Howletts Wild Animal Park

Im Tierparadies eines Spielers

Es war unser dritter Besuch im Howletts Wild Animal in Kent, der nicht weit weg entfernt von Canterbury in Kent liegt. Der Parkplatz war noch ziemlich leer, als wir unser Auto vor dem Zooeingang abstellten. Wir hatten auf dem Campingplatz ein Werbeprospekt der Sehenswürdigkeiten von Kent gefunden, in dem zahlreiche Ermäßigungen für einen großen Teil von diesen angeboten wurden, und so mussten wir statt der normalen £16.95 nur £14.95 bezahlen. Mit der Eintrittskarte erhielten wir gleichzeitig auch einen Gutschein über eine Reduktion des Eintrittspreises um £4 bei einem zweiten Besuch in Howletts oder dem anderen Aspinall Zoo in Südengland Port Lympne. Da wir auch noch einen Besuch in Port Lympne planten, verstauten wir also die Eintrittskarten sorgfältig. Man kann die Eintrittskarten auch Online kaufen und spart dabei dann bis zu 20% vom Eintrittspreis.

Im Howletts Wild Animal Park

Der Howletts Wild Animal Park ist ein ungewöhnlicher Tierpark, der seine Entstehung einem ungewöhnlichen Mann verdankt. John Victor Aspinall wurde am 11 Juni 1926 als Sohn eines englischen Soldaten in Indien geboren. Er erregte schon als Schüler durch sein unangepasstes Verhalten Aufsehen, flog von der einen Schule und verpasste sein Examen an der anderen, weil er stattdessen zu einem Pferderennen in Ascot ging, wo er wettete und natürlich gewann. Trotzdem wurde er ein reicher Mann. Er verdiente ein Vermögen als Spieler und Besitzer von Clubs, in denen die britische Aristokratie spielte. Dabei gelang es ihm auf eine ziemlich kreative Art, die britischen Gesetze, die das Glückspiel legitimierten, zu umgehen, indem er unter anderem Wohnungen für wenige Wochen mietete, um dort Glücksspiele für jeweils nur drei Tage zu veranstalten, weil das das Gesetz ausdrücklich zuließ.

Zooplan des Howletts Wild Animal Park

Seine wahre Leidenschaft aber waren wilde Tiere. Sein Buch „The Best of Friends“ (Unsere besten Freunde) beginnt mit einer Erinnerung aus seiner Kindheit in dem Teil des damaligen Indiens, der heute Pakistan ist. Ein guter Freund seiner Mutter besaß zwei halberwachsene Tiger, die er an der Leine spazieren führte. Vielleicht wurde da der Grundstein für die Bewunderung dieser majestätischen Tiere gelebt. Ein Onkel seiner Mutter besaß zwei Elefantenkühe, Mundi und Rada, die der Junge mit Zuckerrohr füttern durfte. Er erinnerte sich daran, wie eine der Kühe ihn mit dem Rüssel hoch in die Luft hob und wieder sanft auf den Boden setzte: „Schon damals flößten mir ihre Kraft und ihre Sanftmut Erfurcht ein.“

Afrikanischer Elefant im Howletts Wild Animal Park

Während seiner Schulzeit in England verbrachte er die Ferien immer auf einer Farm in Sussex, mit achtzehn Milchkühen, die alle einen Namen hatten, einem Guernsey-Bullen namens John, der dem Kind gehörigen Respekt einflößte und einem großem weißem Wildschwein, Esau, um dessen Freundschaft er warb. Der Bauer erklärte seinem kleinen Feriengast, dass jedes Tier eine eigene Persönlichkeit besitze, die man respektiere müsse. Aber er brachte dem Jungen auch bei, die „Feinde“ seiner Haustiere zu verfolgen. Stare und Spatzen durfte er mit einer Schleuder jagen – Drosseln und Rotkehlchen sollte er in Ruhe lassen. Später bekam er ein Luftgewehr und durfte Jagd auf Eichhörnchen, Ratten und Kaninchen machen. John Aspinall gab zu, dass er erst als junger Mann erkannte, dass er Tiere lieber schützen wollte, als sie zu jagen.

Spatz im Howletts Wild Animal Park

Als Kind besaß er ein Frettchen, mit dem er zusammen auf Kaninchenjagd ging. Als er es sich als Erwachsener leisten konnte, baute er im Garten seines Hauses am Eaton Place in London ein Gartenhaus, in dem er einen Kapuziner Affen, eine junge Tigerin, Tara, und zwei Isabellbären, Esau und Ayesha, unterbrachte. 1956 gewann er ein kleines Vermögen bei einer Pferdewette und kaufte sich mit diesem Gewinn ein Herrenhaus mit viel Land rundherum im Kent, Howletts. Das Haus wurde 1787 von John Leach für den ostindischen Nabob Issac Baugh errichtet. Nach dessen Tod kaufte es ein berühmter Glückspieler, Sir Thomas Deering, der es aber bald wieder verlor. So kam es in den Besitz eines Geldverleihers, der später eine Bank gründete. Also ist es kein Wunder, dass Aspinall dieses im neopalladischen Stil errichtete Herrenhaus als das richtige Heim für sich betrachtete. Es wurde von Philipp Jepp und John Fowler restauriert und in seinem ursprünglichen Zustand versetzt und ist von Parkanlagen umgeben, die Russel Page (1906 – 1985), einer der bedeutendsten englischen Landschaftsarchitekten, geplant hat, mit spanischen Kastanien, Libanesischen Zedern und Ilexbäumen, die noch heute die Besucher des Tierparks erfreuen. Hier hatte John Aspinall endlich genug Platz für seine wilden Tiere. Jungtiere wurden geboren, neue Tiere hinzugekauft. Es entstanden Gehege für Tiger, Gorillas und Elefanten und viele andere Tiere – ein Privatzoo, der zunächst nur für John Aspinall, seine Familie und Freunde zugänglich war.

Howletts House

Als die Zahl der Tiere für Howletts zu groß wurde, suchte er einen neuen Platz für einen zweiten – für jedermann zugänglichen – Zoo und fand ihn schließlich nach einigen Fehlschlägen in Port Lympne in der Nähe von Folkestone, wo er 1976 „Port Lympne Wildlife Sanctuary and Gardens“ eröffnete. Auch die Tiere von Howletts konnten seit 1975 acht Monate im Jahre von zahlenden Besuchern angeschaut werden. Das war notwendig geworden, um in einer wirtschaftlich schwierigen Zeit das teure Hobby Aspinalls zu finanzieren. Heute sind beide Zoos das ganze Jahr – bis auf Weihnachten – geöffnet.

