich auch von den Kindern nicht aus der Ruhe bringen, die zwischen ihnen herumliefen und sie streicheln wollten. Ich hätte am liebsten eines der reizenden Jungtiere mitgenommen, aber damit wäre seine Mutter wohl nicht einverstanden gewesen. Ein Stück weiter auf der großen Grasfläche weidete eine Herde Zwergziegen.

Hausesel im Knuthenborg Safaripark

Wir ließen die Afrika Savanne zunächst links liegen und fuhren zum Wolfswald, wo uns ein Schild an der Eingangsschleuse informierte, dass das Rudel im Knuthenborg Safaripark aus fünf männlichen Tieren und einem Weibchen besteht. Die Wölfin hatte am 7. Mai 2012 fünf Junge zur Welt gebracht. Es war ihr erster Wurf und so ist es nicht ungewöhnlich, dass nicht alle Jungtiere überlebt haben. Aber drei Welpen haben es geschafft und sind nun dabei die 40.000 qm große Anlage zu erkunden. Bei unserem Besuch saßen sie im hohen Gras, wo man zwar ab uns zu ein Ohr oder eine Schnauze der Kleinen entdecken, sie aber nicht fotografieren konnte. Die erwachsenen Rudelmitglieder lagen am Rand der Anlage in der Sonne oder streiften ruhig durch ihr Reich. Die Besucher können nicht nur vom Auto aus einen Blick auf die Wölfe werfen. Es gibt eine Glasscheibe durch die man auch von außen in die Wolfsanlage hineinschauen kann. Vor dieser Scheibe wird auch eine Fütterung durchgeführt, bei der eine Tierpflegerin über Wölfe im Allgemeinen und das Wolfsrudel des Tierparks informiert und Fragen beantwortet.

Polarwolf im Knuthenborg Safaripark

Bevor wir in den Wolfswald hineinfahren durften, hatten wir unsere Fahrräder vom Wohnmobil herunternehmen müssen. Und da die nun einmal unten waren, fuhren wir als nächstes zielstrebig zum Tigerwald des Tierparks, vorbei an einer großen Bisonherde und Elchen, die langsam und majestätisch durch das hohe Gras staksten. Unser Weg führte durch einen Wald und vorbei an einer Meeresbucht.

Präriebisons im Knutheborg SafariparkPräriebisons im Knutheborg Safaripark

Ostkanadischer Elch im Knuthenborg SafariparkOstkanadischer Elch im Knuthenborg Safaripark

Auch in den Tigerwald fährt man durch eine Schleuse. Von den vier erwachsenen Sibirischen Tigern hatten es sich drei nah am Zaun unter Bäumen, zwischen Sträuchern gemütlich gemacht. Nicht sehr besucherfreundlich. Nur ein weiblicher Tiger sorgte dafür, dass sie Besucher in ihren Autos auch etwas zu fotografieren hatten. Sie hatte sich auf einem hohen Baumstumpf schlafen gelegt, wo man sie gut sehen konnte. Die vier jungen Raubkatzen, drei männliche und ein weibliches Tier, die am 30. September 2011 aus dem Zoo Aalborg nach Knuthenborg umgezogen waren, waren bei unserem Besuch zunächst in Absperrgehegen untergebracht. Sie wurden am 27. Juni 2010 geboren. Wir konnten zwei Tiger in einem Gehege und einen weitern Tiger allein in einem abgetrennten Gehege entdecken, als wir wieder auf die Schleuse zu rollten.

Sibirischer Tiger im Knuthenborg Safaripark
Leider hat einer der vier jungen Raubkatzen nur einen Tag nach unserem Besuch Schlagzeilen gemacht. Der jungen Tigerin war es gelungen aus ihrem Absperrgehege zu klettern. Sofort trat der Notfallplan des Tierparks in Kraft. Mitarbeiter stellten die Raubkatze und erschossen sie. Wohin genau sie geklettert ist, konnte ich aufgrund der Artikel nicht genau feststellen. Einerseits wird betont, dass sie nicht in Bereiche gelangt ist, die von den Zoobesuchern betreten werden können, also kann sie nicht wirklich außerhalb der Tigeranlage gewesen sein. Denn vor der Tigeranlage ist ein Parkplatz, auf der man sein Auto abstellen kann, um zu dem Fenster zu gelangen, durch das man in die Anlage hinschauen und die Tigerfütterung beobachten kann. Ganz in der Nähe dieses Fensters liegen auch die Absperrgehege. Andererseits soll sie auch nicht in den eigentlichen Tigerwald entkommen sein, in dem die Autos fahren dürfen. In den Stellungnahmen des Safariparks wird stets berichtet, dass die Amurtigerin ein ungewöhnliches Verhalten zeigte, gerne kletterte und deswegen nie mit den anderen Tigern zusammen im Tigerwald war. Sie war stets alleine in einem getrennten Gehege untergebracht. In einem der Artikel stand außerdem, dass sie nicht für die Zucht vorgesehen war, da ihre Gene bereits sehr häufig in der Zoopopulation der Sibirischen Tiger vertreten sind. Sie war also ein schwieriges Tier, das nicht so recht in den Tierpark passte und für das es nicht leicht war, einen anderen Zoo zu finden. Das ist für mich ein Grund, der mich nachdenklich macht, warum man sie erschossen und nicht mit einem Narkosegewehr betäubt hat, wenn sie tatsächlich nie in einem Bereich war, wo das Leben von Menschen unmittelbar gefährdet war. Um einen Wiederholung eines solchen Ereignissen zu verhindern, werden die Absperrgehege auch nach oben mit einem Stahlnetz gesichert werden.

