Zoo de la Flèche

Der rote Hügel eines Naturforschers

Der Zoo de la Flèche war eine Überraschung. Wir hatten uns vor unserem Besuch im Internet informiert und schon einige Bilder aus dem Zoo gesehen, doch keinen so schönen Zoobesuch erwartet. Es ist der älteste private Zoo in Frankreich, 1946 gegründet und es gibt noch einige alte Gehege, die renoviert werden müssen. Aber der größte Teil des Zoos ist neu gestaltet und besteht aus neuen, großen modernen Tieranlagen, die ihren Bewohnern ein Zuhause bieten, das ihrem natürlichen Lebensraum ähnelt. Besonders gefreut haben wir uns über die großzügige, schöne Eisbärenanlage und die Anlagen der Wölfe und Braunbären sowie die Elefantenanlage.

Ente im Zoo de La Flèche

Schon am Eingang wurde bei uns das Gefühl geweckt, dass wir dabei waren einen Ausflug in eine exotische Welt zu machen. Bambus schmückte das kleine Empfangsgebäude aus hellem Holz und gleich dahinter wurden wir von farbenprächtigen Aras, die auf einer Insel leben, empfangen, im Gras posten Enten für unsere Kameras. Über eine Holzbrücke gelangten wir zu einem Fenster, das uns Einblick in die üppig bepflanzte Voliere der Riesentukane gewährte, die seit 2004 in La Flèche leben.

Riesentukan im Zoo de La Flèche

Kaum etwas erinnert im heutigen Zoo an die Zeit, als der Zoo entstand. Jacques Bouillault, der Gründer des Zoos, wurde 1924 in La Flèche geboren. Schon als Kind beobachtete er mit großem Interesse Tiere; sein Großvater, den er den Vogel-Großvater nannte, brachte ihm bei, Eidechsen, Kröten und vor allem Vögel zu beobachten. In der Schule war Jacques berüchtigt dafür, dass er stets Tiere dabei hatte, die auch schon einmal den Unterricht störten: Grillen, Heuschrecken, eine Gottesanbeterin im Pult, eine Kröte, die in der Bibliothek auftauchte, und eine Fledermaus mitten während des Unterrichts. Der Junge widmete seine ganze Freizeit Naturbeobachtungen und lernte so die heimische Tierwelt kennen. Eine Leidenschaft, die er sein ganzes Leben nicht verlor. Als er nach dem Krieg, wie die meisten Menschen eine Arbeit brauchte um seinen Lebensunterhalt zu verdienen, wurde er Tierpräparator, seine Auftraggeber waren hauptsächlich Jäger. Er lebte mit seiner Frau in einem kleinen Haus im Wald auf einem abgelegenen, sieben Hektar großen Grundstück, das man wegen des dort vorhandenen roten Sandes „Tertre Rouge“ nannte, den roten Hügel.

Hyazinth-Aras im Zoo de La Flèche

Wie bereits in seiner Kindheit begann er sich mit lebenden Tieren zu umgeben: ein Bussard – er hieß Butéo – Schleiereulen, Dachse, Jäger brachten ihm einen Fuchs. Bouillault baute Volieren, Käfige und Gehege für seine Tiere mit einfachem Werkzeug, ohne Maschinen. Er lebte mit seinen Tieren und für seine Tiere und schaffte es, dass auch die Tiere untereinander ungewöhnliche Freundschaften schlossen. Der Fuchs hatte sich mit einer Henne angefreundet, der Bussard lebte zusammen mit einer Ringeltaube. Er selbst erzählte aus dieser Zeit:
„Und bald verbreitete sich das Gerücht, dass es in der Region, in Tertre Rouge, nicht weit von La Flèche ein Original gebe, der ein Experiment in der Einsamkeit durchführe: mitten unter wilden Tieren zu leben und sich gut mit ihnen zu verstehen. Die Leute begannen vorbeizukommen und mich zu sehen.“

Weiße Löwen Jabu und Nikita  im Zoo de La Flèche

Heute prägen moderne Tieranlagen, die mit einheimischen und exotischen Pflanzen, Baumstämmen und Felsbrocken gestaltete sind das Erscheinungsbild des Zoos. Eigentlich hatten wir ja vor, zügig zu der Eisbärenanlage zu gehen, aber immer wieder wurden wir aufgehalten. Nicht weit vom Eingang liegt das Gehege der weißen Löwen, das Ende 2008 teilweise neu gestaltet und vergrößert wurde. Die Dromedare mussten dafür in eine andere Anlage umziehen. Hier leben nun Nikita und Jabu, die im April 2008 im Zoo ankamen, ein Löwenpaar, das von einer Aufzuchtfarm in Südafrika importiert wurde, um für mehr genetische Vielfalt in Population der weißen Löwen in europäischen Zoos zu sorgen. Sie waren damals etwas mehr als ein Jahr alt. Wie bei einigen anderen Gehegen auch, ist ein Teil der Anlage der Löwen mit Absperrung mit waagerechten Holzplanken begrenzt, die den Zuschauern nur Einblick durch Glasfenster bieten.