Im Howletts Wild Animal Park Rothund im Howletts Wild Animal Park

Spitzmaulnashorn im Howletts Wild Animal ParkIm Howletts Wild Animal Park

Was seine beiden Tiergärten von den klassischen Zoos unterschied, war, dass er seine Tierpfleger dazu ermutigte eine emotionale Beziehung zu ihren Schützlingen aufzubauen. Er selbst pflegte einen engen Kontakt mit seinen Tieren. Seine Kinder wuchsen mit Gorillas auf und spielten mit Tigern. Er beschreibt in seinem Buch, wie er mit einem Asiatischen Elefantenbullen spielte, obwohl er sich der Gefahr bewusst war, der er sich dabei aussetzte. Aspinall betrat die Gehege seiner Menschenaffen und Tiger und erlaubte es auch seinen Tierpfleger dies zu tun. Wegen dieser umstrittenen Praxis und der fehlenden zoologischen Ausbildung wurde er von den meisten Fachleuten kritisiert, aber sie mussten zugeben, dass in seinen Tiergärten bessere Zuchterfolge gefeiert werden können, als in den meisten klassischen Zoos. Es ist kein Wunder, dass der enge Kontakt, den die Tierpfleger früher zu den Raubtieren hatten, zu einigen Unfällen geführt hat. Ob sie in Howletts wirklich zahlreicher waren wie in anderen Zoos, kann ich nicht sagen, schließlich kommt es überall hin und wieder zu schlimmen Unfällen, meist weil Sicherheitsbestimmungen nicht eingehalten werden. Eine Gedenktafel erinnert in Howletts an zwei Tierpfleger, die 1980 innerhalb weniger Wochen von der Sibirischen Tigerkatze Zeya getötet wurden. Aspinall selbst erschoss die Tigerin nach dem 2. tödlichen Unfall.

Heute wird auch in den beiden Aspinall Zoos mehr Abstand zu den Tieren gehalten. Geblieben aber ist die Vorstellung, dass man die Tiere als Mitgeschöpfe betrachtet, deren Wohl an erster Stelle steht. Wenn die Tierpfleger früher mit ihren Schützlingen persönlich spielten, denken sie sich heute Beschäftigungsprogramme für sie aus, um den Alltag der Zootiere abwechslungsreich und interessant zu gestalten. Es wurde die Stelle eines Enrichment & Research Officers geschaffen, dessen Aufgabe es ist, kreative Ideen zu entwickeln, damit die Tiere im Zoo sich nicht langweilen.

Im Howletts Wild Animal Park

Unser Rundgang in Howletts begann bei den Rothunden, deren großzügige Anlage nicht weit entfernt vom Eingang liegt. Ein großes Rudel von rund 20 Tieren lebt in Howletts und wir konnten durch den Zaun das Sozialverhalten der Tiere gut beobachten. Der natürliche Lebensraum der Asiatischen Wildhunde reicht über unterschiedliche Klimazonen vom Altai und der Mandschurei bis nach Indien und Indonesien. Ihr Verhalten zeigt viele Parallelen zu dem von Wölfen und Afrikanischen Wildhunden. Sie jagen ihre Beute im Rudel, das von einem Alphapaar angeführt wird und dessen Größe meist zwischen fünf und zwölf Tieren liegt. Es können aber in Einzelfällen auch bis zu 30 Tiere sein. Nur das Alphapaar zeugt Nachwuchs, bei dessen Aufzucht dann die ganze Meute hilft.

Rothund im im Howletts Wild Animal Park

Im Dschungelbuch von Rudyard Kipling tauchen sie als blutrünstige Jäger auf, die ein Wolfsrudel angreifen und vertreiben. Doch, obwohl ein Rudel Rothunde Tiere erlegen kann, die viel größer sind als sie selbst wie Axishirsche und sogar Gaure, und wenn das Rudel groß genug ist, auch ernsthafte Gegner für einen Bären oder einen Leoparden darstellen, würde sich die Meute davor hüten, die sehr viel stärkeren und kräftigeren Wölfe anzugreifen. Eine solche Begegnung von Rothund und Wolf ist auch eher unwahrscheinlich, denn Rothunde meiden im Gegensatz zu Wölfen offenes Gelände und Wüsten. Sie bewohnen vor allem Wälder – die Nadelwälder entlang des Amurs, tropische Regenwälder in Südostasien und Trocken- und Monsumwälder in Indien. Die Anlage der Rothunde in Howletts ist folglich mit vielen Bäumen gestaltet, um ihren natürlichen Lebensraum nachzubilden. Rothunde jagen wie alle anderen Raubtiere, um zu überleben und sind sicher nicht besonders blutrünstig. Obwohl es keinen einzigen glaubhaften Bericht eines Angriffs von Rothunden auf Menschen gibt, wurde ihnen ihr schlechter Ruf zum Verhängnis. Sie wurden als Viehräuber gejagt und es wurden sogar Abschussprämien gezahlt. So wurde der Bestand der Rothunde stark reduziert. Heute werden sie auf der Roten Liste des IUCN als stark gefährdet geführt, man schätzt, dass es nur noch weniger als 2500 Tiere gibt, wobei heute die größte Gefahr – wie bei den meisten anderen bedrohten Tieren auch – durch die Zerstörung ihres Lebensraumes ausgeht. Außerdem gefährden verwilderte Haushunde, die Krankheiten übertragen, den Bestand.

Rothund im im Howletts Wild Animal Park Rothund im im Howletts Wild Animal Park

Rothund im im Howletts Wild Animal ParkRothund im im Howletts Wild Animal Park

Das Rudel in Howletts machte im Februar 2009 Schlagzeilen , als es acht Tieren gelang (andere Berichte sprechen von zehn Rothunden), aus ihrer Anlage zu entkommen. Fünf Tiere konnten im Tierpark wieder eingefangen werden, aber drei Mitglieder der Meute machten die ländliche Umgebung des Parks unsicher. Leider bestätigte sich die Hoffnung eines Tierpflegers, dass die handaufgezogenen Tiere freiwillig in den Tierpark zurückkehren würden nicht. Für die drei Ausbrecher endete ihr Ausflug tödlich. Zwei wurden erschossen, der dritte wurde von einem Zug erfasst. Auch eines der fünf Tiere, die im Park mit Hilfe Betäubungsgewehren gestoppt wurden, musste eingeschläfert werden, weil es sich ein Bein gebrochen hatte. Als Folge des Vorfalls wurden die Holztore der Anlage durch Metalltore ersetzt , um eine Wiederholung eines solchen Vorfalls auszuschließen.

Bongo im Howletts Wild Animal Park

Gegenüber liegt das Gehege der Bongos. Es gibt nur einen recht eingeschränkten Einblick in die Anlage für die Zoobesucher zwischen den Holzbalken des Gatters, das sie begrenzt, und es werden den recht scheuen Tieren viele Möglichkeiten geboten sich zurückzuziehen.

Bongo im Howletts Wild Animal Park
Von da ist es nicht weit zu den Anlagen der Spitzmaulnashörner. In Howletts leben drei noch recht junge Exemplare, die beidem Nashornkühe Rufiji, geboren am 21. Juni 1999, und Salome, geboren am 25. Januar 2000, sowie der Bulle Vungo, der am 8. November 2001 das Licht der Welt erblickte. Sie stammen aus dem Schwester-Tierpark Port Lympne und sollen nun in Howletts für Nachwuchs sorgen. Spitzmaulnashörner sind extreme Einzelgänger, so hat jedes der Tiere seine eigenes Gehege mit viel Platz zum Herumlaufen. Als wir vor der Anlage standen, wurde ein abgesperrter Teil der Anlage gerade gereinigt und eines der Nashörner kaum zum Zaun und schaute neugierig zu, was die Tierpfleger da so machten. Eine Tierpflegerin streichelte das Nashorn liebevoll am Maul. Im Sommer, wenn es manchmal auch im Süden Englands richtig heiß wird, freuen sich die grauen Riesen in Howletts über speziell für sie angefertigte Eisblöcke, in denen Futter eingefroren ist, obwohl ihr natürlicher Lebensraum in Afrika liegt, wo viel höhere Temperaturen erreicht werden. Ihre Tierpflegerin Shelley Ansell erzählt, dass der Bulle Vungu sich meist nicht so besonders dafür interessiert, während das Weibchen Rufiji, die ihr Futter „liebt“ sich sofort über ihre Eisbombe hermacht.