Sibirischer Tiger im Knuthenborg Safaripark

Sibirischer Tiger im Knuthenborg SafariparkSibirischer Tiger im Knuthenborg Safaripark

Sibirischer Tiger im Knuthenborg Safaripark

Als wir den Tigerwald wieder verlassen hatten, stand die Tigerfütterung kurz bevor. So suchten wir uns einen Parkplatz, legten eine kurze Picknickpause ein, um uns dann die Fütterung anzuschauen. Zwei der männlichen jungen Tiger hinter der Scheibe unterstützten die Erklärungen der Tierpflegerin davor. Gefüttert wurde sie durch eine Klappe in der Wand. So konnten die Zoobesucher die zweijährigen Raubkatzen aus nächster Nähe anschauen und darüber staunen wie groß sie sind. Gegenüber von dem Fenster steht ein toter Baumstamm, an dem eine Vorrichtung angebracht ist, an der man in einiger Höhe Futter festmachen kann. Obwohl dieses Mal kein Futter am Baum hing, kletterte einer der Tiger nach oben, um nachzuschauen, ob es da etwas zu holen gab. Sein Bruder hatte anderes zu tun. Er musste sein Revier markieren. Dabei gab er sich besonders Mühe, die Blätter eines Baumes zu treffen. Hinterher musste er „nachriechen“, ob seine Bemühungen auch das Ziel ordentlich getroffen hatten. Die Tierpflegerin gab sich viel Mühe alle Fragen der Besucher in Dänisch und Englisch zu beantworten und erzählte stolz, dass man im Knuthenborg Safaripark kein Futter für die Raubtiere kaufen müsse. Tiger und Wölfe erhalten ausschließlich Fleisch von Tieren, die im Safaripark aufgezogen werden.

Mantelpaviane im Knuthenborg Safaripark

Von Tigerwald war es nicht weit zu den Anlagen der Primatenanlagen des Zoos: dem Abeskoven (Affenwald). Auch hier stellt man sein Auto wieder ab und geht zu Fuß zu den Anlagen der Affen. Die größte Anlage bewohnen hier die Mantelpaviane. Man kann sie durch den Gehegezaun beobachten oder mit einem mit Plexiglas verkleideten „Zug“ hineinfahren. Das machte vor allem den Kindern viel Freude. Und auch die Paviane hatten ihren Spaß. Sie kletterten auf den Wagen und fuhren auf dem Dach und auf einer Leiste vor den Plexiglasscheiben mit. Leider hinterlassen sie Spuren auf der Verkleidung. Die Scheiben waren ganz matt, sodass man sicher keine scharfen Fotos von den Affen machten konnten. So verzichteten wir auf die Fahrt und begnügten uns mit einem Blick von außen. Wir fragten uns, was wohl passieren würde, wenn der Zug in die Schleuse hineinfährt, um die Anlage zu verlassen. Doch alle Affen wussten wohl, dass sie hier nicht mehr willkommen waren. Nach und nach sprangen sie vom Wagen und auch der letzte Mitfahrer verließ rechtzeitig das Dach. Nachdem sich bei den Pavianen die Aufregung gelegt hatte, die die Fahrt des Zuges verursacht hatte, gingen die Affen schnell wieder ihren „normalen“ Tagesaufgaben nach. Sie wanderten in Gruppen durch die Anlage, lausten einander das Fell oder suchten nach Nahrung. Es lebt eine große Gruppe Mantelpaviane im Zoo, zu der auch einige Jungtiere gehörten. Aktuellen Nachwuchs konnten wir aber keinen entdecken. Die jüngsten Bewohner der Anlage waren alle älter als ein Jahr.

