Skandinavisk Dyrepark in Kolind – Auge in Auge mit Nordeuropas Tieren

Der Skandinavisk Dyrepark in Kolind ist ein Wildpark, der sich auf in Nordeuropa heimische Tiere spezialisiert hat. Eröffnet wurde er 1994 unter dem Namen Hjortens Verden. Seit 2000 heißt der Park Skandinavisk Dyrepark.  Der Park hat eine Gesamtfläche von 45 Hektar und beherbergt über 300 Tiere aus mehr als 20 Tierarten, hauptsächlich Säugetiere.

Im Skandinavisk Dyrepark in Kolind

Wir haben den Tierpark auf der Halbinsel Djursland im Osten Jütlands, in den vergangenen Jahren mehrfach besucht. Nicht nur wegen der Eisbären, die man dort sehen kann, sondern auch wegen des besonderen Erlebnisses, dass der Park den Zoobesuchern bietet.

Skandinavisk Dyrepark Kolind von oben

Die Anlagen des Skandinavisk Dyrepark sind fast alle so gestaltet, dass sie den Zoobesuchern ermöglichen, die Tiere ohne Schranken wie Gitter oder Glasscheiben in großen natürlich gestalteten Gehegen zu erleben.  So kann man die Tiere nicht nur sehen, sondern auch hören und riechen. Es finden über den Tag verteilt mehrere kommentierte Fütterungen bei den Wölfen, den Braun- und Eisbären statt. Sie bieten den Zoobesuchern Informationen über Verhalten, Biologie und den Lebensraum der Tiere sowie über die Bedrohung der Arten in der Wildnis und stellen gleichzeitig sicher, dass man die Bewohner der Anlagen auch in Aktion erleben kann. Für die Tiere sind diese Fütterungen eine Bereicherung ihres Alltags.

Braunbären im Skandinavisk Dyrepark in Kolind

Braunbärenfütterung im April 2012

Wie 2012 waren wir auch in diesem Jahr an dem Tag im Park, als er nach der Winterpause seine Tore zum ersten Mal wieder öffnete. Der Freitag 26. April 2013 war ein Feiertag in Dänemark (Buß- und Bettag). Kurz vor 10 Uhr erwartete uns ein Schlange von Autos am noch geschlossenen Tor vor dem Parkplatz. Wir waren nicht die einzigen, die früh im Tierpark ankommen wollten, obwohl der Himmel mit grauen Wolken bedeckt und es ziemlich kalt war. Das Wetter sollte sich im Laufe des Tages noch bessern und die Besucher verteilten sich schnell im Park, nachdem wir die Schlange an der Kasse hinter uns gebracht hatten. So stand einem echten Naturerlebnis mit einer ungestörten Beobachtung der Bewohner des Parks nichts im Wege.

Ren im Skandinavisk Dyrepark in Kolind

Direkt neben dem Eingang liegt die Anlage der Rentiere, in die man über einen Zaun Einblick hat.  Die Bewohner der grasbewachsenen Anlage haben viel Platz und Bäume am Rand des Geheges bieten ihnen Schatten. Den brauchten sie allerdings am Eröffnungstag im April in diesem Jahr nicht. Nicht nur die Rentiere hätten sich am Morgen über ein bisschen Sonnenschein gefreut.

Europäische Iltisse im Skandinavisk Dyrepark in Kolind

Ein Stück weiter befinden sich zwei kleine von einem niedrigen Zaun begrenzte Gehege. In dem ersten leben zwei einheimische Schlangenarten: Kreuzottern und Ringelnattern. Man muss schon ganz genau hinsehen, um die Tiere zwischen den niedrigen Büschen und Steinen im Gehege zu entdecken. Kaum dass wir sie dann erblickt hatten,  war die Schlange auch schon wieder unter Blättern und Steinen verschwunden. Im Gehege nebenan hatten wir mehr Glück. Zwei Iltisse schauten aus ihrem mit Stroh gepolsterten Häuschen. Sie wunderten sich sicher über die Menschen, die nun nach dem ruhigen Winter wieder an ihrer Anlage vorbei in den Park wanderten.