Weißer Löwe Jabu im Zoo de La Flèche

Es gab schon immer Geschichten und Legenden von weißen Löwen in Afrika, aber erst 1975 wurde der erste weiße Löwe in dem Wildgehege Timbavati in Südafrika von einem Menschen tatsächlich gesehen. Ein junger amerikanische Wildhüter, Chris McBride, beobachtete damals mit seinem Fernrohr ein Rudel Löwen mit Jungtieren. Aufgeregt stellte er fest, dass zwei der Jungtiere schneeweiß waren. Er dachte zunächst, es seien Albinos. Doch dann hätten sie rote Augen gehabt. Die Augen der Löwenbabys waren aber strahlend blau.

Weiße Löwin Nikita im Zoo de La Flèche

Die Ursache der Fellfarbe, die durch ein rezessives Gen vererbt wird, ist eine seltene Mutation, man nennt sie Leukismus. Da weiße Löwen für potenzielle Beutetiere leichter zu sehen und auch selbst ein leichtes Opfer z. B. für Hyänen sind, haben solche Tiere es schwerer, in der Natur zu überleben. So landeten die beiden weißen Löwen, die McBride monatelang bebachtet und sie Temba und Tombi genannt hatte, schließlich im Zoo von Pretoria, weil sie in der freien Wildbahn verhungert wären. Seit 1992 werden sie systematisch gezüchtet, heute soll es etwa 70 Tiere in zoologischen Einrichtungen auf der Welt geben. Sie sind nicht immer so weiß, wie die beiden besonders schönen, jungen Tiere des Zoos La Flèche. Jabu und Nikita schliefen friedlich im Schatten von Bäumen mitten in ihrem schönen Gehege und würdigten uns leider keines Blickes.

Grünflügelara im Zoo de La Flèche

Die erste Löwin, Sultane, damals sechs Monate alt, zog 1957 auf den roten Hügel. Da war aus den bescheidenen Anfängen schon ein richtiger Zoo mit einer Fläche von zwei Hektar geworden. 1946 hatte der rege Zuspruch, den seine kleine Menagerie einheimischer Tiere fand, Jacques Bouillault veranlasst, seine Tiersammlung öffentlich bekannt zu machen und die Besucher um einen freiwilligen Obolus von 20 Centimes zu bitten. Er ließ Eintrittskarten drucken, legte sie auf einem Tisch neben einem Kasten für das Geld und wartete auf die Besucher. Es war die Geburtsstunde des „Parc Zoologique de Terte Rouge“, obwohl niemand ihn zu diesem Zeitpunkt einen Zoo nannte. Es war gar nicht das Ziel von Jacques Bouillault einen Zoo zu gründen. Er hatte mit der Forderung des Eintrittsgeldes zwei Ziele verfolgt: vor allem hoffte er so die Anzahl der Besucher zu limitieren, um unerwünschte Störungen bei seiner Arbeit als Tierpräparator zu vermeiden, aber auf der anderen Seite sollten die Einnahmen auch helfen, die ständig wachsende finanzielle Belastung, die seine bescheidene Tiersammlung für ihn und seine junge Frau darstellte, zu meistern. Da aber das Gelände nicht abgesperrt war und die Besucher von überall her aus dem Wald kamen, kamen sie nicht zwangsläufig an Jacques Kassentisch vorbei, nur die wenigstens bezahlten. Ein finanzieller Erfolg blieb also zunächst aus. Aber Jacques hatte auch alles andere als einen wirtschaftlichen Erfolg im Sinn. Es ging ihm vielmehr darum, mit den Tieren zusammenzuleben, sie zu beobachten und mehr über sie zu erfahren. Und er entdeckte, dass er ein pädagogisches Talent hatte. Immer mehr Schüler aus La Flèche und der ganzen Region kamen zu ihm, denen er die einheimische Tierwelt erklärte.

Schimpanse im Zoo de La Flèche

Nicht weit entfernt von dem Gehege der Löwen schauten wir den vier Schimpansen des Zoos eine ganze Zeit zu. Die Gruppe besteht aus einem männlichen und drei weiblichen Tieren, die noch eines der älteren Gehege bewohnen, das darauf wartet umgestaltet zu werden, eine von einem Wassergraben umgebene Insel mit Klettergerüsten für die Affen.

