CERZA

Der Zoo von Lisieux, CERZA, lädt in seiner Werbung zu „Safaris en Normandie“ ein. Als wir zu Beginn unseres Besuches auf der Terrasse des „Le Baobab“, des Selbstbedienungsrestaurants, standen und auf die Afrikasavanne des Tierparks blickten, mussten wir zugeben, dass dieser Werbespruch durchaus etwas von der Realität wiedergibt. Grasende Zebras, sieben Breitmaulnashörner, die sich auf der großen Fläche verteilt hatten, Giraffen im Vordergrund und Elenantilopen in der Ferne erzeugten schon ein bisschen das Gefühl in Afrika vor einer Lodge zu stehen, wäre da nicht das eher kühle normannische Herbstwetter mit grauen Wolken am Himmel gewesen.

Afrikasavanne im Tierpark CERZA bei Lisieux in der Normandie

CERZA ist ein ungewöhnlicher Name für einen Zoo. Es handelt sich um eine Abkürzung – Centre d‘ Etude et de Reproduction Zoologique Augeron – frei übersetzt bedeutet das: Zoologisches Studien- und Zuchtzentrum im Pays d’Auge. Pays d’Auge heißt die Landschaft in der Basse Normandie, in dem der Zoo bei Lisieux liegt. Gegründet wurde der Tierpark 1986 von zwei zooverrückten Brüdern, Patrick et Thierry Jardin. Am 1. Mai 1986 wurde er eröffnet.  Seit 1996 gehört er der EAZA und der nationalen Organisation der privaten französischen Zoos ANZP (Association Nationale des Parcs et Jardins Zoologiques Privés) an und seit 2003 ist er Mitglied der WAZA.

Der Schutz und die Erhaltung von vom Aussterben bedrohter Tierarten waren von Beginn an ein zentrales Ziel des Zoos. So beteiligt man sich an 25 Erhaltungszuchtprogrammen und an 15 Europäischen Zuchtbüchern. Der Direktor des Zoos Thierry Jardin ist der EEP Koordinator für die Sri-Lanka-Leoparden, der Zoologische Direktor von CERZA, Dr. François Huyghe, koordiniert das Europäische Erhaltungszuchtprogramm für die Java-Bantengs.

Breitmaulnashörner  im Tierpark CERZA bei Lisieux in der Normandie

Der Anfang war nicht einfach, aber im Laufe der Jahre entwickelte sich der Zoo, der eine Fläche von 60 Hektar hat, auf der heute rund 800 Tiere aus 120 Arten leben, so wie es sich die beiden Gründer vorgestellt hatten. Sie schufen große, naturnahe Tieranlagen, bei deren Gestaltung die Bedürfnisse der Tiere im Vordergrund stehen. Im Laufe der Jahre erweiterte sich die Tiersammlung und es gab vor allem bei den Arten, bei denen sich CERZA an den EEP beteiligt, zahlreichem Nachwuchs. Der Erfolg gab ihnen den Mut, einen zweiten Tierpark zu gründen, in dem nur Raubkatzen gezeigt werden. Zunächst war er in Auneau bei einem Schloss im Departement Eure-et-Loir angesiedelt, doch da es dort keine Erweiterungsmöglichkeiten gab, zog er 2006 in den Westen von Paris nach Nesles um. Mittlerweile ist Thierry Jardin alleiniger Direktor von CERZA, während sein Bruder Patrick den Parc des Felins in Nesles leitet.

Löwen im Tierpark CERZA bei Lisieux in der Normandie
Seit 2004 gehört der Tierarzt Dr. François Huyghe als Zoologischer Direktor mit zum Team. Er hat davor in der Réserve Animalier de la Haute-Touche, einem Tierpark der dem Muséum National d’Histoire Naturelle aus Paris gehört, gearbeitet. In CERZA ist er entscheidend an der Entwicklung des Tierparks beteiligt. So führte er ein medizinisches Training, bei den Panzernashörnern ein, das die Zoobesucher an manchen Tagen auch beobachten können. Dank ihm gibt es nun in CERZA auch zahlreiche Vogelarten zu sehen.

Plan des Tierparks CERZA bei Lisieux in der Normandie
Zwei Rundwege führen durch den Zoo, die beide hinter dem Eingangsbereich mit den Restaurants, der Zooboutique und dem Picknickplatz beginnen und enden. Neben dem „Le Baobab“ gibt es ein weiteres Restaurant, das „Le Pagode“, von dem man aus einen Blick auf eine weitere Savanna hat, auf der Asiatische Tiere zu sehen sind. Neben Leier- und Axishirschen, leben hier Panzernashörner und Hirschziegenantilopen. Der rote Rundweg führt ins „Herz Afrikas“ und nimmt etwa eine Stunde Zeit in Anspruch, der gelbe in ein „Wildes Tal“, in dem man Tiere aus allen fünf Kontinenten beobachten kann, hier braucht man 1,5 Stunden für einen Rundgang. Wer sich lieber bequem durch den Zoo fahren lässt, kann mit einem kleinen Safari-Zug, der auf einem abgetrennten eigenen Weg fährt, sich auf seine Zoosafari begeben. Einige der Tiere – wie zum Beispiel die Mähnenwölfe und Sumatratiger – kann man nur bei der Fahrt mit dem Safari-Zug sehen. Für Besucher mit Kindern ist der Besuch des Kinosaals im Zoo ein Highlight. Hier wird ein kurzer 3 D Film gezeigt ( Dauer 9 Minuten) « le Voyage de Noé » – die Reise von Noah.  Er erzählt die Geschichte von Noé, einem kleinen Jungen, der im Zoo die Tiere ärgert. Da bringt ihn der Pelikan Pepe in die Wildnis und dort lernt er das Leben der Tiere in der Wildnis kennen und kehrt am Ende mit einem neuen Verhältnis zur Natur und den Tiere zurück.

Rosapelikan im Tierpark CERZA bei Lisieux in der Normandie

Wir gingen natürlich zu Fuß und machten uns zunächst auf den Weg „Ins Herz Afrikas“. Zu Beginn dieses Rundgangs kommt man zunächst zum 2010 eröffneten Tropenhaus, das eine Fläche von 600 qm und eine Höhe von 7,6 m hat. Im Innern gibt es Mississippi-Alligatoren, Pythons und Leguane zu sehen, hinzukommen einige Amphibien, wie z.B. Axolotl, Schildkröten, Fische  und kleine Säugetiere u. a. Votsotsas (Madagassische Riesenratten).

Mississippi-Alligator im Tierpark CERZA bei Lisieux in der Normandie

Direkt anschließend führt der Weg in das im April 2011 eröffnete neue Tropenhaus, das der australischen Tierwelt und der Papua- Neuguineas gewidmet ist. Hier gibt es vor allem farbenfrohe Allfarbloris zu bewundern. Sie fliegen frei in der Halle herum, hocken auf den Bäumen, die für das exotische Ambiente sorgen, und demonstrieren, dass es ihnen in ihrem neuen Zuhause gefällt und sie sich vermehren wollen. Es gibt jede Menge anzuschauen. In einer abgetrennten Voliere hockte ein weiblicher Papua-Hornvogel, der uns zunächst ein bisschen verwirrte. Die Weibchen sehen ganz anders aus als die männlichen Tiere, die einen orangefarbenen Kopf haben, während der der weiblichen Tiere, bis auf eine weiße Kehle schwarz ist. So dachten wir zunächst, dass die Informationstafel an der Voliere falsch sei. Mittlerweile sind wir schlauer. So ein Zoobesuch bildet eben.