Rotfuchs  im Skandinavisk Dyrepark in Kolind

Uns zog es zu den Rotfüchsen, deren Gehege als nächstes am Weg lag. Dort hatte im Vorjahr eine Überraschung auf uns gewartet: zwei Fuchswelpen. Trotz vieler Zoobesuche im Laufe des Jahres und anderem Nachwuchs, den wir dabei gesehen haben, waren diese beiden niedlichen Jungtiere mit ihren weißen Spitzen an den Schwänzen eine besonderes schönes Erlebnis, dass wir nicht vergessen werden.

Rotfüchse im Skandinavisk Dyrepark in KolindRotfuchs im Skandinavisk Dyrepark in Kolind

Rotfuchs im Skandinavisk Dyrepark in KolindRotfüchse im Skandinavisk Dyrepark in Kolind

Rotfuchsjungtiere im April 2012

Dieses Jahr gab es nur erwachsene Füchse im Gehege zu sehen.  Und eine Tafel am Gehege informierte, dass nur einer des Jungtiere aus dem Vorjahr überlebt hat. Im Skandinavisk Dyrepark gibt es eine große Krähenkolonie, über 100 Vögel, die die Jungtiere der Hirsche, Wildschweine und Füchse angreifen und sie töten. Es sind keine erwachsenen Vögel, sondern heranwachsende Krähen, die sich zu „Jugendbanden“ zusammengeschlossen und keinen Respekt vor den Menschen haben.  Auch die Fuchswelpen im Vorjahr wurden ihre Opfer. Nur einer von ihnen, Stumps, hat überlebt. Seine Mutter, Mikkeline, hatte ihn lange verteidigt, aber schließlich den Kampf gegen die Raben aufgegeben und Stumps alleine im Gehege zurückgelassen, während sie sich in eine Erdhöhle zurück gezogen hatte. Als ein Tierpfleger Stumps entdeckte, hatte er den größten Teil seines Schwanzes verloren und war schon ganz kalt. Aber er ist ein Kämpfer. Mit Hilfe der Mitarbeiter der Tierparks, die ihn gesund pflegten, hat er überlebt. Nun bewohnt er zusammen mit seiner Mutter Mikkeline, seinem Vater Mikkel und seinem Onkel Markus die Anlage. Gesehen haben wir Stumps nicht. Er ist leicht zu erkennen, denn er ist ein Fuchs ohne Schwanz. Dafür war aber einer seiner Verwandten so nett, sich den Zoobesuchern zu präsentieren und von uns fotografieren zu lassen.

Rotfuchs im Skandinavisk Dyrepark in Kolind

Neben der Fuchsanlage liegt das große Gehege der Damhirsche. Der Besucherweg führt durch die Anlage und man kann Futter kaufen und darf die Hirsche füttern. Das wissen die Tiere auch genau und zeigen normalerweise keine Scheu vor den Menschen. Doch wenn man am Eröffnungstag durch das Gehege wandert, dann trifft man zunächst auf noch etwas misstrauische Bewohner, die lieber erst einmal von einer gewissen Distanz beobachten, ob von den Besuchern keine Gefahr ausgeht. Im Laufe des Tages legte sich dieses Misstrauen allerdings und am Nachmittag hatten dann einige der Hirsche großes Interesse an dem Futter, das ihnen angeboten wurde.

Europäische Damhirsche  im Skandinavisk Dyrepark in Kolind

Europäischer Damhirsch im Skandinavisk Dyrepark in KolindEuropäischer Damhirsch  im Skandinavisk Dyrepark in Kolind

Europäischer Damhirsch  im Skandinavisk Dyrepark in Kolind

In der Damhirschanlage findet man auch das Gehege der Polarfüchse. Sie trugen bei unserem Besuch noch ihr prächtiges, weißes, dichtes Winterfell. Im Sommer scheinen sie dann zu schrumpfen und in ihrem Fell tauchen graue Schattierungen auf. Sie sehen dann ein bisschen „gerupft“ aus.