Schimpanse im Zoo de La Flèche

Die ersten Schimpansen des Zoos, Dialo und Negrita, spielten eine besondere Rolle für den Zoo, denn sie waren 1956 die Hauptdarsteller eines Kurzfilmes, „Escapade“ (der Ausflug). Die beiden durften in dem Film durch „Tertre Rouge“ spazieren und entdeckten dabei die anderen Tiere des „Zoologischen Dorfes“, wie Bouillault seinen Zoo nannte. Das Renommee von Tertre Rouge war mit der Zeit immer mehr gewachsen. Es gab zu Beginn der 1950ger Jahre in Frankreich nur die Zoos in Paris (Ménagerie du Jardin de Plantes, Zoo de Vincennes), in Mulhouse, Lyon und Marseille und einen privaten Park mit seltenen Vögeln in Clères in der Normandie, also war hier in der Nähe von la Flèche etwas ganz Neues entstanden. Neue exotische Tiere kamen hinzu. Soldaten, die aus Indochina zurückkamen, brachten Bouillault einen Makaken, einen Schweinsaffen und eine Python, nachdem sie erkannt hatten, dass die Tiere nicht zuhause halten konnten. Auf dem Dachboden seines Hauses im Wald entstand das Innengehege der Affen, die durch ein Rohrsystem in ihren Außenkäfig am Fuß des Hauses gelangten. Die Python, die in einem Seesack eines Soldaten ankam, bezog ein neues Terrarium in der Küche des Hauses.
1950 wurde die Tiersammlung offiziell zum Parc Zoologique de Tertre Rouge. Der Zufahrtsweg wurde geteert, das Gebiet eingezäumt. Ungefähr 50 Tiere lebten rund um das Haus im Wald. Der Affe freundete sich mit dem Murmeltier an. Es entstanden neue Volieren für die Tukane, die im Badezimmer überwinterten und bei schönem Wetter wurden die Terrarien mit den Vipern, Nattern und der Python nach draußen gebracht. Dachse, Ginsterkatzen und Wildschweine tobten durch ihre Gehege, während die Enten und Möwen frei auf dem Hof lebten. Ein verletztes junges Reh, das ein Wanderer vorbeigebracht hatte, erholte sich, wuchs und wurde ein eindrucksvoller Rehbock. Im Norden der Lichtung lagen die Volieren der Raubvögel, zweifellos die zahlreichsten und wertvollsten Bewohner des kleinen Zoos: Bussarde, Habichte, Falken, ein Wespenbussard, Uhus, Eulen und zwei Adler.

Schimpanse im Zoo de La Flèche

Heute leben die Eulen in einer Scheune mit vielen Strohballen in der Nähe der Schimpansenanlage. Leider war es darin zu dunkel um zu fotografieren, mir hat aber die Unterbringung der Waldkäuze, die hier leben, besonders gut gefallen. Am Vivarium des Zoos, das im Jahr 1971 eröffnet wurde und auch darauf wartet erneuert zu werden, gingen wir vorbei, machten aber an der Tigeranlage wieder halt, weil ein Schild uns darüber informierte, dass hier ein Tiger aus Stuttgart eingezogen war, den wir vor einem Jahr noch in der Wilhelma gesehen hatten.

Mantelaffe im Zoo de La Flèche

Seine weißen Tiger hat der Zoo 2009 durch normal gefärbte Sumatra Tiger ersetzt, die nun in der 2005 errichteten „Tiger Taiga“ leben. Das Männchen Jalur, das am 3. April 2007 in Stuttgart geboren wurde, lebt seit dem 21. Januar 2009 in La Flèche. Seine Geschwister Pertama und Bagus leben jetzt in Barcelona in Spanien und in Eskiltuna in Schweden. Seine Partnerin war gerade erst aus der Réserve Africaine de Thoiry, die in der Nähe von Paris liegt, angekommen. So konnten wir leider nur die leere Anlage anschauen, weil sich die Tiere hinter den Kulissen aneinander gewöhnen sollten.

Mantelaffe im Zoo de La Flèche Mantelaffe im Zoo de La Flèche Mantelaffe im Zoo de La Flèche

Auf der anderen Seite des Weges lebt eine Familie Mantelaffen, oder Guerezas. Die hatten ein Jungtier und das konnte und durfte das Gehege der Familie verlassen. Der kleine Affe schaute sich mit uns zusammen die Tigeranlage an, kletterte auf dem Schild herum, dass die Zoobesucher informierte, dass er nicht ausgebüxt war, sondern quasi mit Erlaubnis frei durch den Zoo streifte, untersuchte die von den Bäumen heruntergefallenen Esskastanien, ob sie als Futter geeignet waren – sie schienen ihm allerdings nicht essbar zu sein – und schließlich setzte er sich für kurze Zeit neben mich auf eine Bank und schaute mich neugierig an. Lange hatte er allerdings keine Zeit dazu, denn es gab ja noch soviel für ihn zu entdecken. Seine Eltern beobachteten ihren Nachwuchs aus ihrem Gehege, sie wirkten nicht sehr besorgt. Ich denke, sie wussten genau, dass ihr Sprössling am Ende wieder zu ihnen zurück kommen würde.

Mantelaffe im Zoo de La Flèche

Auf dem Weg zu den Eisbären ging es vorbei an der Giraffenanlage, auf der fünf Kordofan-Giraffen leben – sie soll in den kommenden Jahren neugestaltet werden – und durch ein recht dunkles Tierhaus, in dem Fenneks unter einer roten Wärmelampe schliefen, nebenan, auch in einem Haus, hatte eine Gruppe Erdmännchen ihr Zuhause und auf der „Argentinischen Pampa“ des Zoos konnten wir vier lateinamerikanische Tierarten – Alpakas, Capybaras, Nandus und Flachlandtapire beobachten.

Fennek im Zoo de La Flèche Giraffe im Zoo de La Flèche

Flachlandtapir im Zoo de La Flèche Kurzkrallenotter im Zoo de La Flèche

Wir gingen jetzt zügig weiter, vorbei am großen Zoorestaurant und der 1997 eröffneten „Marine World“, dem großen Wasserbecken, in dem die Kalifornischen Seelöwen und eine Gruppe Humboldt Pinguine leben. Außerdem gibt es hier eine Anlage mit Kurzkrallenottern, in die wir zuerst nur einem kurzen Blick hineinwarfen, die aber später am Tag noch eine Überraschung für uns bereit hielt. Wir wollten jetzt endlich zu den Eisbären.