Allfarbloris im Tierpark CERZA bei Lisieux in der Normandie

Papua-Hornvogel im Tierpark CERZA bei Lisieux in der NormandieAllfarblori im Tierpark CERZA bei Lisieux in der Normandie

Unsere besondere Aufmerksamkeit erregte ein Aquarium mit Papua-Weichschildkröten, eine Art die wir bisher noch nie bewusst gesehen hatten, obwohl es sie in einigen Aquarien zu sehen gibt, u. a. in dem des Berliner Zoos und dem der Wilhelma in Stuttgart. Ihr französischer Name ist „Tortue à nez de cochon“, das bedeutet Schweinnasenschildkröte. Der Name beschreibt ziemlich gut, wie die Nasen der Tiere aussehen. Sie kommen in Neuguinea und im Norden von Australien vor allem in größeren Flüssen und im Brackwasser der Flussmündungen vor. Ihre ungewöhnliche Nase weiß sie gut zu gebrauchen. Sie hat einen hoch entwickelten Geruchssinn, der in erster Linie der Nahrungssuche dient. Neben den Schildkröten gibt es noch weitere Aquarien mit bunten Fischen zu sehen.

Papua-Weichschildkröte im Tierpark CERZA bei Lisieux in der Normandie

Nachdem wir uns in den beiden neuen Tropenhäusern umgesehen hatten, landeten wir draußen mitten in der „Mini Ferme“, dem Streichelzoo von CERZA. Hier führt bei dem Rundgang kein Weg vorbei, man muss zwischen um Futter bettelnden Zwergziegen, Schafen, Ponys, jede Menge Federvieh und Minischweinen hindurch. Deren Ferkel machten uns besonders viel Freude. Sie rannten voller Lebensfreude um die Wette über die Wiese, unter den Bäuchen der Ziegen hindurch, scheuchten Hühner, Enten und Gänse auf. Aber eigentlich wollten wir schnell zu den Löwen. Denn auf einer Tafel zu Beginn unseres Rundgangs, auf der die Geburten im Tierpark aufgelistet wurden – immer mit einem Foto von dem neuen Zoobewohner – hatten wir entdeckt dass am 11. Mai 2011 zwei Löwenjungtiere geboren wurden.

Minischwein im Tierpark CERZA bei Lisieux in der NormandieZiege im Tierpark CERZA bei Lisieux in der Normandie

Ziegen im Tierpark CERZA bei Lisieux in der NormandieMinischwein im Tierpark CERZA bei Lisieux in der Normandie

Doch vorher gab es auf der Afrikasavanne, an der der Weg vorbeiführt, noch einiges zu beobachten. Die Breitmaulnashörner sind die größten Bewohner der sechs Hektar großen Anlage. Die ältesten sind Horace und Rosie, die vermutlich im Jahr 1969 in der Wildnis Südafrikas geboren wurden. 1972 wurden sie nach Europa importiert und lebten zunächst im Windsor Safari Park in England, bis dieser 1993 geschlossen wurde. Von dort wurden sie zunächst in den Longleat Animal Park gebracht, der im Süden Englands liegt. Ende April 1995 kamen sie nach CERZA. Dort lebten seit April 1994 Chris, der am 6. November 1992 im Whipsnade Wild Animal Park geboren wurde, und Shimba, die am 25. August 1992 im Edinburgh Zoo zur Welt kam. Man musste sich in CERZA einige Jahre gedulden, bis der erste Nachwuchs bei den Breitmaulnashörnern, das Licht der Welt erblickte. Horace lebte schon lange mit Rosie zusammen und zeigte kein Interesse mehr für sie und Shimba war noch nicht geschlechtsreif.  Im November 1995 war Gilou im Zoo von Lisieux angekommen, er  kam aus dem Parc Zoologique de Paris in Vincennes, wo er am 8. August 1992 geboren wurde, das erste in Frankreich geborene Breitmaulnashorn. Die Konkurrenz von zwei jungen Männchen machte die junge Shimba für Horaz interessant. 1998 konnte man die ersten Paarungen zwischen Horace und Shimba beobachten und am 6. Februar 2000 wurde Kifarou geboren. Gilou wurde im Juni 2000 in den Safaripark Beekse Bergen gebracht. Nachdem Kifarou immer unabhängiger von seiner Mutter Shimba wurde, zeigte Horaz wieder Interesse an ihr, doch leider starb Shimba im März 2001, ein Rückschlag für die Zuchtbemühungen in CERZA.

Breitmaulnashorn im Tierpark CERZA in der Normandie

Im Februar 2003 zog wieder ein neues weibliches Breitmaulnashorn in die Normandie. Gaby, geboren am 19. Oktober 1979 in Edinburgh, wurde aus dem Parc Zoologique de Paris in Vincennes, wo man die Haltung der Breitmaulnashörner einstellte, weil die Anlagen veraltet waren und der Umbau des Zoos geplant wurde, gebracht. Sie hatte seit Ende 1981 in Paris gelebt. Sie ist die Mutter von Gilou, hat also Erfahrung mit der Aufzucht eines Jungtiers und man hoffte nun, dass sie auch in CERZA ein Jungtier zur Welt bringen würde. Im März 2003 transportierte man Kifarou ins Flamingo Land in England. Doch wieder musste man sich gedulden, bis sich der nächste Nachwuchs einstellte und beim nächsten Nachwuchs war keiner der beiden Nashornbullen des Zoos der Vater. 2008 kamen zwei weiter Kühe, Lisha und Sutu aus England nach CERZA. Lisha war bereits trächtig und brachte am 9. Oktober 2008 ein weibliches Jungtier Keyah zur Welt. Die ist mittlerweile natürlich mit drei Jahren schon genauso groß wie ihre Mutter.

Breitmaulnashorn  im Tierpark CERZA bei Lisieux in der Normandie

Fünf männliche Giraffen leisteten bei unserem Besuch den Breitmaulnashörner Gesellschaft. Die Junggesellengruppe besteht aus Tieren unterschiedlicher Unterarten. Wir haben in allen Zoos, die wir auf unserer Rundreise besucht haben in Frankreich nur unterartenreine Giraffen-Zuchtgruppen gesehen oder eingeschlechtliche Gruppen. (Ausnahme ist Maubeuge, aber da sind die beiden Männchen noch nicht geschlechtsreif und die weibliche Rotschildgiraffe ist zu alt, um noch Nachwuchs zu bekommen.) In CERZA leben zwei Westafrikanische Giraffen (oder Nigerianische Giraffen), eine Uganda-Giraffe (oder Rothschildgiraffe) und zwei Hybridgiraffen. Sie standen in zwei Gruppen in einigem Abstand auf der Afrikasavanne und maßen jeweils ihre Kräfte aneinander.