Polarfuchs  im Skandinavisk Dyrepark in Kolind

Polarfuchs  im Skandinavisk Dyrepark in Kolind

Polarfuchs im April 2012 und im Juni 2009

In einem weiteren abgetrennten Gehege, das innerhalb der Damhirschanlage liegt, leben die Wildschweine des Tierparkes. Auch hier hatte es 2012 Nachwuchs gegeben. Es machte viel Spaß den gestreiften Frischlingen zuzuschaunen, die unter den Bäumen im Boden herumwühlten und hinter herumliegenden Baumstämmen Verstecken spielten, natürlich gut bewacht von ihrer Mutter.

Wildschwein im Skandinavisk Dyrepark in KolindWildschweine im Skandinavisk Dyrepark in Kolind

Wildschweine im Skandinavisk Dyrepark in Kolind

Wildschweine im Skandinavisk Dyrepark in KolindWildschweine im Skandinavisk Dyrepark in Kolind

In diesem Jahr konnten wir keinen Nachwuchs entdecken, die gesamte Wildschweinrotte schien die Saisoneröffnung zu verschlafen. Sie Säue lagen aneinander gekuschelt vor einem Unterstand und interessierten sich nicht für die Menschen, die über den Zaun zu ihnen hinüberschauten.

Wildschweine im Skandinavisk Dyrepark in Kolind

Auch die Anlage der Rothirsche ist begehbar und auch sie hielten einen deutlichen Abstand zu dem Weg, auf dem die Zoobesucher durch ihre Anlage spazieren können. Die Menschen müssen auf diesem Weg bleiben, das restliche Gehege gehört ganz allein den Tieren. Besonders ein Hirsch, dessen Geweih gerade wieder zu wachsen begonnen hatte, beobachte genau, ob sich auch alle Besucher an die Regeln hielten. Seine Kühe hatten sich rund um ihn herum versammelt. Er passte offenbar auf, dass seiner Herde nicht geschah.

Rothirsch im Skandinavisk Dyrepark in Kolind

Rothirsche im Skandinavisk Dyrepark in KolindRothirsche im Skandinavisk Dyrepark in Kolind

Rothirsch im Skandinavisk Dyrepark in Kolind

Im Gehege der Rothirsche liegt ein See und wenn man Glück hat, kann man beobachten, wie der Platzhirsch seine Herde durchs Wasser führt.

Rothirsche im Skandinavisk Dyrepark

Wir waren auf dem Weg zu der 2006 eröffneten Eisbärenanlage. Sie war damals mit 2,8 Hektar die größte Eisbärenanlage der Welt. Mittlerweile wird sie von der Polar World des Björnpark Grönklitt in Orsa in Schweden übertroffen, obwohl in diesem Jahr ein weiteres Gehege hinzugekommen ist und die Anlage nun über 3 Hektar groß ist. Die Eisbären sind sicherlich die Stars des Tierparks. Heute leben hier sieben Eisbären. Die beiden erwachsenen Männchen Nanook und Nuuk – Nuuk ist kastriert – der zweijährige Siku, ein handaufgezogener Eisbär mit einer Fangemeinde auf der ganzen Welt, die 22 Jahre alte Lady, die hier Smilla genannt wird und Ilka, Nuuks Schwester, mit ihren beiden 2012 geborenen Jungtieren.

Eisbär Nanook im Skandinaviks Dyrepark in KolindEisbär Nuuk im Skandinavisk Dyrepark in Kolind

Eisbärin Lady Smilla  im Skandinavisk Dyrepark in KolindEisbär Siku im Skandinavisk Dyrepark in Kolind

Eisbärin Ilka und ihr Nachwuchs im Skandinavisk Dyrepark in KolindIlkas Nachwuchs im Skandinavisk Dyrepark in Kolind