Spitzmaulnashorn im Howletts Wild Animal Park Spitzmaulnashorn im Howletts Wild Animal Park

Spitzmaulnashorn im Howletts Wild Animal ParkSpitzmaulnashorn im Howletts Wild Animal Park

Wir gingen weiter hinüber zu der Stelle, von der aus man einen ersten Blick auf einen Teil der Elefantenherde des Tierparks werfen konnten. Die Elefantenherde in Howletts besteht aus 15 Tieren: dem 33 Jahre alten Bullen Jums, der in der Wildnis in Zimbabwe geboren wurde, sieben erwachsenen Kühen – die älteste Masa ist 41 Jahre alt, die jüngste ist Justa, die gerade ein Kalb, Nelly, zur Welt gebracht hat, mit 12 Jahren – und sieben Kälber, zwei männliche und fünf weibliche Tiere. Das jüngste Mitglied Nelly hat also jede Menge Spielkameraden, die zwischen 5 Jahre (Janu und Jara) und zwei Jahre (Uzuri und Etana) alt sind.

Afrikanischer Elefant Jums im Howletts Wild Animal Park

Sie leben seit dem Juli 2007 auf einer 3,2 ha großen Elefantenanlage, eine der größten Elefantenanlagen in einem europäischen Zoo. Sie wurde mit Hilfe vonSoldaten der britischen Armee fertig gestellt. Die Soldaten der 69 Gurkha Field Squadron aus Maidstone, das nicht weit entfernt von dem Howletts Wild Animal Park liegt, halfen einen Stahlzaun rund um die 2 ha große Erweiterung der bereits bestehenden Anlage zu errichten. Vier Jungtiere, die zwischen 2004 und 2006 geboren worden waren, hatten die Vergrößerung der Anlage notwendig gemacht. Den Jungtieren sollte möglichst viel Raum zur Verfügung stehen, damit sie gesund heranwachsen können.

Afrikanischer Elefant Stuvite mit einem Jungtier im Howletts Wild Animal Park

Wir konnten den Bullen Jums entdecken und eine der Kühe mit einem Kalb, die wir mit Hilfe der Tafel vor der Absperrung der Anlage als Stuvite indentifizierten. Sie ist die Mutter von Justa und war also gerade Oma geworden. Geboren wurde Jums vermutlich 1977 in der Wildnis in Simbabwe. Seit dem 11. August 1987 lebt er im Howletts. Seitdem ist er bereits elfmal Vater geworden. Davor lebte er im Harare Lion Park in Simbabwe. Stuvite wurde am 11. Oktober 1988 im Ramat Gan Zoo in Israel geboren. Sie kam am 1.10.1989 zusammen mit ihrer Mutter Aviva nach Howletts. (Aviva lebt seit 1994 wieder im Ramat Gan Zoo.) Sie ist Mutter von zwei Kälbern Justa und Juva. Die Elefantenanlage ist wirklich sehr groß, in unterschiedliche Gehege eingeteilt und von verschiedenen Stellen einzusehen. Wir konnten später noch einen weiteren Blick auf die Elefantenherde werfen und dabei auch das jüngste Herdenmitglied kennenlernen.

Afrikanische Wildhunde im Howletts Wild Animal Park

Doch zunächst wanderten wir zum Hauptweg zurück, warfen einen Blick auf die schlafenden Afrikanischen Wildhunde und legten einen langen Stopp bei der Anlage der Sumatra Tiger ein. Hier gab es nämlich eine ganze Menge zu sehen. Der am 27. März 2005 im Zoo Wuppertal geborene Tigerkater Amir und seine Partnerin Indah, die im am 20. Mai 2005 im Dudley Zoo das Licht der Welt erblickte, gaben sich alle Mühe die Zoobesucher an diesem Sonntagmorgen zu unterhalten.

Sumatra Tiger Amir im Howletts Wild Animal Park

Sie hatten von ihrem Tierpfleger Ben Warren eine besondere Aufgabe bekommen. Er hatte ihren „Imbiss“ in einen Plastikkanister platziert, der dann noch mit „Spielzeug“ gefüllt wurde – Plastikflaschen, Reifenteile etc. Der Plastikkanister wurde fest verschlossen und in zwei große aufeinander liegende Traktorreifen gestellt. Und damit die Aufgabe nicht zu einfach war, wurde die ganze Sache noch mit anderen kleineren Reifen und Plastikboxen eingekeilt und oben abgedeckt. Als wir bei den beiden angekommen waren, war Indah gerade dabei die ganze Konstruktion zu untersuchen. Amir fand allerdings, dass er am Sonntagmorgen zuerst einmal ein Bad nehmen musste und schaute aus dem Pool seiner Partnerin interessiert zu, wie sie den Inhalt des Reifenstapels untersuchte. Offenbar war der Tigerkater der Ansicht: „Lass das ruhig mal die Frau erledigen.“ Der Tierpfleger schaute seinen Schützlingen eine ganze Zeit zu und hatte offenbar genauso viel Freude wie wir an dem Schauspiel, das uns Indah und Amir boten.

Sumatra Tiger Imdah im Howletts Wild Animal ParkSumatra Tiger Amir im Howletts Wild Animal Park

Sumatra Tiger Amir im Howletts Wild Animal ParkSumatra Tiger Imdah im Howletts Wild Animal Park

Wir schauten uns in der begehbaren Lemurenanlage um, aber die Schwarzweißen Varis waren noch nicht aufgestanden. Sie schliefen noch in ihrem Haus. Also gingen wir weiter zu den Sibirischen Tigern, aber auch die Geschwister Altay, Altai und Sayan, die am 3. August 2008 geboren wurden, hatten wenig Lust auf Aktivität. Sie lagen dicht aneinander geschmiegt auf einer hohen Plattform, nur einer der drei warf einen Blick zu uns hinüber.

Sibirische Tiger im im Howletts Wild Animal Park
Gegenüber machte eines der beiden weiblichen Servale des Zoos einen Inspektionsrundgang durch das hohe Gras. An fast allen Gehegen in Howletts hängen Schilder mit den Namen der Tiere, ihrem Geschlecht und dem Geburtsdatum. Leider gibt es meist keine Bilder dazu, so weiß ich nicht, ob ich nun die am 7. Oktober.1990 geborene Saba oder die am 5. Juli 2004 geborene Melindi beobachtet und fotografiert habe.