Giraffen im Tierpark CERZA bei Lisieux in der NormandieGiraffen im Tierpark CERZA bei Lisieux in der NormandieGiraffen im Tierpark CERZA bei Lisieux in der Normandie

Wir schauten den eleganten Manövern der Giraffen einige Zeit fasziniert zu. Es gibt verschiedene Einblickmöglichkeiten vom Besucherweg aus und eine Holzplattform etwa in der Mitte der langgestreckten Anlage, von der man aus die ganze Anlage gut überblicken kann. Doch es zog uns zu den Afrikanischen Löwen. Die leben in CERZA in einer sehr großen Anlage, die hauptsächlich in einem Wald liegt. Man kann in sie von einer überdachten Plattform aus hineinsehen, die an einer Ecke der Anlage vor dem Teil der Anlage liegt, der wie eine hügelige Waldlichtung mit Baumstämmen gestaltet ist. Wir konnten einen männlichen Löwen, drei Löwinnen und zwei am 11. Mai geborene Jungtiere – ein weibliches und ein männliches Tier – beobachten. Die beiden Kleinen spielten zunächst hinter einem Baumstamm und einem Grashügel, kamen aber nach einiger Zeit hinaus aufs Gras und eines der Jungtiere spielte mit einer der Löwinnen. So eine Löwenmutter muss ganz schön viel aushalten können. Der Boss des Löwenrudels sorgte dafür, dass man sich auch akustisch ins Herz Afrikas versetzt fühlte und ab und zu antwortete ihm eine seiner Damen.

Afrikanische Löwen im Tierpark CERZA in der NormandieAfrikanische Löwen im Tierpark CERZA in der Normandie

Afrikanischer Löwe im Tierpark CERZA in der Normandie

Afrikanische Löwen im Tierpark CERZA in der NormandieAfrikanische Löwejungtiere im Tierpark CERZA in der Normandie

Der Besucherweg führt vorbei an der Löwenanlage und wir konnten die Tiere durch den Zaun gut beobachten Für ein Löwenrudel ging es in der Anlage recht aktiv zu. Die Löwinnen patrouillierten durch ihren Wald, der Löwenkater beobachtete sie aufmerksam und der Nachwuchs spielte, was man allerdings nicht immer gut beobachten konnte, denn oft verschwanden die Jungtiere hinter Bäumen oder in Kuhlen.

Afrikanischer Löwe im Tierpark CERZA in der Normandie
Auch der Schutz der Tiere in situ – in ihrem natürlichen Lebensraum – ist ein besonderes Anliegen des Zoos. So wurde im Jahr 2000 eine besondere Stiftung gegründet: CERZA Conversation, deren Ziel es ist, den Lebensraum der bedrohten Tiere zu erhalten. Seit der Gründung wurden u. a. Projekte in Kolumbien, Peru, Brasilien, Indien, im Niger, in Madagaskar und in Frankreich unterstützt. 2009 wurden dafür insgesamt 147.000 Euro aufgewendet.

Im Nationalpark Haut Niger in Guinea unterstützte CERZA Conversation 2009 Charlotte Houpline finanziell bei ihrem Studienprojekt. Sie ist verantwortlich für die Studien an großen Raubkatzen – Löwen und Leoparden. Neben der Beobachtung der großen Raubkatzen führt man dort auch einen Umfrage in den Dörfern der Region durch über den Verkauf und Verzehr von Buschfleisch. Die Raubkatzen sind vor allem durch die Zerstörung ihres Lebensraumes bedroht, durch die Abholzung der Wälder um Viehweiden zu schaffen. Das Holz wird dann auf Märkten verkauft. Charlotte Houpline und ihr Team sammeln Daten, die die Auswirkungen der Menschen, die in der Region leben, auf die Tierwelt des Nationalparks beschreiben. Dies ist die Grundlage für den Einsatz von Parkwächtern, die im Auftrag der Regierung Guineas gegen Wilderei und illegalen Handel mit Tieren kämpfen.

Sri-Lanka-Leopard im Tierpark CERZA in der Normandie

Der Rundweg führt um die Ecke, gegenüber von der Löwenanlage findet man dann die Anlage der Leoparden. Die große Anlage, die vollständig im Wald liegt, bewohnen ein schwarzer und ein gefleckter Leopard. Es ist an der Anlage nicht angeben zu welcher Unterart die beiden Tiere gehören. Laut ISIS leben in CERZA ein Sri-Lanka Leopard und ein Hybrid Leopard, beides weibliche Tiere. Sie hatten sich Schlafplätze gesucht und es war in der dicht mit Bäumen bewachsenen Anlage gar nicht so leicht sie zu entdecken und fotografieren.

Schwarzer Leopard  im Tierpark CERZA in der Normandie

Dass das nicht nur uns so erging, beweist ein Vorfall aus dem Juli des Jahres 2007. Damals wurde die Polizei alarmiert, als man bei Schließung des Parks feststellte, dass ein schwarzer Panther fehlte. Man befürchtete, dass der Leopard aus seinem Gehege entkommen sei. Weder die Zoomitarbeiter noch die herbeigeeilten 30 Gendarmen konnten eine Spur von dem Tier entdecken. Doch es blieb ein Rätsel, denn es gab auch kein Loch im vier Meter hohen, elektrisch gesicherten Zaun, durch das die Raubkatze hätte entkommen können. Die anderen Tiere des Zoos hatten keine besondere Aufregung gezeigt, auch sie schienen keinen Leoparden zu bemerken, der frei durch den Tierpark lief. Ein Suchtrupp wurde aufgestellt, der den 60 Hektar großen Park und die Umgebung systematisch durchsuchte, und ein Hubschrauber organisiert, der bei der Suche half, aber das Tier, das seit fünf Jahren zusammen mit einer Artgenossin die Anlage bewohnte,  konnte nicht gefunden werden und man entdeckte auch keine Spuren, wo es entlang gelaufen sein konnte. Unverrichteter Dinge mit einem unguten Gefühl musste die Polizei wieder abziehen und die Zoomitarbeiter machten sich Sorgen, was mit ihrem Schützling geschehen war. Am nächsten Tag konnte aber Entwarnung gegeben werden. Man hatte die Raubkatze gefunden. In ihrem Gehege! Die 50 Kilogramm schwere Leopardin hatte auf einem hohen Baum der Anlage gelegen, während unter ihr die Menschen nach ihr suchten, musste eine sichtlich verlegene Mitarbeiterin des Parks zugeben – ein praktisches Beispiel dafür, wie gut die Tarnung der Leoparden ist.

Katta im Tierpark CERZA in der Normandie

Auf der anderen Seite des Weges liegt die ebenfalls dicht mit Bäumen und Büschen bewachsene Lemurenanlage. Der Besucherweg führt um sie herum. Auch hier mussten wir uns viel Mühe geben, die Bewohner der Anlage zu entdecken. Gürtelvaris, die man in nur wenigen Zoos in Europa sehen kann, und Kattas teilen sich die Anlage. Wir konnten die Kattas oben in den Wipfeln der Bäume entdecken. Sie sprangen von Baum zu Baum. Vor allem aber konnten wir sie hören. Ihre lauten Rufe hallten durch den gesamten Zoo und auch die Varis, die sich irgendwo am Boden der Anlage aufhalten mussten, machten sich lautstark bemerkbar. In CERZA lebt eine Zuchtgruppe der Gürtelvaris, das männliche Tier stammt aus dem South Lakes Wild Animal Park in England, die weiblichen Tiere kommen aus Omega Park in Portugal. Die Gruppe der Kattas besteht aus um die zwanzig männlichen Tieren. Die Anlage ist sicher ein tolles Zuhause für ihre Bewohner. Als Zoobesucher muss man allerdings sehr viel Glück haben, wenn man einen der Bewohner gut sehen will.