Eisbärenanlage im Zoo de La Flèche

Die Eisbärenanlage „Wild Artic“ in La Flèche wurde 1999 eröffnet. Sie hat insgesamt eine Größe von 3.200 qm. Dazu gehört ein großes Bassin mit einer Oberfläche von 700 qm, das bis zu 3 m tief ist und insgesamt 800.000 Liter Wasser enthält. Als Zoobesucher kann man in dieses Becken durch eine Glaswand, die 40 m lang ist, hineinschauen. Sonst ist das Gehege außen durch eine Holzpalisade begrenzt, deren grobe Holzbalken an Eisenbahnschwellen erinnern. In dieser Holzpalisade sind an verschiedenen Stellen große Holzfenster eingelassen, die den Zoobesuchern großzügig Einblicke in das Gehege bieten. Die Eisbären haben aber auch die Möglichkeit, sich den Blicken zu entziehen. Die Anlage ist sehr abwechslungsreich gestaltet mit unterschiedlich Böden, Kiesbuchten, felsigen Abschnitten und einem Teil mit einem Wald aus Nadelbäumen.

Eisbärenanlage im Zoo de La Flèche Eisbärenanlage im Zoo de La Flèche

Eisbärenanlage im Zoo de La Flèche Eisbärenanlage im Zoo de La Flèche

Wir schauten zuerst durch die lange Glaswand am Wasserbecken und konnten keinen Eisbären erblicken. Zu diesem Zeitpunkt erwarteten wir auch nur einen Eisbären zu sehen, weil in La Flèche nach unseren Unterlagen auch nur ein Eisbär leben sollte. Wir wanderten um die Anlage herum und schauten durch verschiedene Fenster, bis wir schließlich auf Nanouk, den männlichen Eisbären stießen, der sich genau vor einer der großen Scheiben seinen Schlafplatz gesucht hatte.

Eisbär Nanock im Zoo de La Flèche

Er hob den Kopf, schaute uns müde an und schlief dann weiter. Wir nahmen das als Zeichen erst einmal eine Pause im Zoo Restaurant „La Bananeraie“ einzulegen. Nach einer Portion Pommes Frites und einer Tasse Kaffee waren wir bereit zu neuen Abenteuern. Wir schauten bei Nanouk vorbei, der hatte sich aber keinen Zentimeter bewegt und es sah auch nicht so aus, als ob er die Absicht hatte, das in der nächsten Zeit zu tun. Also beschlossen wir zuerst einmal unseren Zoorundgang fortzusetzen. Wir hofften, dass Nanouk bei der nächsten Fütterung, die in knapp einer Stunde auf dem Plan stand, aufwachen und ein bisschen aktiver sein würde.

Eisbär Nanock im Zoo de La Flèche

In der Nähe der Eisbärenanlage liegt das Gehege der vier Polarwölfe des Zoos. Leider konnten wir keinen der Bewohner der schönen Anlage entdecken. Sie bietet in einem Teil mit Nadelbäumen, den Tieren viele Rückzugsmöglichkeiten, die von den Tieren auch genutzt wurden. Da ging es auf der Minifarm des Zoos mit Schweinen, Zwergziegen und Zwergeseln und hübschen Zebus schon lebhafter zu.

Zwergziege im Zoo de La Flèche

Im Frühjahr 2009 wurde die neue Anlage „Congo River“ eingeweiht, die auf 2000 m² auf einem mit Gras bewachsenen Hang, der mit Sträuchern und einigen hohen Bäumen bepflanzt ist. Auf dieser Anlage leben verschiedene Tierarten aus Äquatorialafrika zusammen, die noch in keinem anderen Zoo mit einander vergesellschaftet wurden. Deshalb hat man hier von jeder Tierart überwiegend Gruppen eines Geschlechtes gebildet, um zuerst das Zusammenleben der verschiedenen Arten beobachten zu können, bevor man damit beginnt auch züchten. Zwei weibliche Zwergflusspferde aus dem Gaia Park in Kerkrade (Niederlanden) und dem Zoo de Doué-la-Fontaine sollten sich ursprünglich ihre Anlage mit zwei jungen, männlichen Bongos aus den Zoos von Chester und Belfast und einem Paar Pinselohrschweinen, die aus dem Gaiapark und dem Zoo von Dublin stammen. Außerdem bewohnt noch eine Gruppe Geierperlhühner die Anlage. Leider funktionierte das Zusammenleben zwischen den Antilopen und den Pinselohrschweinen nicht besonders gut, so dass sie nun täglich anwechselnd auf der Anlage gezeigt werden. Weitere Vogelarten wie Afrikanische Zwergenten und Kronenkraniche sollen bald hinzukommen.