Mantelpavian im Knuthenborg Safaripark
Neben der Paviananlage gehören kleinere Anlagen für verschiedene Tamarine: Lisztaffen und Goldene Löwenkopfäffchen, die man aber leider durch den engmaschigen Zaun nicht fotografieren konnte, zum Affenwald. Das Highlight ist eine begehbare Anlage, die Lemurenarten beherbergt. Doch da hatten wir Pech. Es wurde gerade die Bäume und Büsche der Anlage beschnitten und so war sie abgesperrt. Neben Kattas, Roten und Schwarz-Weißen Varis und Mongozmakis beherbergt die Anlage auch Chinesische Muntjaks.

Rothschildgiraffen im Knuthenborg Safaripark

Direkt neben dem Affenwald hat man die Möglichkeit die Tiere der Afrikasavanne zu beobachten. Es fand gerade die Giraffenfütterung statt. In dem dänischen Safaripark lebt eine große Herde Rothschildgiraffen. Der jüngste der Langhälse, nur ein paar Monate alt, hielt noch einigen Abstand zum Zaun, wo die Fütterung stattfand. Es war offensichtlich Chefsache die Blätter von frischen Zweigen, die die Tierpflegerin über den Zaun hielt abzufuttern. Der große Bulle war sofort zur Stelle, um diese Aufgabe zu erledigen. Aber auch ein Teil seines Harems kam nicht zu kurz. Auch hier informierte die Tierpflegerin interessant und unterhaltsam über ihre großen Schützlinge, die auf der Afrikasavanne des den Gärtner die Arbeit abnehmen und sich um das „Zurückstutzen“ der Bäume kümmern.

Rothschildgiraffe im Knuthenborg Safaripark

Die Rothschildgiraffe ist die größte Giraffenunterart und sie sind neben den Westafrikanischen Giraffen die einzige Giraffenart, deren Bestand ist in der Natur gefährdet ist. Es gibt nur noch kleine isolierte Populationen in Kenia und Uganda. Man schätzt, dass es noch etwa 2500 Rotschildgiraffen gibt, doch keine Teilpopulation mit mehr als 250 Tieren. In Zoos und Tierparks kann man häufig beobachten, dass die Giraffen sich zum Ausruhen „hinsetzen“, ein Verhalten, dass sie in der freien Wildbahn nur äußerst selten zeigen. Es ist ein Zeichen dafür, dass sie sicher fühlen und ganz genau wissen, dass ihnen im Zoo keine Gefahr droht. Auch im Knuthenborg Safaripark ruhen sich die Giraffen so aus. Das ist allerdings nicht besonders gesund für ihre Kniegelenke.

Watussirinder im Knuthenborg SafariparkSüdliche Streifengnus im Knuthenborg Safaripark

Rothschildgiraffen im Knuthenborg Safaripark

Chapman-Steppenzebras im Knuthenborg SafariparkSüdafrikanische Rappenantilope im Knuthenborg Safaripark

Außer den Giraffen leben Streifengnus, Elenantilopen, Chapman Zebras, Strauße, Rappenantilopen und Watussi-Rinder auf der Savanne des Tierparks. Die dicksten Brocken sind aber die drei Breitmaulnashörner, die Weibchen Bertha und Bodil und das Männchen Otto. Seit 2006 ist Otto der einzige Nashornbulle auf der Afrikasavanne des Tierparks. Bis dahin hatten zwei männliche Nashörner um die Gunst der beiden Damen gebuhlt. Doch da man Nachwuchs haben wollte und das Zusammenleben der beiden Männchen nicht mehr gut funktionierte, wurde einer der beiden Bullen in den Background des Parks verbannt. Otto sollte sich alleine besser auf seine Aufgabe konzentrieren und die Weibchen decken. Das hatte auch Erfolg und im Februar 2007 konnte man sich freuen, Bertha war trächtig. Festgestellt wurde dies von einem Professor der Universität Wien. Man hatte in Knuthenborg Mist aus den Ställen der beiden Weibchen gesammelt, um mit dessen Hilfe einen Hormontest durchzuführen. Leider hatte die Geschichte kein Happy-End. Am 6. Februar 2008 brachte Bertha ein Jungtier zur Welt, doch die unerfahrene Mutter tötete ihr Junges kurz nach der Geburt durch eine zu stürmische Bewegung, obwohl sie sich zunächst um es gekümmert und ihren Mutterinstinkt unter Beweis gestellt hatte. Ein trauriger Tag für den Safaripark. Man hofft nun auf neuen Nachwuchs und dass beim nächsten Mal alles gut geht.