Zwergflusspferde  im Tierpark CERZA in der Normandie
Leichter machten es uns die Zwergflusspferde, die eine sumpfige Halbinsel unter Bäumen bewohnen, in denen bei schönem Wetter Mantelaffen (oder Guerezas) herumklettern. Letztere ließen sich nicht sehen, aber das elfjährige Flusspferdweibchen Gwen, die seit 2004 in CERZA lebt, stellte uns ihre am 13. Januar 2011 geborene Tochter Mendé vor. Man ist in CERZA sehr froh, dass man ein männliches Zwergflusspferd, den neun Jahre alten Fred, hat. Denn es gibt zu wenig männliche Tiere, nur 10 % der Jungtiere, die in Zoos auf die Welt kommen ist männlich. Die ersten Flusspferde des Parks waren Broutille, die am 20. Februar 1999 im Zoo de Doué geboren wurde und Oretelles. Oretelles kam am 1. Oktober 1984 im Zoo von Barcelona zur Welt und man hatte ihn für ein Männchen gehalten, doch 2005 stellte man fest, dass auch Ortelles ein weibliches Tier war. So zog Broutille Anfang 2006 in den Sosto Zoo nach Ungarn und 2007 kam Fred in der Normandie an.

Zwergflusspferde im Tierpark CERZA bei Lisieux in der Normandie

So ist Mendé das erste Zwergflusspferd, das in dem normannischen Tierpark geboren wurde. Sie hielt sich meist in der Nähe ihrer Mutter auf, in der Nähe des Gebäudes, wo die Tiere während der Nacht und an kalten Tagen untergebracht sind. Zwergflusspferde leben entlang der Flussläufe der westafrikanischen Regenwälder und sind hauptsächlich im feuchten bis sumpfigen Urwalddickicht heimisch. So ist die Anlage in CERZA mit einem großen Wasserbecken, das die Anlage auf drei Seiten umschließt, mit einem sumpfigen Uferbereich ihrem natürlichen Lebensraum gut nachgebildet. Ein zweites Gehege ebenfalls mit einem großen Wasserbecken liegt dahinter.

Afrikanischer Wildhund im Tierpark CERZA bei Lisieux in der Normandie

Nicht weit weg konnten wir auf einer hügeligen Weide, die am Rand mit Bäumen bewachsen war, Strauße beim Bad in einer Schlammkuhle beobachten. Sie teilen die Anlage mit Bongos, die sich aber nicht sehen ließen. Daneben liegen im Wald die Anlagen der Hyänen des Zoos, doch auch dort konnten wir keinen der Bewohner entdecken. In CERZA werden Streifenhyänen gehalten und im  November 2010 wurde ein Jungtier geboren. Das ist ein seltenes Ereignis, denn Streifenhyänen haben in Zoos nur selten Nachwuchs. Deshalb hat man sich auch dazu entschlossen, das Jungtier, das seine Mutter leider nicht annahm, mit der Hand aufzuziehen. Im Gehege nebenan gab es dann aber wieder etwas zu sehen. Ein großes Rudel Afrikanischer Wildhunde war gerade dabei seinen Mittagsschlaf zu beenden. Es ging ziemlich ruppig und hektisch zu. Unruhig streifte das Rudel durch die Anlage. Von der Besucherplattform blickt man auf eine Waldlichtung, auf der die Tiere zunächst geschlafen hatten. Wach geworden gingen sie auf Inspektionsrundgang durch den bewaldeten Teil der Anlage. Da wurde auch schon einmal das ein oder andere Rudelmitglied zurechtgewiesen, das im Weg stand. Diese häufigen Interaktionen sind typisch für das komplexe Sozialverhalten eines Wildhundrudels. Es gibt zwei Anlagen für diese Art im Zoo von Lisieux. Die Anlage des roten Rundgangs wurde 2008 geschaffen. Hier wurden auch vollständig neue Wurfboxen gebaut, weil man lange vergeblich auf Nachwuchs gewartet hatte. Diese Bemühungen zeigten am 30. Oktober 2010 mit der Geburt von sechs Jungtieren Erfolg.

Afrikanischer Wildhund im Tierpark CERZA bei Lisieux in der Normandie

Der rote Rundgang brachte uns vorbei an der Anlage der Pinselohrschweine, die vollständig im Wald liegt, zur anderen Seite der Löwenanlage, wo sich das Rudel unter den Bäumen schlafen gelegt hatte. Von dort kamen wir wieder in den Streichelzoo. Wir schauten eine Zeit den flinken Ferkeln zu, die immer noch eifrig Nachlaufen spielten, und gingen dann weiter zu der 2000 qm großen Voliere „Les Ailes du Monde“ (Die Flügel der Welt).  In der bis zu elf Meter hohen, begehbaren Voliere, die 2006 eröffnet wurde, leben über 100 Vögel aus mehr als 20 Arten.  Die größten Bewohner fielen uns direkt ins Auge – junge Rosapelikane, deren Federkleid noch nicht zeigte, wie sie zu ihrem deutschen Namen gekommen sind, schwammen auf einem Wasserbecken. Die Anlage ist mit Bäumen und Büschen bewachsen, Bambus verdeckt die technischen Anlagen der Voliere. Der Besucherweg verläuft am Rand und man muss genauer hinschauen, um alle Bewohner zwischen den Blättern und auf den Bäumen zu entdecken. Vor allem die zahlreichen Entenvogelarten machten sich durch ihr lautes Schnattern bemerkbar. Kapenten, Höckerglanzgänse, Rothalsgänse und Bernierenten liefen über dem Weg, badeten in dem Wasserlauf, der durch die ganze Voliere fließt, oder hatten sich einen Schlafplatz unter den Büschen gesucht. In den Bäumen hatten Nachtreiher, Löffler und Scharlachsichler Nester gebaut. Ein Hammerkopf stakte durch das Wasser, Rosaflamingos versteckten sich im Bambus und zwei Störche trugen mit lautem Klappern zur Geräuschkulisse bei. Am Ende der Voliere leben seit 2006 Fuchsmangusten, auch hier gab es 2011 Nachwuchs, die am 28. April 2011 geboren Jungtiere waren bei unserem Besuch im September schon fast so groß wie ihre Eltern.

Höckerglanzgans im Tierpark CERZA bei Lisieux in der NormandieKapente im Tierpark CERZA bei Lisieux in der Normandie

Heiliger Ibis im Tierpark CERZA bei Lisieux in der NormandieFuchsmanguste im Tierpark CERZA bei Lisieux in der Normandie

Leider begann es zu regnen und weil wir mittlerweile auch Lust auf eine Rast hatten, gingen wir, nachdem wir nur einen kurzen Blick auf die Anlage der Dscheladas, die nicht weit von der Voliere entfernt liegt, geworfen haben, zurück zum Selbstbedienungsrestaurant „Le Baobab“. In CERZA liegen alle Restaurants und Imbissstände in der Nähe des Eingangs. Im eigentlichen Park kann man nicht Essbares und keine Getränke erstehen. Deshalb ist es klug auch die Pause zu planen. Im September gab es wenig Auswahl. Nur das Selbstbedienungsrestaurant war geöffnet. Im Sommer kann man auch in der Pagode speisen – hier wird man bedient – oder sich an einigen Imbissständen mit Nahrhaftem und Erfrischungen versorgen. In der Nähe des Parkplatzes gibt es einen Picknickplatz. Es war eine gute Entscheidung die Regenschauer für eine Pause zu nutzen, denn genau als wir unseren Imbiss mit einer Tasse Kaffee aus dem Automaten beendeten, kam die Sonne heraus. Genau das richtige Startsignal, um uns auf den zweiten Rundgang durch das „wilde Tal“ zu machen.