Zwergflusspferde im Zoo Parc de Beauval

Der Gründer des Zoos Jacques Bouillault unternahm vom Sommer 1962 viele Reisen nach Afrika und später auf andere Kontinente, um die Tiere, die in seinem Zoo lebten auch in ihrem natürlichen Lebensraum beobachten zu können. In Afrika gaben ihm die Massai den Namen „Simba“, was auf Suaheli „Löwe“ bedeutet. Er arbeitete dort als Buschführer und drehte Dokumentarfilme über die Tierwelt Afrikas.

Zwergzebus im Zoo de La Flèche

Zuhause in La Flèche wuchs die Fläche des Zoos und die Zahl der Tiere, die hier lebten, im Laufe der Jahre. Jacques Bouillault hatte selbst nicht erwartet, dass aus seiner kleinen Tiersammlung einmal ein richtiger Zoo werden würde. 1971 schrieb er in seinem Buch „Mes Amis du Tertre Rouge“: „Ich habe mir damals nicht vorgestellt, was heute daraus geworden ist, ein Park von mehreren Hektar, der eine Zahl von 600 Tieren aus vielen verschiedenen Arten beherbergt, über 20 Menschen fest beschäftigt und mehr als 200.000 Besucher jedes Jahr willkommen heißt. Ich habe dieses Unternehmen langsam nach vorne gebracht, es war schwierig, nur angetrieben durch meinen eigenen Willen, ohne jede Unterstützung, oft verpönt, beurteilt mit Ironie und meist wenig ernst genommen.“ Heute leben auf rund 14 ha hier über 1200 Tiere aus rund 150 Arten und mehr 300.000 Besucher kommen jedes Jahr in den Zoo.

Chapman-Zebra im Zoo de La Flèche

Nicht weit entfernt von der neuen Anlage liegt das Gehege, die sich Watussi Rinder, eine Chapman-Zebra Mutter mit ihrem Jungtier (das männliche Tier war vor kurzem gestorben) und die beiden Dromedare des Zoos teilen.

Watussirinder im Zoo de La Flèche

Die Nasenbären hatten es sich auf einem Baumstamm und dem Dach ihres Geheges bequem gemacht und schliefen in der Sonne auf einer Astgabel. Einer riskierte zwar einmal einen Blick, wer da am Gehege stand, ordnete uns aber zu den uninteressanten Zoobesuchern ein und schief sofort wieder ein.

Südamerikanische Nasenbär  im Zoo Parc de Beauval

Auch bei den Braunbären war Siesta angesagt. Seit 2003 bewohnen die Bären das „Yukon Valley“, eine wunderschöne Anlage an einem Hang mit vielen Nadelbäumen, Geröll, verschiedenen Wasserbecken und Baumstämmen. Einer der drei Bären schlief vor einem der Fenster, die an verschiedenen Stellen von allen Seiten Einblick in die Anlage ermöglicht, deren Begrenzung genauso gestaltet ist wie bei der Eisbärenanlage. Am Fuß des Hanges gibt es von einer recht großen Plattform die Möglichkeit die gesamte Anlage zu überblicken, doch diese ist so abwechslungsreich gestaltet, dass die Tiere sich gut vor den Blicken der Zuschauer verstecken können. Wir konnten zwar im hinteren Teil einen weiteren Bären beim Klettern über Bäume und Felsen beobachten, aber es gab keine Chance ihn zu fotografieren. Drei ältere, weibliche Tiere – zwei europäische Braunbären, die schon lange im Zoo von La Flèche leben, und eine Kamtschatka Bärin, die zusammen mit einer weiteren Bärin aus dem Zoo Antwerpen nach hierhin gekommen war – teilen sich ihr Reich. Die zweite Kamtschatka Bärin aus Antwerpen ist mittlerweile gestorben.

Südamerikanische Nasenbären  im Zoo Parc de Beauval

Es wurde langsam Zeit zurück zu der Eisbärenanlage zu gehen, denn bald sollte es die kommentierte Fütterung geben. Solche Fütterungen gibt es nicht nur bei den Eisbären, sondern auch bei den Elefanten, Zwergflusspferden, Pinguinen und Reptilien. Dabei erfährt man auch einiges über die Biologie und das Verhalten der Tiere. Das ist seid der Gründung ein besonders Anliegen des Zoos. Für Bouillault war nie der wirtschaftliche Erfolg seines Zoos und das Renommee, das er durch seine Bücher und Filme gewonnen hatte, wichtig. Für ihn lag der Erfolg seines Unternehmens darin, dass es ihm gelungen war– wie er selbst mit kindlicher Begeisterung in seinem Buch „Les Amis de Tertre Rouge“ schrieb – dass Tertre Rouge: „mehr geworden war als ein Zoo, was ich nicht einmal gewagt hatte, in meinem unvernünftigsten, jugendlichen Träume mir zu wünschen, ein Ort, wo Mensch und Tier und einigen Tierarten miteinander in Harmonie leben, manchmal in Freundschaft.“ Schlüssel zu diesem Erfolg war sein Bestreben möglichst viel über die Tiere zu erfahren, die in seinem Zoo lebten. Jedes Tierart hat ihre eigenen Bedürfnisse, jedes einzelne Tier seine eigene Persönlichkeit, die man kennen und beachten muss, damit es im Zoo artgerecht und zufrieden leben kann. Deshalb nahm er jedes Tier persönlich in Empfang und brachte es selbst in sein Gehege hinein. So wurde er für die Tiere eines der Elemente ihres neuen Territoriums. Das Wildtier, das das neue Gehege in Besitz nimmt, schafft sich ein neues Universum und integriert darin den Menschen, der so zu seinem Beschützer und Nahrungslieferanten werden kann. So konnte er mit jedem Tier – auch den potentiell gefährlichen wie Löwen und Tiger – in direkten Kontakt treten.