Sie bewohnen die vielleicht schönste Eisbärenanlage der Welt. In Kolind ist es gelungen die Bedürfnisse der Tiere zu befriedigen und eine Anlage zu bauen, die es den Zoobesuchern ermöglicht sie aus der Nähe beobachten zu können, ohne dass ein Gitter im Weg ist oder eine Glasscheibe alle Geräusche und Gerüche abschirmt. Man kann hören, wenn die Eisbären schnaufen oder das Tuckern der Jungtiere, wenn ihre Mutter sie säugt. Im Hauptgehege führt eine geschwungene Brücke führt über einen 5000 m² großen See, von der aus die Besucher die Eisbären beobachten können. Sie sind quasi zusammen mit den Eisbären in dem Gehege und trotzdem von ihnen so getrennt, dass Mensch und Tiere in Sicherheit sind. Der Landteil der Anlage ist hügelig, so dass man die Eisbären dort in Augenhöhe beobachten kann.

Eisbärin Illka  im Skandinavisk Dyrepark in Kolind

Neben dieser Anlage liegen die „Wintergehege“ der Eisbären, in die man von der Brücke aus durch einen doppelten Zaun hineingucken kann. Hier sind in einem Gehege zur Zeit die Männchen Nuuk und Nanook untergebracht, während Ilka und ihr Nachwuchs auf der großen Anlage zu sehen sind.

Eisbären Nanook und Nuuk im Skandinavisk Dyrepark in Kolind

Siku bewohnt zusammen mit Lady Smilla ein 2013 neu geschaffenes Gehege. Der handaufgezogene Eisbär lernt von der im Zoo Budapest geborenen Eisbärin, die seit 2011 in Kolind lebt, die „Sprache“ der Eisbären. Bei unserem Besuch hielten die Beiden noch eine gewisse Distanz zu einander. Mittlerweile verstehen sie sich aber gut, spielen miteinander und schlafen nebeneinander. Eine tolle Lösung für beide Tiere.

Eisbären Lady Smilla und Siku  im Skandinavisk Dyrepark in Kolind

Mehr von den Eisbären und der Anlage gibt es hier.

Auf dem Weg zu Sikus und Lady Smillas Anlage kamen wir am Gehege der Moschusochsen vorbei. Hier war einiges los. Zwei Moschusochsen hatten einigen Diskussionsbedarf, was in einer wilden Verfolgungsjagd endete.

Moschusochsen im Skandinavisk Dyrepark in Kolind

Es war bald Zeit für die erste Wolfsfütterung, und weil die zweite Fütterung des Tages erst recht spät am Nachmittag stattfinden sollte. Machten wir uns, nachdem wir uns die Eisbären angeschaut hatten, auf den Weg zurück  Richtung Eingang, wo die Wolfsanlage liegt. Wie bei den Eisbären führt ein Holzsteg im Kreis durch die Anlage. Die Wölfe können unter diesem Steg hindurch laufen. Auch diese 1,5 Hektar große Anlage ist hügelig gestaltet, so dass man die Wölfe nicht von oben sieht, wenn man sie vom Steg aus beobachtet. Der Rand der Anlage ist bewaldet und dort unter den Bäumen ruhen die Wölfe die meiste Zeit des Tages. Aber während der Fütterung ist Aktion angesagt. Schließlich will jedes Mitglied des Rudels ein Stück Fleisch erbeuten. Während die Tiere ihr Futter erhalten, informiert eine Tierpflegerin über das Verhalten der Wölfe und die Zusammensetzung des Rudels. Diese Information gibt es, wie bei den anderen Fütterungen auch, nur auf Dänisch, aber man kann am Ende der Fütterung Fragen auf Englisch stellen.