Im Tierpark Cerza bei Lisieux in der Normandie

Der führt zunächst an der „Asiatischen Lichtung“ –  „La Clairière d’Asie“ – vorbei. Auch hier haben die Tiere vor allem sehr viel Platz. Das hat natürlich die Folge, dass man manche Tiere nur aus einer ziemlich großen Distanz beobachten kann. So grasten die Axis- und Leierhirsche am anderen Ende der Anlage und nur eine Hirschziegenantilope hielt sich in der Nähe des Gatters auf, dass die Anlage begrenzt. Die Panzernashörner waren in zwei getrennten Gehegen untergebracht. Der Nashornbulle bewohnte die erste Anlage, die in der Nähe des Restaurants „Le Pagode“ liegt. Man kann sie auch gut von den Safari Lodges aus einsehen, in denen man seit 2006 übernachten kann, wenn man Lust auf eine Nacht im Tierpark hat.

Panzernashorn Albert im Tierpark CERZA bei Lisieux in der Normandie

Das erste Panzernashorn kam am 9. Dezember 1999 in CERZA an. Das war ein besonderes Ereignis, denn es hatte mehr als 20 Jahre kein Panzernashorn in Frankreich gegeben, nachdem 1976 in Paris das letzte Exemplar in einem französischen Zoo gestorben war. Es war Gujrat, der am 28. Februar 1990 im Animal Park von San Diego geboren und im Oktober 1996 nach Europa importiert wurde, er lebte vorher im Zoo von Lissabon. Er kam in CERZA in eine der größten Anlagen für Panzernashörner in Europa. Zwei große Gehege mit Teichen, Baumgruppen und einem hügeligen Gelände bieten ihren Bewohnern viel Abwechslung. In einem Gebäude gibt es drei geräumige Boxen und ein Wasserbecken, in das die Besucher vom Amazonashaus Einblick haben. Hier kann man auch beim medizinischen Training der Panzernashörner zuschauen. Am 26. April 2000  bekam er eine Partnerin, Winona, die am 12. Oktober 1995 im Dierenpark Planckendael geboren wurde. Männliche Panzernashörner werden mit sieben Jahren, weibliche mit fünf Jahren geschlechtsreif. Also boten die beiden Tiere eigentlich eine gute Basis für eine erfolgreiche Zucht. Doch die Zusammenführung der beiden klappte nicht so, wie man es sich vorgestellt hatte. Gujrat verletzte Winona sogar und man musste die beiden Tiere in zwei getrennten Gehegen unterbringen, was kein Problem war, man hatte ja zwei. Doch man wollte Nachwuchs haben. So musste Gujrat im August 2001 nach Planckendael umziehen und am 26. September 2001 zog Albrecht in CERZA ein. Er wurde am 8. Oktober 1999 in Nürnberg geboren.

Panzernashorn Winona im Tierpark CERZA bei Lisieux in der Normandie

Diesmal klappte es mit der Zusammenführung besser. Obwohl Albrecht bei seiner Ankunft noch nicht geschlechtsreif war, zeigte er schnell Interesse an Winona, als diese paarungsbereit war. Im Herbst 2008 kam es dann zu einer erfolgreichen Paarung. Am 1. Februar 2010 kam die kleine Manas zur Welt, das erste Panzernashorn, das in Frankreich geboren wurde. Entsprechend stolz ist man auf den Nachwuchs. Mutter und Sohn bewohnten bei unserem Besuch das zweite Gehege. Manas ist mittlerweile fast so groß wie seine Mutter. Er schaute neugierig zu uns herüber, während seine Mutter Winona mehr am Gras interessiert war.

Panzernashörner Manas und Winona im Tierpark CERZA bei Lisieux in der Normandie

In Indien unterstützt  CERZA Conversation die International Rhino Foundation, die sich bei einem ihrer Projekte dafür einsetzt, dass die Zahl der Panzernashörner bis zum Jahr 2020 von 2500 auf über 3000 Exemplare anwachsen soll. Dazu muss man den Lebensraum der Tiere in den Nationalparks sicherstellen, aber auch dafür sorgen, dass die Anzahl der Tiere in einigen Regionen nicht zu groß wird. Heute leben in den Nationalparks von Kaziranga und Pobitora   mehr als 85 % aller Panzernashörner der Welt. Es gibt dort so viele Tiere, dass sie auf den Felder der Bauern in der Umgebung des Nationalparks nach Nahrung suchen.  Um das Überleben der Nashörner sicherzustellen siedelt man Tiere in andere Nationalparks um, um so die Nashorn-Population auf mindestens sieben geschützte Gebiete zu verteilen. So wurden seit dem Frühjahr 2007 Panzernashörner aus Kazirana und Pobitora in den Manas Nationalpark umgesiedelt. Außerdem werden Wachen gestellt, die die Tiere im Manas Nationalpark vor Wilderen schützen.

Panzernashorn Albert im Tierpark CERZA bei Lisieux in der Normandie

Der Rundgang brachte uns zu einem weiteren Tropenhaus in dem verschiedene Papageienarten über den Köpfen der Zoobesucher frei herumfliegen und blaue Krontauben über den Weg stolzieren. Es ist das älteste Haus des Zoos. Hier findet man auch die Innenanlagen der Panzernashörner. Draußen kamen wir als nächstes an der Anlage der Mantelpaviane vorbei. Ungefähr ein Dutzend Affen lebt in dem großen Gehege, das auf einigen Felsblöcken den Affen Aussichtspunkte bietet. Die Absperrung zu den Zoobesuchern ist mit einem sehr filigranen Elektrozaun und einem Graben gestaltet.

Mantelpavian im Tierpark CERZA bei Lisieux in der Normandie

Ein Stück weiter wartete die nächste Affenbande auf uns. Die Bartaffen leben auf einer Halbinsel, die ebenfalls mit einem Elektrozaun abgesichert ist. Hier gibt es regelmäßig Nachwuchs. Das jüngste Familienmitglied war knapp ein Jahr alt. Es wurde am 25. September 2010 geboren. Es kletterte ziemlich geschwind auf dem Klettergerüst mitten auf der Halbinsel herum. Es schien geradezu über die Strickleiter zu fliegen, die quer über die Anlage gespannt war. Ein etwas älterer Affe, folgte ihm und bald balgten sich die beiden, als er den Kleinsten eingeholt hatte. Es macht viel Freude die Beiden zu beobachten.

Bartaffe  im Tierpark CERZA bei Lisieux in der Normandie

Die beiden Schabrackentapiren hatten es sich am Rand ihrer Anlage, die als nächstes an unserem Weg lag, unter Bäumen gemütlich gemacht, wo man zwar sehen konnte, das dort zwei schwarz-weiße Tiere lagen, aber keine Chance hatte sie zu fotografieren. Das Männchen Benji kam im November 2008 in CERZA an. Er war damals eineinhalb Jahre alt, geboren wurde er in Dänemark im Zoo von Kopenhagen. Seine etwa gleichaltrige Partnerin Indira kam im Juni 2009 aus dem Zoo von Antwerpen. Man kann in die Anlage von oben von einem Aussichtspunkt hineinschauen. Auf der gegenüberliegenden Seite gibt es eine weitere Einsichtsmöglichkeit, an der man auf dem Rückweg aus dem „Wilden Tal“ vorbeikommt. Der gelbe Rundgang führte uns stetig bergabwärts also hinter in das Tal und uns schwante schon, dass am Ende ein recht anstrengender Aufstieg auf uns warten würde.