Eichhörnchen im Zoo de La Flèche

Das besondere an einem Besuch in seinem Zoo, waren die von ihm persönlich durchgeführten Zooführungen, bei denen er etwas über die Tiere, ihre Bedürfnisse und ihr natürliches Verhalten erzählte und auch die Käfige und Gehege betrat. So kamen die Besucher nicht nur in seinen Zoo, um Tiere zu sehen, sondern auch um den Naturforscher kennenzulernen.

Im Zoo de La Flèche

Während der Eisbärenfütterung kamen die Informationen über die Eisbären von einem Band, während ein Tierpfleger von einer Leiter Futter – kleine Fische und Fleischstücke – über die Scheibe warf, die Nanouk einsammelte, während er an der Glaswand entlang schwamm und so den Zoobesuchern die Möglichkeit bot, ein Foto mit Mensch – meistens ein Kind – im Vordergrund und Bär im Hintergrund zu machen. Man kann die Fütterung auch von den Sitzen einer Zuschauertribüne beobachten. Ich „ärgerte“ mich still von einem der Sitze aus über die spiegelnde Scheibe und die anderen Zoobesucher, die mir immer wieder ins Bild liefen, während ich versuchte, ein Foto ohne Menschen oder dem Spiegelbild eines Menschen von dem Eisbären zu machen.

Nanouk im Zoo La Flèche

Nanouk hatte Spaß an der Fütterung und schwamm auch nachher noch eine ganze Zeit an der Scheibe entlang und durch das große Becken, aber er hatte ja auch lange genug geschlafen. Wir konnten nach der Fütterung dem Tierpfleger einige Fragen stellen. Er hatte wohl gehofft, dass niemand etwas von ihm wissen wollte, denn er war mit seinem Eimer schon auf dem „Rückzug“, beantwortete dann aber freundlich meine Fragen. So erfuhren wir dann auch, dass neben Nanouk in La Flèche auch Katinka lebt, die sich aber bei unserem Besuch Ende September schon in die Winterruhe zurückgezogen hatte. Nachdem wir einmal den Anfang mit den Fragen gemacht hatten, wollten auf einmal auch andere Zoobesucher einiges wissen und der Tierpfleger stellte seinen Eimer wieder auf den Boden und sich der Neugierde der Zoobesucher.

Eisbär Nanouk im Zoo de La Flèche Eisbär Nanouk im Zoo de La Flèche

Eisbär Nanouk im Zoo de La Flèche Eisbär Nanouk im Zoo de La Flèche

Bei dieser Gelegenheit lernten wir einen jungen Zooliebhaber aus dem Elsass kennen, der einige der Zoos, die wir in Frankreich besucht hatten, auch kannte. In Mulhouse hatte er schon einmal ein Praktikum gemacht. Da er hervorragend Deutsch sprach, konnten wir unsere Erkenntnisse austauschen und einander Tipps geben, welchen Zoo in Frankreich und Deutschland man sich unbedingt anschauen sollte. Er hat auch eine Internetseite und berichtet dort auch von seinem Besuch in La Flèche und anderen Zoos.

Eisbär Nanouk im Zoo de La Flèche

Während mein Mann sich weiter unterhielt, folgte ich Nanouk, der sich dazu entschlossen hatte, einmal rund um sein Gehege zu wandern. Ich war ganz schön außer Atem, als wir beide wieder an der Glaswand ankamen. Nanouk sprang in einem eleganten Bogen ins Wasser, ich musste mich zuerst einmal erholen, schließlich war mein Weg länger gewesen als seiner.

Eisbär Nanouk im Zoo de La Flèche

Nanouk wurde am 28. November 1984 in Münster geboren. Er wurde dort Manjo getauft. Sein Vater hieß Pankow, seine Mutter Disko, beide waren Wildfänge. Am 19. Juni 1986 zog er in die Schweiz nach Zürich und von dort zusammen mit Malka, einem Wildfang, die seit dem 17. September1986 in Zürich lebte, am 26. März 1999 nach La Flèche. In Zürich gab man die Haltung der Eisbären 1999 auf, da die Eisbärenanlage keine artgemäße Haltung möglich machte und ein Umbau für den Zoo zu viel Geld gekostet hätte.

Eisbär Nanouk im Zoo de La Flèche Eisbär Nanouk im Zoo de La Flèche Eisbär Nanouk im Zoo de La Flèche

In Münster hatte man sich übrigens schon ein Jahr früher dazu entschlossen, keine Eisbären mehr zu zeigen, am 26. Mai 1998 verließ Teddy, die nun in Peaugres lebt, als letzte Eisbärin die immerhin 1645 qm große Anlage in Münster, auf der 1997 auch einmal für ein paar Monate Knuts Vater Lars zu sehen war.