Serval im Howletts Wild Animal Park
Es zog uns hin zu der Elefantenanlage, nicht weil wir das Elefantenbaby sehen wollten. Wir hatten ja gar keine Ahnung, dass es Nelly gab. Wir hatten Hunger und an der Stelle, wo man den „alten“ Teil der Anlage für die Afrikanischen Elefanten sehen kann, gibt es auch einen Imbiss. Doch der Hunger war schnell vergessen, als wir Mutter und Kind auf der Anlage entdeckten.

Afrikanische Elefanten Justa und Nelly im Howletts Wild Animal Park

Das Elefantenbaby Nelly hatte keinen einfachen Start in ihr Leben. Nellys Mutter Justa, die am 28. Oktober 1998 in Howletts geboren wurde, brachte ihre Tochter in der Nacht zum 18. Mai 2010 zur Welt. Sie ist ihr erstes Jungtier und Justa schien zunächst nicht so recht zu wissen, was sie mit dem Jungtier tun sollte. Als die Tierpfleger am Morgen das Jungtier im Stall bei ihrer Mutter Justa fanden, lehnte diese ihr Kalb ab und ließ es auch keine Milch saugen. Schlimmer noch, Justa zeigte auch Aggressionen gegen ihren Nachwuchs.

Afrikanischer Elefant Nelly im Howletts Wild Animal Park

Da Elefantenkälber, die von Menschen mit der Hand aufgezogen werden, nur geringe Überlebenschancen haben, entschlossen sich die Tierpfleger trotzdem Mutter und Kalb zusammen zu lassen. Justa hat ein freundliches Temperament, so konnten sie das Kalb mit der Flasche füttern und es so am Leben erhalten, ohne es von seiner Mutter zu trennen. Nach dem schwierigen Start ins Leben erholte sich der kleine Elefant schnell und wurde kräftiger, aber die Sorge blieb, schließlich hatte sie nicht das „Kolostrum“, die erste Muttermilch erhalten, das Jungtiere in den ersten Lebenswochen vor Infektionen schützt, bevor sie eigene Antikörper entwickeln können. Es war eine aufregende und anstrengende Zeit für die Tierpfleger, die rund um die Uhr sich um das Kalb kümmern mussten.

Afrikanischer Elefant Nelly im Howletts Wild Animal Park

Aber sie hatten Erfolg. Im Laufe der ersten Woche begann Justa nach und nach ihr Kalb zu tolerieren und zeigte schließlich auch mütterliches Verhalten. Zur der Freude aller Tierpfleger begann sie nach zwei Wochen das Kalb zu säugen, so dass Nelly immer weniger Milch aus der Flasche trank. Nach einiger Zeit konnte auf die Fütterung durch die Tierpfleger verzichtet werden. Nellys Geschichte hatte eine bemerkenswerte Wende genommen.

Afrikanischer Elefant Nelly im Howletts Wild Animal Park

Doch es gab noch eine weitere Hürde zu überwinden. Die Großmutter Nellys, die 23 Jahre alte Stuvite, hatte sich zu Beginn deutlich aggressiv ihrer Enkelin gegenüber verhalten. Doch es war wichtig, dass Justa und Nelly in die Elefantenherde integriert werden konnten. Glücklicherweise war das Band zwischen Mutter und Tochter nun so stark geworden, dass es nach und nach gelang die Herde und Nelly aneinander zu gewöhnen. Bei unserem Besuch lebten die beiden noch in einem abgetrennten Gehege, aber durch die Absperrung wurde schon eifrig gerüsselt.

Afrikanischer Elefant Nelly im Howletts Wild Animal Park

An dem Tag als Nelly genau sechs Wochen alt war, konnte man in Howletts stolz verkünden, dass Nellys Geschichte ein Happy End bekommen hatte. Sie war ein neues Mitglied der Herde geworden, das so gut akzeptiert wurde, als ob sie schon immer dazu gehört hätte. Für den Besitzer des Zoos Damian Aspinall ein besonderer Tag. Es freute ihn besonders, dass er am 10. Todestag seines Vaters, John Aspinall, eine so gute Nachricht verkünden konnte.

Afrikanische Elefanten Justa und Nelly im Howletts Wild Animal Park

Während ich verzückt dem Spiel von Nelly mit ihrer Mutter zusah, hatte mein Mann für unser leibliches Wohl gesorgt und für uns Hotdogs und etwas zu Trinken besorgt. Frisch gestärkt spazierten wir weiter durch ein Waldstück an Gehegen mit Affen und kleineren Raubkatzen. Einige der Gehege der Tiere liegen ein ganzes Stück abseits des Weges und sind für die Zoobesucher nur schlecht einzusehen. Manche der Tiere fühlen sich so wohler und deren Wohl hat in Howletts einen hohen Stellenwert. Aber es gibt genug Tiere, die man aus der Nähe beobachten und fotografieren kann. In dem bewaldeten Teil war es allerdings recht dunkel und es war schwierig durch Gitter halbwegs scharfe Bilder von kletternden Affen und flinken Raubkatzen zu machen. So konnten wir nur einen kurzen Blick auf die Asiatische Wildkatze werfen, bevor sie wieder im Gestrüpp ihres Geheges verschwand. In manchen Gehegen hatten sich die Affen zum Schlafen irgendwo oben auf einer Plattform zurück gezogen, während unten graue Eichhörnchen nachschauten, ob es etwas zu Futtern für sie gab.

Graues Eichhörnchen im Howletts Wild Animal Park
Mittlerweile waren wir am Restaurant des Zoos angekommen und weil ein Hot Dog bei einem Zoobesuch an der frischen Luft nicht lange vorhält, nutzten wir die Gelegenheit und gönnten uns einen gehaltvolleren Imbiss. Wir setzten uns an einen Tisch unter einem der alten Kastanienbäume, stärkten uns mit leckeren Sandwichs und einer richtig guten Möhren-Koriander Suppe und schauten, während wir uns zum Nachtisch eine Tasse Kaffee gönnten, der Zookatze bei ihren Inspektionsrundgang rund um das Zoorestaurant zu – eine Siamkatze mit leuchtend blauen Augen, die einen großen Bogen um Tische machte, an denen Kinder saßen, und die restlichen Zoobesucher mit einem leicht arroganten Gesichtsausdruck begutachtete. Es kam mir ein wenig so vor, als ob wir alle in ihr Reich eingedrungen waren und sie darüber nachdachte, ob wir ihrer würdig seien.

Siamkatze des Howletts Wild Animal Park

Hinter dem Zoorestaurant liegt die Anlage der Eurasischen Luchse. Ihre Anlage ist wie die anderen Raubkatzenanlagen in Howletts von einem Maschendrahtzaun umgeben, der mit Rosen bewachsen ist. Leider konnten wir keinen der drei Tiere, die hier leben, entdecken, was bei der recht großen Anlage mit vielen Möglichkeiten sich zu verstecken, auch kein Wunder ist. Schließlich war es mittlerweile Mittagszeit und da schlafen Raubkatzen ganz gerne an einem ruhigen Platz. Bei unserem letzten Besuch 2008 hatten wir mehr Glück gehabt und einen Luchs auch fotografieren können.