Brillenbärenanlage im Tierpark CERZA bei Lisieux in der Normandie

Es ging hinein in ein Waldstück, in dem auf der linken Seite des Weges die Brillenbärenanlage liegt – die beste Brillenbärenanlage, die wir bisher in einem Zoo gesehen haben. Sie hat eine Fläche von rund einem Hektar. Es gibt hohe Bäume, auf denen die Brillenbären herumklettern können. Wovon sie wohl auch oft Gebrauch machen, denn ein Teil der Bäume hatte sein ganzes Laub verloren. Zusätzlich wurden für die Tiere Klettergerüste aus Ästen und Baumstämmen errichtet, die die ganze Anlage durchziehen. Im Moment leben fünf erwachsene Brillenbären und ein im Januar 2011  geborenes Jungtier in CERZA.

Brillenbär im Tierpark CERZA bei Lisieux in der Normandie

Die ersten Brillenbären zogen im Oktober 1996 in die Anlage ein. Es waren zwei männliche Tiere, die aus dem Zoo Berlin kamen: Moritz, geboren am 30. Januar 1995 und  Snoopy, geboren am 12. Januar 1996. Im Februar 1997 bekamen sie weibliche Gesellschaft von Tacha, einer am 23. Januar 1996 geborene Bärin aus dem Zoo Basel. Die drei Tiere verstanden sich recht gut, wobei Moritz die Stellung des dominanten Männchens einnahm. Am 20. November 2001 vervollständigte eine weitere Bärin die Gruppe, Margot, die am 25. November 1994 im Zoo von Jersey geboren wurde. Sie kam vermutlich schon trächtig aus dem Parc Zoologique de Paris. So erblickten im Januar 2002 im Abstand von nur wenigen Tagen gleich vier kleine Brillenbären das Licht der Welt. Am 16. Januar 2002 brachte Tacha ein weibliches und ein männliches Jungtier zur Welt, die man Uca und Uco taufte, und am 24. Januar 2002 Margot, zwei weibliche Jungtiere, die die Namen Cayambe und Sumaco erhielten.

Brillenbär im Tierpark CERZA bei Lisieux in der Normandie

Die vier Brillenbärinnen – Tacha, Uca, Cavambe und Sumaco – leben immer noch im Zoo von Lisieux. Margot wurde am 3. Dezember 2004 in den Park de Thoiry gebracht, wo sie seit dem wieder mit ihrem alten Partner aus Paris, Hanan, zusammenlebt. Uco zog am 18. Juni 2009 in den Zoo Maubeuge um und Snoopy lebt seit dem Frühjahr 2007 im South Lakes Wild Animal Park im Lakedistrikt in England. Was aus Moritz geworden ist, habe ich leider nicht heraus bekommen. Der aktuelle männliche Brillenbär heißt Nobody und lebt seit Juni 2010 in CERZA, vorher lebte er im Zoo von Basel. Kaum war der noch recht junge Bär angekommen – er wurde 2002 im Zoo Leipzig geboren – hat er schon wieder für Nachwuchs gesorgt. Am 31. Januar 2011 kam ein männliches Jungtier zur Welt.  Nobody schlief bei unserem Besuch in einem mit einem Elektrozaun abgeteilten Gehege, während die Bärinnen recht munter durch ihr Gehegeteil wanderten.

Brillenbär im Tierpark CERZA bei Lisieux in der Normandie

Eine der Damen konnten wir oben in einem noch grünen Baum entdecken, der bestimmt nicht lange den Bemühungen der Brillenbären Widerstand leisten können wird. Eine andere Bärin zeigte sich uns am Zaun. Sie schien sich ein bisschen dafür zu interessieren, wer sich da auf der anderen Seite des Zauns soviel Mühe gab, die Bären zu beobachten. Es gibt eine Besucherplattform, die auf dem Dach des Hauses errichtet wurde, in dem sich die Ställe befinden, in dem die Bären die Nacht verbringen. Von dort kann man die gesamte Anlage überblicken. Trotzdem muss man Glück haben, alle Bären zu sehen. Die Anlage ist dicht mit Sträuchern und hohem Gras bewachsen und es gibt jede Menge Baumstämme, hinter denen sich die Bären verstecken können.

Polarwölfe  im Tierpark CERZA bei Lisieux in der Normandie

Im Gehege neben der Brillenbärenanlage lebt das Polarwolfrudel des Parkes. Auch hier hat es 2011 Nachwuchs gegeben. Am 2. Mai kamen zwei Jungtiere zur Welt. Die Wölfe hatten es sich an einem sonnigen Platz zwischen den Bäumen bequem gemacht. Auch sie reagierten, als sie bemerkten, dass wir am Zaun standen. Ein Tier stand auf und schaute aufmerksam zu uns herüber. Doch offenbar waren wir nicht interessant genug, um sich dem Zaun zu nähern , um sich die Menschen genauer anzuschauen.

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Präriebisons   im Tierpark CERZA bei Lisieux in der Normandie

Unser Weg führte im Bogen an der Anlage der Bisons vorbei. Auf der anderen Seite grasten Säbelantilopen und auf einer abgetrennten Weide Appaloosa, schwarz gepfleckte weiße Pferde, einer Rasse die von spanischen Pferden abstammt, die im 18. Jahrhundert nach Nordamerika importiert wurden. Ihre Entwicklung soll von den Nez Percé in Nordamerika ausgehen.

Vietnam-Sikahitsch im Tierpark CERZA bei Lisieux in der Normandie

Wir waren am tiefsten Punkt des Tales angekommen. Hier liegt die zweite Asiatische Ebene des Tierparks auf der neben einer recht großen Herde Vietnamesischer Sikahirsche, Barasingha Hirsche, Schweinshirsche, Chinesische Wasserrehe und Mesopotamische Damhirsche leben, die aber alle entweder recht weit entfernt vom Weg am Waldrand grasten oder sich im hohen Gras hingelegt hatten. Aber es gab noch ein paar weitere Bewohner der sehr großen Anlage, die sich zu unsere Freude nahe am Zaun beobachten ließen. Besonders das ausgesprochen hübsche Jungtier der Java-Bantengs hatte großes Interesse an uns. Es näherte sich vorsichtig dem Zaun und verfolgte uns neugierig mit den Augen. Es blieb aber stets in der Nähe seiner Mutter. Die warf uns nur einen kurzen Blick zu. Entschied wohl, dass wir harmlos waren und futterte weiter Gras. Das gelbbraune Fell der Mutter und des Jungtiers leuchtete in der Sonne, die immer mal wieder zwischen den Wolken hervorblickte. Der Banteng Bulle war schwarz und deutlich größer und breiter als die Kuh.

Java-Banteng im Tierpark CERZA  bei Lisieux in der Normandie

Bantengs sind Wildrinder, die in Südostasien beheimatet sind. Ihr Bestand im natürlichen Verbreitungsgebiet ist während der letzten 30 Jahre – das entspricht 3 Banteng-Generationen – um 50 % gesunken. Die Gesamtpopulation wilder Bantengs in Asien wird auf 5.000 bis 8.000 Tiere geschätzt. Die größte Population freilebender Bantengs findet man heute außerhalb des ursprünglichen Verbreitungsgebiets auf der Cobourg Peninsula in Australien. Allerdings sind  diese Tiere die Nachkommen von etwa 20 domestizierten Tieren, die in Port Essington 1849 aus Timor und vermutlich auch aus Bali dort eingeführt wurden, als die Engländer versuchten dieses Gebiet zu kolonialisieren. Nachdem die Siedler das Gebiet wieder verlassen hatten, verwilderten die zurückgelassenen Tiere. Man schätzt, dass im heute Garig-Gunak-Barlu-Nationalpark über 8000 Bantengs leben.