Eisbär Nanouk im Zoo de La Flèche

Malka starb am 15. Dezember 2004. Aber nur fünf Monate später bekam Nanouk eine neue Partnerin. An 12. Mai 2005 kam Katinka nach La Flèche. Sie wurde am 23. Dezember 1990 in Rotterdam geboren, lebte von 1992 bis 2003 in Paris und dann für zwei Jahre in Amsterdam. Nanouk und Katinka hatten bisher noch keinen Nachwuchs. Die beiden haben, nachdem sie auf einigen Anlagen gelebt haben, die ihren Bewohnern kein besonders artgerechtes Gehege geboten haben, nun das Glück auf einer der schönsten Eisbärenanlagen Europas zu leben, ganz bestimmt der besten Anlage in Frankreich.

Foto: Taylor Dundee, http://www.flickr.com/photos/thepatersonsphotos/3906925602/, im Hintergrund sieht man Katinka

Nachdem es mir nach einigen Fehlversuchen endlich gelungen war, eine Tatze von Nanouk halbwegs scharf auf ein Bild zu bannen. Trennten wir uns von dem weißen „Riesen“, der immer noch zufrieden im Wasser spielte und schauten uns den Rest des Zoos an.

Eisbär Nanouk im Zoo de La Flèche

Als im Laufe der 1970ger Jahre immer mehr Zoos in Frankreich gegründet wurden und damit Konkurrenz entstand, wurde das mangelnde administrative Talent Bouillaults ihm zum Verhängnis. Die Zahl der Zoobesucher nahm in den 1980er Jahren ab, der Zoo kam in finanzielle Schwierigkeiten. Im Juni 1988 blieb ihm wehen Herzens nichts anderes übrig, als seinen Zoo an Raymond Da Cunha zu verkaufen. Seitdem heißt der Park „Zoo de La Flèche“. In den ersten Jahren arbeitete Jacques Bouillaults noch als bezahlter Angestellter im Zoo, führte seine Führungen durch und kümmerte sich um die Gehegegestaltung. Doch es kam immer wieder zu Konflikten, weil er es nicht ertragen konnte, wenn Tiere, die er hatte aufwachsen sehen, seine Tiere, den Zoo verlassen mussten. Seine Streifenhyänen mussten gehen, alle seine Möwen, die dem Naturforscher besonders viel bedeuteten, wurden in einen anderen Zoo gebracht, sogar die Greifvögel, die einst zu dem Ruf des Zoos beigetragen hatten, wurden auf Zoos in ganz Europa verteilt. Schließlich beendete er 1992 seine Arbeit im Zoo. Nach seinem Tod am 14. April 2009 titelten die Zeitungen in Frankreich „Le père du zoo de la Flèche est décédé.“ (Der Vater des Zoo de La Flèche ist gestorben.)
Seit 1997 kümmert sich der Sohn Raymond Da Cunhas, Stéphane Da Cunha, als Zoodirektor um die Geschicke des Zoos, seitdem sind die meisten Gehege renoviert worden. Seit 1989 ist der Zoo de La Flèche Mitglied der EAZA, heute ist er an 31 EEP Programmen beteiligt.

Kurzkrallenotterjungtier im Zoo Parc de Beauval

Als wir zum zweiten Mal an der Anlage der Zwergotter vorbeikamen, schauten wir etwas genauer nach, was denn da in der Anlage der Fischotter so ablief und entdeckten zu unserer großen Freude, dass sie winzige, ganz hell gefärbte Jungtiere hatten. Ein etwas dunkleres grau gefärbtes Jungtier, trank gerade bei seiner Mutter, die anderen schliefen in der Nähe. Die Fotos sind nicht wirklich gut gelungen, aber ich will sie euch trotzdem nicht vorenthalten, weil man ja nicht so oft in die Kinderstube von Kurzkrallenotter hineinschauen kann.

Kurzkrallenotterjungtiere im Zoo Parc de Beauval Kurzkrallenotterjungtiere im Zoo Parc de Beauval

Wir unternahmen – ohne Erfolg – einen zweiten Versuch bei den Wölfen und den Braunbären einen der Bewohner zu fotografieren und auch die Nasenbären hatten ihre Siesta noch nicht beendet. Die Klammeraffenfamilie hockte ganz oben auf ihrem Ausguck ihrer Insel, wo man sie auch nicht wirklich gut fotografieren konnte, aber es machte trotzdem Spaß ihnen zuzuschauen.

Braunkopfklammeraffe im Zoo de La Flèche

Mehr Glück hatten wir dann am Gehege der Fischkatzen, die seit 2002 ein sehr schönes Gehege bewohnen, in das man durch eine große Scheibe Einblick bekommt. Es ist ähnelt dem natürlichen Lebensraum der kleinen Raubkatzen im Urwald Südasiens mit vielen Pflanzen und einem kleinen Wasserlauf.

Fischkatze im Zoo de La Flèche

Die Katzen, die sogar häufig schwimmen, leben in der Natur immer in unmittelbarer Nähe von langsam fließenden Flüssen, Seen oder Sümpfen. Sie fischen nicht nur ihre Beute vom Ufer aus, sondern erbeuten auch Fische tauchend und schwimmend.