Eurasischer Luchs im Howletts Wild Animal Park

Ein kleines Stückchen weiter gab es dann zwei lustige Gesellen, die ich zum ersten Mal in meinem Leben gesehen habe – zwei Honigdachse. Die beiden heißen Winnie und Tyson. Winnie lag in der Sonne, richtete sich auf, als wir bei ihr ankamen, schaute uns an und entschied, dass wir uninteressant waren – keine Tierpfleger, also war von uns nichts zu fressen zu erwarten. Winnie ist schon 25 Jahre alt und weiß gutes Essen zu schätzen. Manchmal bekommen die beiden eine Honigwabe von den Zoo eigenen Bienen und dann beweist Winnie stets, wie die Tiere zu ihrem Namen gekommen sind. Sie verschlingt ihre Portion gerade zu und für Tyson bleibt nichts übrig.

Honigdachs Tyson im Howletts Wild Animal Park

Ihr langjähriger Partner Boris ist im vorigen Jahr gestorben und nun teilt der erst 4 Jahre alte Tyson ihr Gehege, der aus dem Zoo Edinburgh stammt. Der war bei unserem Besuch recht aktiv. Er streifte durch die mit Gras und niedrigen Pflanzen bewachsene Anlage und stupste ab und zu Winnie im Vorbeigehen an, um sie zum Spielen zu animieren. Aber der alten Dame war es nicht nach Aktivität. Das natürliche Verbreitungsgebiet der Honigdachse ist recht groß, es erstreckt sich über weite Teile Afrikas und Asiens. Eigentlich sind sie dämmerungs- und nachtaktiv, bei kühlerer Witterung und in abgeschiedenen Gebieten kann man sie aber auch tagsüber beobachten. Die beiden Exemplare in Howletts fühlen sich also sehr sicher in ihrer Anlage, sonst hätten wir sie kaum zu Gesicht bekommen. Vor Tysons Einzug in die Anlage zu Winnie, wurde die „Wohnung“ der Honigdachse renoviert. Da Tyson einen Ruf als Ausbruchskünstler mitbrachte, war es nötig die Anlage „Bokito-Proof“ zu machen, um eine Flucht zu verhindern. Es wurde ein Liebesnest für die Tiere aus Betonrohren gebaut, die von der Firma Milton Precast, dem größten Hersteller von Betonfertigteilen für die Entwässerung, gespendet worden waren. Es gibt vier unterirdische Gänge, die zu zwei Höhlen führen, die den Tieren als Unterschlupf dienen.

(Für diejenigen, die den Ausdruck nicht kennen, das Wort „Bokito-Proof “ war 2008 in den Niederlanden das „Wort des Jahres“. Es entstand nachdem die Gorillainsel des Zoos Rotterdam, von der Silberrücken Bokito ausgebrochen war, so umgebaut worden war, dass selbst Bokito keinen Fluchtweg mehr finden konnte.)

Honigdachs Winnie im Howletts Wild Animal Park

Honigdachse sind übrigens anders als ihr Name suggeriert nicht mit den Dachsen verwandt, sondern bilden eine eigene Unterfamilie der Familie der Marder. Sie haben den Ruf unerschrockene Jäger zu sein, die keinen anderen Feind als den Menschen zu fürchten haben. Sie haben eine dicke Haut, die selbst vor den Zähnen von Raubkatzen oder Giftschlangen oder von Stachelschweinstacheln sicher ist. In der Süddeutschen Zeitung gibt es einen lesenswerten Bericht über die „Zuckersüßen Killer“ mit einem netten Video, das den Tag eines Honigdachses verfolgt.

Honigdachs Tyson im Howletts Wild Animal Park
Nun waren wir auf dem Weg zum Küchengarten des Herrenhauses Howletts und damit zu den Gorillas. Im Howletts leben die größten Gorillafamilien außerhalb Afrikas. Es gibt fünf Zuchtgruppen mit zusammen über 50 Gorillas. Die Gorillas in Howletts leben in Gehegen, die großen Käfigen ähneln. Die Zoobesucher müssen durch dicke, grün gestrichene Gitter ins Innere schauen. Drinnen sieht man jede Menge Spielzeug, eine Rutschbahn, viele, viele Klettermöglichkeiten – Metallgerüste, Seile und Taue – und Hängematten und Plattformen. Der Boden ist mit Stroh bedeckt, das die Menschenaffen nutzen, um sich Schlafnester zu bauen und mit dem die zahlreichen Jungtiere spielen. Der Anblick der Anlagen ist ungewöhnlich, sieht man doch in den meisten modernen Zoos heute Anlagen, die der Natur nachempfunden sind, mit Grasboden, Bäumen und Pflanzen. Trotzdem bekommt man, wenn man den Gorillas in Howletts zuschaut den Eindruck, dass es den Tieren hier in Kent besonders gut geht. Ich habe in keinem anderen Zoo so intensiv das Sozialverhalten von Gorillas beobachten können, nirgendwo sonst waren die Menschenaffen so aktiv.

Gorilla Anlage im Howletts Wild Animal Park Gorilla Anlage im Howletts Wild Animal Park

Gorilla Anlage im Howletts Wild Animal ParkGorilla Anlage im Howletts Wild Animal Park

Peter Litchfield, der Zoologische Direktor erklärte in einem Interview, warum diese käfigartigen Gehege den natürlichen Lebensraum der Gorillas besser nachahmen, als manche naturnahe Anlage. Die vielen Metallgerüste, die die Gehege in verschiedene „Zimmer“ einteilen, bilden zusammen mit den Tauen einen „Wald“ für die Gorillas, in dem sie klettern können. In den meisten naturnahen Anlagen müssen die Pflanzen und Bäume vor den Gorillas mit Elektrozäunen geschützt werden. Die Gorillas sitzen meist am Boden und finden auch dort ihr Futter. Die Gestaltung dieser Anlagen ist in erster Linie für den Zoobesucher gedacht, der so das Gefühl hat, die Affen in ihrem natürlichen Lebensraum zu beobachten. In Howletts werden die Gorillas unregelmäßig über den Tag verteilt vom Dach der Gehege aus gefüttert. Die Gorillas klettern in ihren „Bäumen“ nach oben, um sich ihr Futter zu holen, ein Teil fällt auf den Boden und muss später dort im Stroh gesucht werden, das den Boden des Regenwaldes besser als ein Grasboden nachahmt. Dass das die Gorillas selbst auch so sehen, kann man gut im Schwesterzoo von Howletts Port Lympne beobachten. Dort steht den Tieren neben einem Haus, das ähnlich aufgebaut ist wie die Gehege in Howletts, auch eine Außenanlage zur Verfügung, die die Tiere aber meist nur nutzen, wenn sie durch Futter nach draußen gelockt werden. Ist es eingesammelt, verziehen sie sich sofort wieder in die Innengehege.
Für Zoobesucher wie mich, die auch in den Zoo gehen, um Fotos zu machen, sind die dicken Gitter natürlich ein ziemliches Problem. Es entstehen keine wirklich schönen Bilder, dabei möchte man doch so gerne das traute Familienleben festhalten.