Java-Banteng im Tierpark CERZA  bei Lisieux in der NormandieJava-Banteng im Tierpark CERZA  bei Lisieux in der Normandie

Java-Banteng im Tierpark CERZA  bei Lisieux in der NormandieJava-Banteng im Tierpark CERZA  bei Lisieux in der Normandie

In 16 Europäischen Zoos gibt es etwas über 70 Java-Bantengs, die alle von Tieren abstammen, die in dem Zeitraum zwischen 1950 und 1970 von den Zoos in Berlin, München und Rotterdam aus Java importiert wurden. Die meisten Tiere in nordamerikanischen Zoos stammen von Tieren ab, die aus Europa – besonders aus dem Tierpark Hellabrunn in München – importiert wurden. Es ist also nötig, dass neue Tiere aus Java importiert werden, um die genetische Vielfalt der Polpulation der Bantengs in den Zoo zu erhalten. Der zoologische Direktor und Tierarzt von CERZA, Dr. François Huyghe, setzt sich besonders für den Erhalt dieser Tierart ein, die von IUCN als „stark gefährdet“ eingestuft wird.

Geparden  im Tierpark CERZA bei Lisieux in der Normandie

Die kleine Java-Banteng Familie nahm eine ganze Zeit unsere Aufmerksamkeit in Anspruch. Wir konnten uns nur schwer von dem neugierigen Kalb und seinen schönen Eltern losreißen. Doch es wartete ja noch der zweite Teil des „Wilden Tals“ auf uns. Weiter ging es mit drei männlichen Geparden, die es sich vor und hinter einem Baumstamm in ihrem Gehege gemütlich gemacht hatten. Zwei der Tiere waren damit beschäftigt sich das Fell zu lecken, während der dritte ab und zu über den Baumstamm schaute, was denn da so vor sich ging. Gegenüber schlief einer der Braunbären des Zoos in der Sonne. Als wir genauer hinsahen konnten wir auch noch einen zweiten Braunbären entdecken. Die beiden Bären in Lisieux stammen aus einem Zirkus und haben Glück gehabt, dass sie am Ende in einem Zoo gelandet sind, der ihnen ein so schönes und großes Gehege bietet.

Braunbär im Tierpark CERZA bei Lisieux in der Normandie

In der nächsten Anlage warteten zwei weiße Tiger auf uns. Bei unserem ersten Besuch in CERZA hatte es mehr solcher Tiger gegeben und auch insgesamt mehr Raubkatzen. Ein Teil von ihnen lebt nun in dem auf Raubkatzen spezialisierten Parc des Felins in Nesles. Ich kann mich noch gut an unseren Besuch 2004 in CERZA erinnern. Damals gab es zwei Tigerjungtiere zu beobachten. Eines war weiß, wie der Vater, das andere normal gefärbt wie die Mutter. Sie spielten recht ungestüm und hatten dabei auch keinen Respekt vor ihrem Vater. Diesmal gab es nur ein Paar erwachsener Tiere zu sehen und die Beiden hatten nur ein Gähnen für uns übrig.

Weißer Tiger  im Tierpark CERZA bei Lisieux in der Normandie

Da ging es in der nicht weit entfernt liegenden Anlage der Iberischen Wölfe schon munterer zu. Seit 2003 gibt es im Zoo bei Lisieux diese Unterart der Wölfe, die man nicht häufig in Zoos zu sehen bekommt. In Frankreich werden sie nur in CERZA und im Zoo von Montpellier gehalten, in Deutschland nur im Tiergarten Nürnberg. Hier in der Normandie gibt es regelmäßig Nachwuchs, auch Anfang 2011 kamen junge Wölfe zur Welt. So konnten wir ein recht großes Rudel beobachten, dass die hügelige mit Gras bewachsene Anlage durchstreifte, die direkt neben der Braunbärenanlage liegt. Ein Teil liegt in einem Waldstück, so dass die Wölfe, wenn sie es wollen, sich den Blicken der Zoobesucher entziehen können.

Iberische Wölfe  im Tierpark CERZA bei Lisieux in der Normandie

Gegenüber von der Wolfsanlage liegt die für die Zoobesucher begehbare Australienanlage des Zoos, die Rote Riesenkängurus, Bennetkängurus und einige australische Vogelarten bewohnen. Die großen Kängurus nötigten uns schon einigen Respekt ab, wenn man ihnen ohne Absperrung unmittelbar begegnet. Doch die Tiere interessierten sich kaum für uns, so lange wir uns in dem Gehege befanden. Erst als wir wieder auf der anderen Seite des Zaunes standen, erregten wir die Aufmerksamkeit eines Kängurus, das uns erst ganz genau anschaute, um sich dann dem Zaun zu nähern, um einen genaueren Blick auf uns zu werfen. Wie so oft stellte sich hier die Frage, wer da eigentlich, wen beobachtet hat.

Rotes Riesenkänguru im Tierpark CERZA bei Lisieux in der Normandie
Besonderen Spaß macht es mir immer Gibbons zu beobachten. So freute ich mich, dass wir nun an der Insel angekommen waren, die die Weißhandgibbons bewohnen. Die Bewohner waren eifrig damit beschäftigt Futter vom Boden aufzusammeln, wobei man sie nur schlecht beobachten konnte. Die Fotos stammen von einem Besuch 2008, als uns zwei der Bewohner eine Galavorstellung gaben.

Weißhandgibbons im Tierpark CERZA bei Lisieux in der NormandieWeißhandgibbon im Tierpark CERZA in der Normandie

Weißhandgibbon im Tierpark CERZA in der NormandieWeißhandgibbon im Tierpark CERZA in der Normandie

Auf der Südamerikaanlage leben in CERZA Flachlandtapire zusammen mit Capybaras. Und eine Informationstafel informierte darüber, dass am 24. Juli 2011 ein Jungtier geboren wurde. Man kann in die Ställe der Tiere hineinschauen, drinnen war es leer. Also musste das Jungtier draußen auf der Anlage sein. Wir konnten vier erwachsene Tiere entdecken, die sich an auseinander liegenden Plätzen hingelegt hatten, aber kein Jungtier. Auch die Capybaras ruhten. Erst als wir es schon aufgegeben hatten und weiter gehen wollten, erblickten wir das Jungtier. Es schlief hinter seiner Mutter, so dicht an sie geschmiegt, dass wir nur seinen  gestreiften Popo sehen konnten.