Fischkatze im Zoo de La Flèche Fischkatze im Zoo de La Flèche

Fischkatze im Zoo de La Flèche Fischkatze im Zoo de La Flèche

Ich musste mich zwar flach auf den Boden vor die Scheibe legen, um die eleganten Tiere fotografieren zu können, aber so war ich auch Auge in Auge mit den Katzen und konnte aus unmittelbarer Nähe einer der Raubkatzen bei der Körperpflege zuschauen. Es ging recht munter in der Anlage zu, denn der 2006 geborene Nachwuchs lebt noch in La Flèche. So konnten wir gleich fünf Fischkatzen zuschauen, die mit einander spielten, sich putzten und durch die Anlage spazierten.

Servale im Zoo de La Flèche

Aktuellen Nachwuchs gab es bei den Servalen. Hier konnten wir zuschauen wie sich die Mutterkatze um die drei Jungtiere kümmerte, die im Jahr 2009 geboren wurden.

Serval im Zoo de La Flèche

Mein Mann drängte, dass es langsam Zeit wurde den Zoo zu verlassen. Doch wir konnten nicht gehen, ohne bei den Afrikanischen Elefanten vorbeizuschauen. Die Anlage wurde im Jahr 2007 vergrößert, sie liegt in einem lichten Kiefernwald mit Sandboden und einem Wasserbecken. In La Flèche leben zwei junge Elefantenbullen, die am 29. März 2007 angekommen sind. Sie wurden beide in Israel im Zoo von Ramat Gan geboren. Der ältere Pembé am 3. Mai 2001, sein Halbbruder Akili kam am 18. Januar 2002 zur Welt.

Afrikanische Elefanten Pembé und Akili im Zoo de La Flèche

Der Zoo von la Flèche ist der erste Zoo in Frankreich, in dem ein „Crèche des Éléphanteaux“, eine „Elefantenkrippe“ eingerichtet wurde. Junge männliche Elefanten sind schwer in Zoos unterzubringen, da in den meisten zoologischen Gärten nur ein oder ausnahmsweise zwei männliche Elefanten gehalten werden können, da es sonst zwischen den Elefantenbullen zu Machtkämpfen kommen würde. In der Natur werden die Jungbullen, wenn sie mit acht Jahren die Pubertät erreichen, von den älteren Kühen vertrieben. Meist finden sich Männchen zu eigenen Junggesellenverbänden zusammen, nur während der Musth sind sie als Einzelgänger unterwegs. Also entspricht die Haltung von Bullengruppen in Zoos dem natürlichen Verhalten der Tiere. Mit Pembé und Akili wird ein spezielles Training durchgeführt, damit sie, wenn mit etwa 20 Jahren vollständig erwachsen sind, besser geführt werden können. Sie werden dann den Zoo verlassen und hoffentlich in einem anderen Zoo in einer Zuchtgruppe leben können.

Afrikanischer Elefant im Zoo de La Flèche

Wir blieben eine ganze Zeit an der Anlage stehen und schauten den beiden zu, wie sie sich genüsslich mit einem Schlauch abduschen ließen, Gras aus einem hoch gehängten Korb naschten und spielerisch mit einander kämpfen. Offenbar haben sie ein gutes Leben im Zoo von la Flèche. Wir waren jetzt auch wieder am Eingang angekommen. Also verabschiedeten wir uns schweren Herzens von dem Zoo. Wir müssen ihn bald wieder besuchen, denn wir haben einige Tiere nicht gesehen, aber es war nun wirklich Zeit unsere Reise nach Westen wieder dem Meer entgegen fortzusetzen.

Afrikanische Elefanten Pembé und Akili im Zoo de La Flèche

 

Die Informationen habe ich hier gefunden:

http://www.zoo-la-fleche.com/
http://www.zoonaute.net/lafleche-news.html
http://www.geo.de/GEOlino/natur/tiere/663.html
http://www.schwarzwaelder-bote.de/inhalt.wilhelma-tiger-jalur-wird-franzose.7031e6e5-64a0-4c86-88cd-b163db32c6e4.html
http://zoospassion.com/zoos_europe/zoos_france/lafleche/lafleche.html#6
http://www.leszoosdanslemonde.com/leszoosdanslemonde/europe/france/fleche/fleche_2002.htm

http://zoodelafleche.oldiblog.com/

http://de.wikipedia.org/wiki/Fischkatze
http://de.wikipedia.org/wiki/Afrikanischer_Elefant
http://www.lemans.maville.com/actu/actudet_-Le-pere-du-zoo-de-la-Fleche-est-decede-_dep-898649_actu.Htm
Mouton Emmanuel, Jacques Bouillault une vie de naturaliste.

 

Mehr Bilder von den Vögeln, Raubkatzen, Affen, der Eisbärenanlage und dem schlafenden Nanouk,von Nanouk bei der Fütterung , den Rindern, Kamelen und Zebras, der Fischkatze, den Elefanten und den restlichen Tieren des Zoos de La Flèche
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Eine Antwort zu “Zoo de la Flèche

  1. Pingback: Zoo de la Flèche: Oh Happy Day! | Ene Besoch im Zoo

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