Gorilla im Howletts Wild Animal Park

Im Küchengarten sind drei Gorilla Gruppen untergebracht. Die Anlagen der beiden anderen Gruppen liegen am anderen Ende des Zoos in der Nähe des Eingangs. In der ältesten und kleinsten Anlage lebt das älteste Gorillaweibchen Mouilla mit ihrer Familie. Sie wurde 1960 in der Wildnis in Kamerun geboren und lebt seit dem 1. November 1961 in Howletts. Sie hat neun Jungtiere zur Welt gebracht und davon sieben erfolgreich aufgezogen. Ihr ältester Sohn Koundu, der von Lady Sarah Aspinall mit der Hand aufgezogen wurde, lebt nun im Tampas Bush Gardens in Florida und hat selbst vier Nachkommen. Die restlichen fünf noch lebenden Kinder Mouillas leben in anderen Zoos in Frankreich, Polen und England. Seit der Silberrücken Bitam 2006 an Herzversagen gestorben ist, ist sie der Boss ihrer Gruppe, zu der die anderen Seniorinnen der Gorillas von Howletts: Baby Doll (49 Jahre), Juju (48 Jahre) und Founa (39 Jahre) gehören, sowie die handaufgezogene Imbi (10 Jahre) und Sha Sha (9 Jahre) und den neunjährigen Bitono . Zu ihrem Geburtstag gab es für die ganze Gruppe Geschenkkartons, die mit Stroh gefüllt waren, in dem Leckerbissen für die Menschenaffen versteckt waren. Die jüngeren Mitglieder der Gruppe schnappten sich gleich zwei oder mehrere Kartons, während das Geburtstagskind zuschaute, wie die anderen ihre Party genossen, obwohl sie als dominantes Weibchen, wenn sie gewollt hätte, leicht einen der Kartons hätte nehmen können.
Bei unserem Besuch ging es in ihrer Gruppe recht ruhig zu. Die Mitglieder hatten sich in den verschiedenen „Zimmern“ der Anlage ein gemütliches Nest aus dem Stroh gebaut und ruhten sich aus.

Gorilla Kouillou im Howletts Wild Animal Park

Gegenüber war da schon mehr los. Hier lebt Kouillous Gruppe. Der eindrucksvolle Silberrücken wurde 1983 in der Wildnis im Kongo geboren. Er kam am 19. Juni 1987 nach Kent. Seine Familie besteht aus 12 Mitgliedern, wozu die erwachsenen Weibchen Tamba (24 Jahre), Matibi (22 Jahre), Jubi (20 Jahre), Mambi (20 Jahre) und Emba (19 Jahre) gehören, sowie deren Nachwuchs der sechsjährige Baloo und die neunjährige Otana – ihre Mutter ist Tamba – der fünfjährige Imbizo und die dreijährige Boula – ihre Mutter ist Mambi. Mambis drittes Kind ist der am 8. Februar 2010 geborene Mumbou, das jüngste Mitglied der Gorilla Familie. Mambi passte gut auf ihren Sohn aus, er ritt auf ihrem Rücken oder sie hielt ihn im Arm und hielt die anderen Jungtiere der Gruppe davon ab, ihm zu nahe zu kommen. Die Jungtiere kletterten in der Anlage herum und suchten im Stroh nach einem Leckerbissen, während die restlichen erwachsenen Familienmitglieder im hinteren Bereich der Anlage sich ausruhten. Kouillou schaute einmal am Gitter nach, ob es irgendetwas Interessantes zu sehen gab und setzte sich dann mit dem Rücken zu den Zoobesuchern am Gitter hin. Wir schauten eine ganze Zeit Mambi mit ihrem Baby zu. Dabei fiel mir auf, wie ruhig sich die Zoobesucher in der Nähe der Gorilla Anlagen verhalten. Schildern bei Gehegen bitten die Zoobesucher darum, um die Gorillas nicht zu stören, und hier in Howletts hilft diese Bitte tatsächlich.

Gorilla Mumbou im Howletts Wild Animal Park

In der dritten Anlage im ehemaligen Küchengarten lebt die Familie Djanghous. Er ist der jüngste Silberrücken der Gorillas von Howletts. Djanghou wurde am 3. Dezember 1993 in Howletts geboren. Seine Mutter Sangha lebte damals in der Gruppe des Silberrückens Kouillou und man dachte natürlich, dass er auch sein Vater sei. Später stellte sich aber durch einen Gentest heraus, dass sein Vater Djala war, der damals elf Jahre war. Mit fünf Jahren kam Djanghou in eine Junggesellen Gruppe nach Port Lympne, wo er bis zum 4. September 2003 lebte, bis er in Howletts der Chef einer Gruppe wurde, die mittlerweile aus zehn Menschenaffen besteht. Djanghous Harem besteht aus sechs erwachsenen Weibchen: Boma (14 Jahre), Kwimba (13 Jahre), Sanki (12 Jahre), Kimba II (12 Jahre), Tamidol (12 Jahre) und Kidiki (11 Jahre). Dazu kommen seine drei Kindern Masindi (4 Jahre, ihre Mutter ist Kimba II), Kisane (4 Jahre, seine Mutter ist Sanki) und Nkoumou, dem Nesthäckchen der Gruppe. Das männliche Jungtier wurde am 8. April 2009 von Boma geboren. Zu der Gruppe gehört auch noch Kimba IIs Sohn Affy, der am 16. August 2009 geboren wurde. Er ist allerdings der Sohn von Kijo.

Gorilla Djanghou im Howletts Wild Animal Park

Auch Kwimba und Kidiki haben schon Kinder von Djanghou zur Welt gebracht, konnten sie aber nicht selbst aufziehen. So mussten die am 23. November 2006 geborene Kouki und sein Halbbruder Oudiki, der am 17. Juli 2006 zur Welt kam,mit der Hand aufgezogen werden. Wir haben sie bei einem Besuch im Juni 2008 in Howletts sehen können, als sie von ihrer Tierpflegerin durch den Zoo getragen wurden. Sie hatte meine volle Bewunderung, denn sie spazierte mit den zwei Gorillajungtieren auf den Armen und dem Rücken durch den Zoo. Derjenige der auf dem Rücken saß, pinkelte einfach ihren Rücken herunter, aber sie ließ sich weder davon, noch von den neugierigen Blicken der Zoobesucher beirren und setzte ihren Weg zielstrebig zu einem Gebäude hinter der älteren Gorillaanlage im Küchengarten fort.

Gorillas Kouki und Oudiki im Howletts Wild Animal Park

Die beiden leben seit August 2008 in einem geschützten Gebiet in Gabun, wo die Aspinall Foundation, eine Stiftung John Aspinalls, der die beiden Zoos in Kent gehören, sich für den Schutz des Lebensraumes der Gorillas einsetzt. Seit 1987 arbeitet die Aspinall Foundation mit den staatlichen Behörden in der Republik Kongo, seit 1998 mit den Behörden im benachbarten Gabun zusammen, um auf dem Batéké Plateau ein nahezu 400.000 ha großes Ökosystem zu erhalten. Ziel ist es unter anderem in diesem Gebiet, in dem früher Gorillas lebten, wieder eine stabile Population von Westlichen Flachlandgorillas zu etablieren. Dazu wurden in zwei Projekten im Kongo und in Gabun zwischen 1996 und 2006 51 Gorillas in die Freiheit in geschützte Gebiete entlassen. Die meisten waren in der Wildnis geborene und von Wildern gefangene Gorillawaisen, die Behörden beschlagnahmt hatten. Sie wurden Schritt für Schritt wieder an die Freiheit gewöhnt. Aber auch sieben Gorillas, die in Gefangenschaft geboren wurden und mit der Hand aufgezogen werden mussten.