Eurasischer Wolf im Skandinavisk Dyrepark in KolindEurasische Wölfe im Skandinavisk Dyrepark in Kolind

Wolfsfütterung  im Skandinavisk Dyrepark in Kolind

Eurasischer Wolf im Skandinavisk Dyrepark in KolindEurasischer Wolf im Skandinavisk Dyrepark in Kolind

Eurasischer Wolf im Skandinavisk Dyrepark in Kolind

Eurasischer Wolf im Skandinavisk Dyrepark in KolindEurasischer Wolf im Skandinavisk Dyrepark in Kolind

Auf dem Weg zurück zu den Eisbären gingen wir diesmal bei den Braunbären vorbei. Auch hier hat es 2013 Nachwuchs gegeben. Eine der beiden Braunbärinnen brachte gleich vier Jungtiere zur Welt, die zusammen mit ihrer Mutter in einer Art Höhle lagen, in die man von dem Holzsteg, der auch hier durch die Anlage führt. Die zweite Braunbärin hatte den Rest des großen Geheges für sich allein. Denn die drei männlichen Braunbären waren in einem abgetrennten Gehege untergebracht, in das die Zoobesucher keinen Einblick haben. Dieses Gehege ist größer als die meisten Braunbärenanlagen in anderen Tierparks. Insgesamt hat die Braunbärenanlage eine Fläche von 2,4 Hektar. Das Hauptgehege verfügt über einen Wasserfall und einen See. Es ist wie die anderen Raubtieranlagen hügelig gestaltet und mit Baumstämmen und Felsblöcken ausgestattet. Unter dem Steg, am Rand der Anlage und unter Unterständen finden die Tiere schattige Plätze.

Braunbärenanlage im Skandinavisk Dyrepark in Kolind

Braunbären im Skandinavisk Dyrepark in Kolind

Auch bei der Fütterung hatte die Braunbärin die Anlage und das Futter für sich alleine. Denn die Mutter blieb bei ihrem Nachwuchs, der sich nicht aus der Höhle hinaus traute. Sie schaute zwar nach, was passierte, als die Tierpflegerin mit dem Futtereimer kam, aber sie ließ ihren Nachwuchs nicht alleine. Obwohl niemand da war, der ihr das Futter streitig machte, transportierte die erste Braunbärin ihre Beute immer ein Stück weg und fraß es erst in einer sicheren Entfernung vom Steg.

Braunbär im Skandinavisk Dyrepark in KolindBraunbär im Skandinavisk Dyrepark in Kolind

Braunbär im Skandinavisk Dyrepark in KolindBraunbär im Skandinavisk Dyrepark in Kolind

Braunbären im Skandinavisk Dyrepark in Kolind

Hinter der Braunbärenanlage liegt die Anlage der Elche, die am Eröffnungsfreitag noch nicht bereit waren, sich all zu viel zu bewegen. Sie lagen am Rand der Anlage unter einem Gebüsch. Auch durch ihre Anlage führt ein Holzsteg für die Zoobesucher. Schöner habe ich noch in keinem anderen Tierpark Elche beobachten können. Wenn man Glück hat staksen sie durch den See ihrer Anlage und man hat den Eindruck sie nicht in einem Tierpark, sondern in der freien Natur zu sehen.

Elche im Skandinavisk Dyrepark in Kolind

Elch im Skandinavisk Dyrepark in KolindElch im Skandinavisk Dyrepark in Kolind

Elch im Skandinavisk Dyrepark in Kolind

Folgt man den Steg durch die Anlage der Elche landet man wieder in der Eisbärenanlage. Auch hier haben wir uns die Fütterung angeschaut, die in diesem Jahr ein wenig anders ablief wie in den Jahren davor. Wie immer begann sie vor der Besucherplattform, von der aus man auf die Schmalseite der Anlage blickt. Hier gibt es einen zweiten, kleinen See. In den vergangenen Jahren hatten hier Nuuk, Nanook und Ilka ihr Futter erhalten. Dieses Jahr waren die Stars der Show Ilka und ihr Nachwuchs und auch wenn die Jungtiere noch kein großes Interesse am Futter hatten, so sorgten sie mit wilden Verfolgungsjagden und Plantschen im See für die Unterhaltung der Beobachter. Der zweite Teil der Fütterung findet vom Steg aus statt. Es war eine spannende Erfahrung, die kleinen Eisbären in dem großen See hinter ihrer Mutter her schwimmen zu sehen. Mehr von der Fütterung gibt es hier.