Flachlandtapire im Tierpark CERZA bei Lisieux in der Normandie

In Brasilien beteiligt sich CERZA an der Finanzierung der Studien von Patricia Medici, die dort seit mehr als zehn Jahren Forschung über Flachlandtapire unternimmt. Sie begann ihre Studien im Atlantischen Regenwald der Region Pontal do Paranapanema im Bundesstaat Sao Paulo. Seit Anfang 2008 arbeiten Patricia und ihr Team im Pantanal, einem der größten Feuchtgebiete der Welt. Der Zweck dieses Projektes ist ein besseres Verständnis der Raumnutzung durch die Tapire, ihrer Bewegungen, ihrer Gesundheit und Genetik. Das Programm zielt auch auf die Beurteilung der Status der Tapire und damit Empfehlungen für ihren Schutz in der Region zu etablieren. Um Daten über die Wanderungen der Tapire zu erhalten, werden die Tiere eingefangen und mit Halsbändern mit Radiosendern ausgestattet. Keine einfache Aufgabe, die viel Geduld erfordert. Oft dauert es Wochen bis ein Tapir eingefangen worden ist. Wenn die Tiere narkotisiert sind, werden sie untersucht. So sammelt man Daten über ihren Gesundheitszustand und ihre DNA. Man kann so die genetische Zusammensetzung der Tapir Population im Pantanal untersuchen und Studien durchführen, die Krankheiten der Nutztiere dieser Region mit denen der Tapire vergleicht, um den Einfluss der menschlichen Besiedlung und Viehzucht auf die Wildtiere zu beurteilen.

Flachlandtapir im Tierpark CERZA bei Lisieux in der Normandie

Ein Stück weiter gab es noch einmal Gibbons zu sehen. Diesmal waren es Weißwangen-Schopfgibbons, denen wir genau wie ihren Vettern von der Insel bei der Futtersuche zuschauen konnten. Ein Stück weiter leben auf einer zweiten großen Südamerikaanlage Alpakas und Nandus zusammen.

Nördlicher Weißwangen-Schopfgibbon im Tierpark CERZA bei Lisieux in der Normandie

Nun ging es recht steil aufwärts, wie wir schon befürchtet hatten. Doch nach dieser Anstrengung wartete am Ende unseres Rundgangs noch eine kleinen Insel mit einem hölzernen Pavillon auf uns. Hier lebt eine besonders nette Familie Kaiserschnurrbarttamarine, deren Mitglieder ziemlich munter über die Klettergerüste turnten. Im Mai 2010 und im Mai 2011 wurde jeweils ein Jungtier geboren, die zusammen mit ihren Eltern die Anlage bewohnen.

Kaiserschnurrbarttamarine im Tierpark CERZA bei Lisieux in der Normandie

Ich wollte noch einmal zurück zu der Anlage der Dscheladas. Sie nimmt einen großen Hang ein. Auf den hatten wir einmal von oben auf dem roten Rundgang hinein gesehen, da waren alle Blutbrustpaviane unten gewesen, und ein zweites Mal auf dem gelben Rundgang von unten – da waren – na klar – alle Affen oben. Es ist eine besonders interessante Affengruppe. Im November 2003 kam Tusso, ein männlicher Dschelada nach CERZA. Er wurde im September 1993 im Zoo Zürich geboren. Im Laufe der Zeit erhielt er einen kleinen Harem von drei Weibchen und es kam regelmäßig Nachwuchs zur Welt. Seit 2008 bewohnen sie die Hanganlage die rund 5000 qm groß ist. In diesem Jahr gab es besonders viele Jungtiere. Seit dem 20. März kamen gleich vier Junge zur Welt, die auf den Rücken ihrer Mütter bergauf und bergab ritten. Bei dem dritten Versuch hatten wir Glück. Als wir zum zweiten Mal von oben auf den Hang hinunterschauten, hatten sich die Affen oben einen Rastplatz gesucht und wir konnten das Familienleben beobachten. Die weiblichen Tiere waren mit Fellpflege beschäftigt und der Nachwuchs balgte munter herum. Doch die friedliche Szenerie wurde bald gestört. Ein junger Dschelada musste den starken Mann geben und stellte einer der Weibchen mit einem Baby auf dem Rücken nach. Die lautstark zum Ausdruck brachte, dass sie damit nicht einverstanden war. Das rief den Boss der Gruppe auf den Plan, der den jungen Wilden die Zähne zeigte und mit viel Lärm über die gesamte Anlage hetzte. Erst einmal war der Unruhestifter in die Flucht geschlagen. Doch er gab so leicht nicht auf und näherte sich bald wieder der Gruppe. Also machten sich die Affen wieder auf den Weg nach unten, auf die andere Seite der Anlage, angeführt von dem Chef der Gruppe. Es blieben nur zwei halbwüchsige Affen übrig, die mit dem aufmüpfigen Männchen Nachlaufen spielten.

Junge Dscheladas im Tierpark CERZA bei Lisieux in der NormandieDscheladas im Tierpark CERZA bei Lisieux in der Normandie

Dschelada im Tierpark CERZA bei Lisieux in der NormandieDscheladas im Tierpark CERZA bei Lisieux in der Normandie

Zum Abschluss unserer Safari in der Normandie tranken wir noch eine Tasse Kaffee auf der Terrasse des Baobab und schauten den Giraffen, Zebras und Nashörner zu, die langsam über ihre Savanne wanderten und sich das Gras schmecken ließen. Ich kann nur jedem, der den Urlaub in der Normandie verbringt, empfehlen, auch einmal eine Safari im Zoo CERZA bei Lissieux zu unternehmen.

Böhm-Steppenzebra und Breitmaulnashörner  im Tierpark CERZA bei Lisieux in der Normandie

Mehr Bilder:

Von unserem Besuch im September 2011:
Im Herz Afrikas
Von bunten Vögeln, flinken Schweinen und exotischen Reptilien 
Vom Wilden Tal
– Von den Brillenbären
Von den Bantengs 
Von den Dscheladas 

Von unserem Besuch 2008 und 2004.

Die Informationen habe ich hier gefunden:

auf der Homepage des Zoos

im Forum Actu’Zoo
in Les Zoo dans le Monde

http://secas.org/images/stories/JOURNAUX/LettreSECAS/ls65/LS65_CERZA.pdf

über das Australien-Tropenhaus:

http://www.zoonaute.net/cerza-2011serreaustrale.html

über die Breitmaulnashörner:
(mit Baby-Bildern und einem Video von Keyah)

http://www.cerza.com/default.asp?ext=fr&file=47
http://www.zoonaute.net/cerza-3naissancerhino.html

über den „entkommenen“ Leoparden:

http://www.lepost.fr/article/2007/07/05/1000482_on-a-enfin-retrouve-la-panthere-noire-qui-ne-s-etait-pas-echappee.html
http://lci.tf1.fr/france/faits-divers/2007-07/panthere-noire-retrouvee-dans-enclos-4862014.html

über die Hyänen:

http://www.zoonaute.net/cerza-2010hyenerayee.html

über die Zwergflusspferde:

http://www.zoonaute.net/cerza-2011naissancehipponain.html
http://www.linternaute.com/nature-animaux/animaux-sauvages/un-bebe-hippopotame-au-cerza-0211.shtml

über die Panzernashörner:

http://www.zoonaute.net/cerza-premierenaissancerhinoindien.html
http://www.rhinos.eu/rhinos-in-europa/frankreich/cerza/

über die Schabrackentapire:

http://www.zoonaute.net/cerza-tapirmalais2009.html

über die Brillenbären:

http://www.nwemail.co.uk/news/snooping_around_1_145274?referrerPath=/2.3570
http://www.eaza.net/News/EAZA_Magazine/EAZA%20NEWS%20Magazine/EN43.pdf

über die Java-Bantengs:

http://theses.vet-alfort.fr/telecharger.php?id=1148

über die Reise von Noah:

http://www.zoonaute.net/nouveaute2009cerza.html

über die Übernachtungsmöglichkeiten im Zoo:

 

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