Gorilla im Howletts Wild Animal Park

Kouki und Oudiki flogen zusammen mit der damals erst 5 Monate alten Tiya, eine weitere Handaufzucht aus dem Zoo in Port Lympne, begleitet von Damian Aspinall nach Gabun und wurden vom Flughafen mit einem Hubschrauber zu dem Schutzgebiet im Batéké Nationalpark gebracht. Die Tiere wurden dort langsam an die für sie fremde Umgebung gewöhnt. Jeden Tag werden mit ihnen Spaziergänge in den Dschungel unternommen. Die drei sollen zusammen mit weiteren Gorillas eine neue Gruppe bilden. Mittlerweile haben sie Gesellschaft von Lekoko bekommen, einer beschlagnahmten Gorillawaisen, die eine lange Quarantänezeit durchmachen musste, da sie eine schlimme Hautkrankheit hatte, die behandelt werden musste.

Gorilla im Howletts Wild Animal Park

Die Auswilderungsprojekte der Aspinall Stiftung sind bisher sehr erfolgreich. Im Lesio-Louna Reserve im Kongobecken wurde 2010 bereits das zehnte Jungtiergeboren. Seine heute zehnjährige Mutter kam in das Rehabilitation Zentrum als sie drei Jahre war. Ihre Familie war Wilderern zum Opfer gefallen, die das Fleisch der Menschenaffen als Bushmeat verkaufen. Die Wilderer fangen die Jungtiere ein und verkaufen sie als Haustiere. Das junge Gorillaweibchen wurde zusammen mit einem etwa gleichaltrigen Weibchen beschlagnahmt und zum Rehabilitationszentrum gebracht, wo man sie Matoko und Likendzé taufte. Likendzé ist bereits im vergangenen Jahr Mutter geworden. Sie gehören zu einer Gorillagruppe, die 2003 in das Reservat ausgewildert wurde. Die Gruppe wird von dem Silberrücken Makoua geleitet, der 2004 zu dem Vater des ersten Gorillas der Welt wurde, der in einer wieder in die Natur eingegliederten Gorillagruppe geboren wurde.

Gorilla im Howletts Wild Animal Park

Ein anderer Gorilla des Projektes hat Anfang des Jahres Schlagzeilen gemacht. Kwibi wurde am 3. November 1998 in Howletts geboren. Er musste mit der Hand aufgezogen werden und entwickelte in dieser Zeit auch eine enge Beziehung zu dem heutigen Besitzer der Zoos, John Aspinalls Sohn Damian. Als er fünf Jahre alt war, wurde er nach Gabun gebracht und ihm wurde beigebracht in der Wildnis frei zu leben. Fünf Jahre später kam es zu einem Treffen zwischen Damian Aspinall und Kwibi, der nun ein fast erwachsener Gorillamann war. Kein ungefährlicher Augenblick, denn es war keineswegs sicher, dass sich Kwibi an seinen alten „Freund“ erinnern würde. Es wurde ein anrührendes Treffen, mit einem freundlichen Kontakt zwischen Mensch und Menschenaffe. Dabei entstand ein Video, das bei YouTube Anfang des Jahres innerhalb von drei Wochen über 400.000 Mal angeklickt wurde. Für Damian Aspinall war es einer der erstaunlichsten und bewegendsten Momente seines Lebens. „Kwibis Wiedereinführung in die Wildnis war so erfolgreich, dass er, als er das letzte Mal Kontakt mit einem Menschen hatte, einem Jäger, er sehr aggressiv reagiert hatte. Aber als er mich sah, erkannte er mich. Er begrüßte mich wie einen lange verlorenen Bruder. Schließlich führte er mich zu seiner Frau und Kinder. Es war so rührend.“
Leider hat Kwibis Geschichte kein wirkliches Happyend. Seit einiger Zeit ist er nicht mehr bei seiner Familie gesehen worden, man befürchtet, dass er tot ist.

Schwarzer Haubenlangur im Howletts Wild Animal Park
Wir blieben eine ganze Zeit bei den Gorillas im Küchengarten, auch wenn man kaum ein vorzeigbares Foto dort machen konnte. Doch es gab ja noch mehr zu sehen, so rissen wir uns schließlich los und setzten unseren Zoorundgang fort. Im Vergleich zu anderen Zoos leben in Howletts nur wenige Tiere, nur etwas mehr als 350 Tiere aus rund 40 Arten – fast ausschließlich Säugetiere – leben auf rund 36 ha. Aber von fast allen Tieren gibt es große Gruppen. So gibt es oft mehrere Anlagen für eine Tierart. So kamen wir auf unserem Weg durch den Tierpark gleich ein paar Mal an Anlagen mit Schwarzen Haubenlanguren vorbei. Ich schaue diesen schlanken Primaten mit ihren langen Schwänzen und den hübschen Gesichtern besonders gerne zu. Sie haben nicht wie ihr Name vermuten lässt alle ein schwarzes Fell, es gibt auch Exemplare mit orangebraunem Fell. Die Jungtiere sind zunächst alle orangebraun, erst wenn sie älter werden bekommt das Fell seine endgültige Farbe.

Schwarzer Haubenlangur im Howletts Wild Animal ParkSchwarzer Haubenlangur im Howletts Wild Animal Park

Schwarze Haubenlangur im Howletts Wild Animal ParkSchwarze Haubenlangur im Howletts Wild Animal Park

In anderen Gehegen leben Silbergibbons, die uns neugierig durch die Gitterstäbe beobachteten und zierliche Java-Languren. Die Heimat all dieser Affen ist die Insel Java. Sie leben in verschiedenen „Etagen“ des Regenwaldes und kommen sich so bei der Futtersuche nicht ins Gehege.

Java-Langur im Howletts Wild Animal ParkSilbergibbon im Howletts Wild Animal Park

Silbergibbons im Howletts Wild Animal ParkJava-Langur im Howletts Wild Animal Park

Mitten im Zoo liegt das Herrenhaus umgeben von alten Bäumen und hier findet man auch die letzte Ruhestätte des Zoogründers John Aspinall. Er ist mitten unter seinen geliebten wilden Tieren begraben, zu denen er wohl eine engere Beziehung hatte, wie zu manchen Menschen. Ein kleines Denkmal zeigt eine Kugel getragen von einem Elefanten, gekrönt von einem Gorilla, auf der Kugel stehen die Namen seiner Freunde, darunter die vieler Tiere.