Ilka und ihr Nachwuchs im Skandinavisk Dyrepark in Kolind

Ungefähr in der Mitte des Parks, zwischen Rothirsch- und Braunbärenanlage, findet man das Café „Bjælkehuset“ (Blockhaus). Und weil auch wir mittlerweile Hunger bekommen hatten, ging es jetzt dorthin. Es gab ein gutes Angebot von warmen und kalten Speisen. Wir stärkten uns mit einem ausgesprochen leckeren Sandwich und schauten uns dann in der Umgebung des Restaurants um. Hier gibt es eine Voliere mit  Weißstörchen, sowie Grau-, Saat- und Weißwangengänsen. Auf der anderen Seite liegen am Rand eines kleinen Wäldchens Volieren mit Eichhörnchen, in denen wir aber keine Bewohner entdecken konnten.

Weißstörche im Skandinavisk Dyrepark in KolindEuropäische Graugans im Skandinavisk Dyrepark in Kolind

Saatgans im Skandinavisk Dyrepark in KolindWeißwangengans im Skandinavisk Dyrepark in Kolind

Für die kleinen Zoobesucher liegt neben dem Restaurant ein großer Spielplatz und es gibt ein Streichelgehege mit Ziegen. Und manchmal kommt auch eine Hauskatze an den Bänken und Tischen vorbei, wo man ein mitgebrachtes Picknick verzehren kann, um sich ein paar Streicheleinheiten abzuholen, nicht nur zum Vergnügen der Kinder.

Auch in der Nähe der Eisbärenanlage gibt es einen Imbissstand, wo man Snacks und Getränke erstehen kann.

Im Skandinavisk Dyrepark

Wir schauten noch einmal bei den Eisbären vorbei, sahen uns die Fütterung der Braunbären an, guckten einige Zeit der Braunbärin mit ihren Jungtieren zu und machten uns dann wieder auf den Weg zurück, natürlich nicht ohne durch das Gehege der Sikahirsche zu gehen. Die hatten, als wir früher am Tag schon einmal hier gewesen waren, unter den Bäumen geschlafen. Nun waren einige wach und schienen Interesse an den Zoobesuchern zu haben. Anders als in den anderen Wildgehegen, ist der Besucherweg durch einen niedrigen Zaun vom Gehege getrennt. Die Sikahirsche können unter den Weg hindurch von der einen Seite der Anlage zur anderen gelangen.

Sikahirsch im Skandinavisk Dyrepark in KolindSikahirsch im Skandinavisk Dyrepark in Kolind

Sikahirsch im Skandinavisk Dyrepark in KolindSikahirsche im Skandinavisk Dyrepark in Kolind

Die Damhirsche, die mittlerweile festgestellt hatten, dass von den Menschen in ihrem Gehege keine Gefahr ausging, kamen nun ganz nah heran und interessierten sich sehr dafür, ob die Zoobesucher, denn Futter für sie gekauft hatten, sehr zur Freude der Kinder. Es war Zeit für uns zu gehen. Wir waren fast den ganzen Tag durch den Skandinavisk Dyrepark gewandert und nun ziemlich müde. Obwohl wir  ihn schon einige Male besucht hatten und wussten, was wir dort vorfinden würden, war es ein besonderes Erlebnis, so nah an die Wildtiere heranzukommen und sie so unmittelbar mit allen Sinnen wahrnehmen zu können. Ich würde mich freuen, wenn die Anlagen von Kolind in anderen Tiergärten Nachahmer finden würden.

Rotfuchs im Skandinavisk Dyrepark in Kolind

Als letztes blieben wir noch einmal bei den Rotfüchsen stehen. Einer von ihnen schlief in der Sonne. Er blinzelte kurz zu uns hinüber, als ob er sich von uns verabschieden wollte. Wir werden bestimmt im nächsten Jahr wieder bei ihm vorbei schauen.

Mehr Bilder aus Kolind findet man in meiner Sammlung Skandinavisk Dyrepark bei Flickr.

Die Informationen stammen von

den Internetseiten des Skandinavisk Dyrepark

und der Wikipedia

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