Südliche Breitmaulnashörner im Knuthenborg Safaripark
Bevor wir uns den auf den Weg zum Asien Bereich des Safariparks machten, sammelten wir unsere Fahrräder wieder ein. Dort wo die asiatischen Tiere des Parks leben gibt es neben grünen Wiesen und alten Bäumen Sümpfe und Schilf, die den Asiatischen Wasserbüffeln, Sika-, Axis- und Damhirschen einen guten Lebensraum bieten. Außerdem gibt es hier noch Trampeltiere, Zwergzebus und Yaks zu sehen. Leider hatte sich ein Großteil der Tiere am Rand des großen eingezäunten Bereichs zurückgezogen. Nur die Trampeltiere ließen sich aus der Nähe anschauen. Immerhin konnten wir Wasserbüffel und Zwergzebus aus der Ferne beobachten. Sie hatten es sich jeweils mitten auf einer Wiese im hohen Gras gemütlich gemacht. Die verschiedenen Hirschherden konnten wir nur ganz klein, weit weg, unter Bäumen entdecken.

Südeuropäischer Hauswasserbüffel im Knuthenborg Safaripark
An der Fasanerie stellten wir noch einmal unser Auto ab, um uns die Bennetkängurus und Emus anzuschauen, die eine begehbare Anlage bewohnen. Eine hügelige langgestreckte – wie alle Tieranlagen in Knuthenborg – großzügige Anlage, auf der man ein bisschen Geduld brauchte, um die Bewohner zu entdecken. Hier liegt auch das Vogelparadies des Tierparks, das auf Anregung der aktuellen Lehnsgräfin Charlotte Knuth vor einigen Jahren an dem Platz entstanden ist, an dem von der Jahrhundertwende bis zum I. Weltkrieg die Jagdfasanen des Guts aufgezogen wurden. In den Anfängen des Safariparks in den 70er Jahren des 20. Jahrhunderts gab es hier ein Gehege mit Bergziegen und Hirschen aus Asien und Volieren mit Zierfasanen. In den dichtbewachsenen Volieren kann man u.a. Rotschwanzsittiche, Gebirgsloris, Gelbbrustaras und Graupapageien bewundern. Man kann die Vögel durch die engmaschigen Gitter allerdings nur sehr schlecht fotografieren. Wir folgten dem Spazierweg, der hinein in den botanischen Garten des Parks führt, der sich rund um den Schwanensee erstreckt.

Grünwangen-Rotschwanzsittich im Knuthenborg SafariparkMönchsittich im Knuthenborg Safaripark

Japanischer Garten im Knuthenborg SafariparkJapanischer Garten im Knuthenborg Safaripark

Dann kletterten wir wieder ins Auto und machten uns auf den Weg zum Ausgang, der uns noch zu dem letzten Bereich des Safariparks brachte, auf dem Shetlandponys, Dexterrinder und Lamas zuhause sind.

Die großzügigen Tieranlagen, eingebettet in einen attraktiven Landschaftspark, der den Besuchern neben den Fahrten mit dem Auto durch die verschiedenen Tieranlagen auch viele Möglichkeiten bietet zu Fuß Fauna und Flora zu entdecken, sind ganz bestimmt eine Reise wert, auch wenn man wie wir kein Safaripark Fan ist. Soviel Platz haben Giraffen, Zebras, Antilopen usw. in den meisten Tiergärten nicht zu Verfügung. So ist es ein besonderes Erlebnis die große Giraffenherde zu beobachten, wie sie durch ihr Reich wandert, oder den Wasserbüffeln zuzuschauen, wie sie sich im Schlamm suhlen. Nur bei den Tigern würde ich eine Anlage vorziehen, die von außen viele Einsichtsmöglichkeiten bietet, statt auf einem verschlungenen Weg durch einen Wald zu fahren, um an einer einzigen Stelle den Tiger beim Schlafen zu beobachten, der an diesem Tag Lust hat sich den Besuchern zu zeigen, oder darauf zu hoffen, dass sich wenigstens einer der Bewohner außerhalb der Fütterungszeit vor der einzigen Scheibe der Anlage aufhält. Wir werden bei unserem nächsten Dänemarkurlaub, der uns nach Lolland bringt, wieder hier vorbeischauen und dann alles dabei haben, um auch ein richtiges Picknick in dem wundervollen Landschaftspark machen zu können.

Sibirischer Tiger im Knuthenborg Safaripark

Mehr Bilder gibt es hier:

http://www.flickr.com/photos/ullij/sets/72157630605860288/with/7584012904/

http://www.flickr.com/photos/ullij/sets/72157630605530356/

Quellen:

http://www.knuthenborg.dk/

http://www.knuthenborg.dk/Backup/Dyrene+-+backup/AFRIKA/avlsarbejde_med_naesehorn.htm

http://nyhederne-dyn.tv2.dk/article.php/id-51242779:knuthenborg-m%C3%A5tte-skyde-l%C3%B8s-tiger.html

http://www.b.dk/nationalt/knuthenborg-maatte-skyde-loes-tiger

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