Denkmal am Grab John Aspinalls im Howletts Wild Animal Park

Auf großen Weiden mit einzelnen schattenspendenden Bäumen leben Wisente, Große Kudus, Hirschziegenantilope, Nilgaus, Axishirsche, und Schweinshirsche. Die Antilopen und Hirsche, die sich ein Gehege teilten, hatten sich in den hinteren Teil ihrer Anlage zurückgezogen, so dass wir sie nur aus einer recht großen Entfernung beobachten konnten. Auf der Anlage der Timberwölfe ließ sich nur ein – recht müdes – Tier sehen. Und auf der Südamerikawiese gab es nur ein einziges Capybara, die restlichen Exemplare und die Pudus glänzten durch Abwesenheit.

Nilgau Antilope im Howletts Wild Animal Park

Die Manuls hatten auch wenig Lust sich fotografieren zu lassen. Dabei gibt es auch von ihnen mehrere Exemplare im Tierpark Howletts. Eines der Tiere ließ sich wenigstens kurz sehen. Die verschiedenen Gehege sind alle mit vielen Sträuchern und Bäumen gestaltet und bieten den Katzen Kletter- und Rückzugsmöglichkeiten. Leider versteckte sich die Fischkatze, die sich bei unserem letzten Besuch vor zwei Jahren so geduldig hatte ablichten lassen, in einem Unterstand.

Fischkatze im Howletts Wild Animal ParkManul im Howletts Wild Animal Park

Wir gingen weiter zu den beiden Gorilla Gehegen in der Nähe des Eingangs. Auch hier fehlte in einer der beiden Anlagen der Silberrücken. Kijo, der Silberrücken dieser Gruppe, starb am 20. Dezember 2008 an einem Herzanfall. Es wird wohl noch einige Zeit dauern, bis diese Gruppe einen neuen Boss bekommt, denn der jüngste Sohn Kijos ist noch sehr jung. Sein Leben wäre in Gefahr, wenn ein neuer Silberrücken in die Gruppe käme. So leben Mushie (41 Jahre) mit ihren beiden Söhnen Bitono (9 Jahre) und Popa (6 Jahre), Shumba (30 Jahre) mit ihrer Tochter Lou Lou (6 Jahre) und ihrem Sohn Joshi (3 Jahre), Juma (29 Jahre) und Dihi (26 Jahre) mit ihrem Sohn Kiju, der nach dem Tod seines Vaters am 7. Juli 2009 geboren wurde, also bei unserem Besuch noch kein Jahr alt war, erst einmal ohne männliches Oberhaupt.

Gorilla Kiju im Howletts Wild Animal Park

Der Chef der anderen Gruppe ist der Silberrücken Kifu, der am 25. März 1987 geboren wurde. Er ist ein Sohn von Kijo und Founa. Zu seiner Gruppe gehört die 38jährige Sidonie, ein Gorillaweibchen mit einer traurigen Geschichte. Sidonie kam mit 4 Jahren nach Howletts, sie hatte vorher einem Franzosen gehört, der in Nordfrankreich einen kleinen Zoo besaß. Sie wurde von ihm allein und eher wie ein Haustier gehalten. Er hatte durch einen Film „Les Tigres de Howletts“ von dem Tierpark und seinen Gorillas erfahren. Er beging Selbstmord und legte in seinem Testament fest, dass Sidonie in die Gruppe in Howletts integriert werden sollte. Sie hatte bisher noch nie andere Gorillas gesehen und war auch falsch ernährt worden, was dazu führte, dass sie ihr ganzes Leben viele gesundheitliche Probleme hat. Sie hat eine schlimme Arthritis in ihren Händen und braucht Medikamente. Es brauchte einige Zeit, um sie an andere Gorillas zu gewöhnen. Doch nun kommt sie ganz gut mit Tebe (30 Jahre), deren Söhnen Kebu (10 Jahre) und Ebeki (7 Jahre), Sangha (25 Jahre) und deren Sohn Kangu (11 Jahre), Tambabi (24 Jahre), deren Töchter Kifta (10 Jahre) und Moanda (7 Jahre), Bamilla (23 Jahre) und deren Sohn Fubu (7 Jahre) aus. Außerdem gehören noch zu der Gruppe der achtjährige Kouyou und seine vier Jahre alte Schwester Oundi. Als Oundi gerade ein Jahr alt war starb ihre Mutter Sounda an einer bakteriellen Infektion. Ihr älterer Bruder Kouyou kümmert sich seitdem besonders liebevoll um sie. Sangha hat die Verantwortung für die Waise übernommen und manchmal sieht es so aus, als ob Sangha Oundis Mutter ist. Mittlerweile ist Oundi ziemlich unabhängig und bekommt auch keine Milch mehr von den Tierpflegern.

Gorilla Joshi im Howletts Wild Animal Park

Wir standen ziemlich lange vor dem Gitter und beobachteten Kiju und Joshi, die miteinander spielten. Ab und zu mischte sich eine der Mütter ein. Dihu hinderte ihren Sohn daran allzu hoch an einem Gerüst hochzuklettern, Shumba kuschelte mit Joshi und musste sich einer recht stürmischen Annäherung von Kiju erwehren. Ich hätte noch lange zuschauen können, aber wir waren nun schon ziemlich lange im Wild Animal Park von Howletts und wir wollten an diesem schönen Sonntag wenigstens noch einmal kurz am Meer spazieren gehen. Also verabschiedete ich mich schweren Herzens von den Gorillas. Wir schauten auf dem Weg zurück zum Ausgang noch einmal kurz den Geladas und Guerzas zu, deren Anlagen am Weg lagen. Wir werden bestimmt wieder hier vorbeischauen, wenn wir zum nächsten Mal in Südengland sind und nachschauen, wie es den Gorillas, Tigern, Elefanten und all den anderen Tieren des Zoos in Kent geht. Schließlich sind wir gespannt, wann Kiju einen Stiefvater bekommt.

Dscheladas im Howletts Wild Animal Park

John Aspinall hat in Howletts sich sein Tierparadies geschaffen. Er ist zeitlebends besser mit seinen Tieren ausgekommen als mit den Menschen. Sein Buch „Unsere besten Freunde“ schließt mit seinem Glaubensbekenntnis, in dem er ausdrücklich Pflanzen und Tieren ein Recht auf Leben zuspricht. Für ihn war die Wildnis der größte Schatz der Erde, in deren Schuld die Menschen stehen. Es sei nun Zeit etwas von dem zurückzuzahlen, was die Menschen der Wildnis genommen haben. Es endet mit dem Satz: „Die Natur braucht jeden Freund.“

Die Informationen stammen von
der Homepage des Howletts Wild Animal Park
John Aspinalls Buch: Unsere besten Freunde, Econ Verlag, 1978
aus der Wikipedia über die Rothunde und die die Honigdachse
mehr Informationen zu den Rothunden: beim MDR und auf ZOONOOZ
Ein schönes Video von Rothunden, denen ein Königstiger die Beute stielt
dem Elefanten-Fotolexikon und der Seite elephant.se

Mehr Bilder von dem Howletts Wild Animal Park:
von Nelly und ihrer Mutter,
von den Nashörnern,
von den Sumatra Tigern Amir und Indah,
von den Gorillas und
und den restlichen Tieren
Und wer immer noch nicht genug hat:
aus dem Jahr 2008
von den „bunten“ Haubenlanguren und anderen Affen von Java und
aus dem Jahr 2006

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