Zoo de La Flèche: Die neue Asienanlage des Zoos – ein neues Zuhause für Bys, Bali und Co.

Oktober 2017

Am 25. Mai 2017 eröffnete die neue Asienanlage des Zoos de La Flèche. Durch diese Erweiterung vergrößert sich die Fläche des Zoos von 14 auf 18 Hektar. Mit den Bauarbeiten wurde im Herbst 2016 begonnen. Rund zwei Millionen Euro wurden für den neuen Zooteil investiert. Natürlich waren wir bei unserem Besuch im Oktober 2017 sehr neugierig, was es dort alles zu entdecken gab.

Der Zugang zu dem neuen Zooteil, ein gewundener Pfad, lag hinter dem See mit der Insel der Klammeraffen, an dessen Rand die Papageien-Vorstellung stattfindet. Um diesen Zugang zu schaffen wurde die öffentliche Straße, die die Zoobesucher als Ausfahrt vom Parkplatz nutzen konnten, privatisiert und eine neue Straße realisiert. Er führte an hohen Bambushecken vorbei.

Das Zentrum des Erweiterungsteils bildet eine zwei Hektar große Asiatische Ebene, das neue Zuhause von zwei Panzernashörnern, denen Hirschziegenantilopen, Nilgauantilopen und Axishirsche Gesellschaft leisten. Die Anlage kann in zwei etwa gleichgroße Gehege geteilt werden. Sie ist leicht hüglig, mit Bambushecken  Büschen, Bäumen und Gräsern begrenzt und in verschiedene Bereiche gegliedert und mit Baumstämmen und Felsblöcken „möbliert“, sodass weder die Tiere in der Anlage, noch die Zoobesucher von außen, die gesamte Anlage überblicken.

Der Besucherweg führt rund um diese Anlage. Es wurden 10 Aussichtspunkte geschaffen, von denen aus die Zoobesucher die Bewohner der Asiatische Ebene beobachten können. Dazwischen verhindert die Vegetation den Blick auf die Anlage und schafft so Rückzugsräume für die Tiere. Auf der anderen Seite des Weges liegen weitere Tieranlagen, die in der Mehrheit Tierarten beherbergen, die neu im Zoo de La Flèche sind. Dieser Weg ist von ebenfalls von Bambusanpflanzungen und Hecken mit verschiedenen Sträuchern begrenzt. In dem neue Zooteil wurden mehr als 1.500 Bäume, die mehr als vier Meter hoch waren, rund 2000 Bambuspflanzen, tausende Gräser gepflanzt, sodass er wie der Rest des Zoos den Eindruck eines gepflegten Parks erweckt.

Zunächst schauten wir auf eine leere Anlage. Ein gepflegter Rasen, den man eher in einen Park oder auf einen Golfplatz erwarten würde, begrenzt und durchzogen von Reihen niedriger Bäume und Büsche.

Doch dann konnten wir die eines der beiden  jungen männlichen Panzernashörner des Zoos, Bys und Bali, entdecken. Bys wurde 2014 im Zoo Warschau geboren und kam im März im neuen Zuhause am Loir an. Ende April bekam er Bali zur Gesellschaft, der 2015 in Whipsnade auf die Welt kam.

Später tauchte dann auch Nashorn Nummer Zwei, Bali auf. Wir konnten bei unserem Besuch im Oktober 2017 beobachten, dass die beiden Heranwachsenden sich gut verstehen. Noch kann man sie gut unterscheiden, weil der ein Jahr jüngere Bali deutlich kleiner als sein älterer Gefährte ist. Er orientierte sich an Bys und folgte ihm bei einer langsamen Wanderung über die Anlage, wobei er dem Größeren auch schon einmal einen kleinen Stupser gab, wenn es ihm zu langsam voran ging.

Die drei Nilgauantilopen, die dem seit 1. August auf der Anlage leben, zwei Weibchen und ein Männchen, stammen aus Zoos in der Schweiz und in England. Schon vor dem Eröffnungstag im Mai waren vier Hirschziegenantilopen, ein Männchen und drei Weibchen und vier Axishirsche angekommen. Wir mussten uns gedulden, bis wir bei unserem Besuch die Antilopen zu Gesicht bekamen.  Leider ließen sich die Axishirsche nicht sehen.

Aber es gab ja noch genug auf der anderen Seite des Weges zu entdecken. Als erstes lag eine begehbare Voliere mit Gebirgs-Allfarbloris (Trichoglossus haematodus moluccanus) an unserem Weg. Der Zoo folgt hier einer Modeerscheinung, denn in zahlreichen Zoos in Europa entstehen begehbare Volieren mit den bunten Honigpapageien, die aufgrund ihres bunten Gefieders auch Regenbogen-Loris genannt werden. In vielen Zoos kann man kleine Töpfchen mit Nektar erwerben, um die Loris zu füttern. In La Flèche hat die Voliere eine Grundfläche von 500 m² und ist acht Meter hoch. Mehr als 80 Loris bewohnen den kleinen Urwald mit Wasserlauf, der hier für sie geschaffen wurde. Ein gewundener Pfad schlängelt sich durch die Voliere.

Geographisch passen die Gebirgs-Allfarbloris nicht so ganz zu dem Asienthema des Erweiterungteils. Denn ihr natürliches Verbreitungsgebiet liegt im östlichen Australien und auf Tasmanien. Doch es gibt andere Unterarten der Allfarbloris, die in Ostindonesien, Osttimor, auf Neuguinea und den angrenzenden Inseln – also in Südostasien – leben, wie z.B. die Breitbindenloris oder die Blaukopf-Allfarbloris.

Gebirgs-Allfarbloris sind sehr anpassungsfähige Vögel, die sich auch in urbanen Lebensräumen wohl fühlen. So ist ihr Bestand nicht gefährdet. Im Gegenteil in Australien haben findet man Gebirgs-Allfarbloris auch in Gebieten außerhalb ihres natürlichen Verbreitungsgebietes in großen Zahlen. Den Ursprung der Population rund um Perth bildeten weniger als 10 Gefangenschaftsflüchtlinge. Seit etwa 1960 wächst ihre Zahl dort exponentiell. Eine Studie aus dem Jahr 2005 beschreibt, dass ihr Verbreitungsgebiet bereits eine Fläche von 174 km² umfasst und die Population eine Größe von 8.400 Vögeln hat, die sich um etwas 0,7 km² pro Jahr ausdehnt. In vielen Regionen in Australien werden die bunten Papageien als Landwirtschaftsschädlinge angesehen, deren Zahl man begrenzen muss.

Allerdings sind es besonders attraktive, neugierige Vögel, die wenig Scheu vor den Menschen zeigen, und es macht viel Freude, einen so großen Schwarm wie in der Voliere im Zoo de La Flèche zu beobachten.

Ein Stück hinter der Lorivoliere liegt hinter einem Spielplatz die Anlage der Indischen Fischotter (Lutrogale perspicillata). Die beiden Otter des Parks sind Brüder und heißen Toda und Knowle. Die Art wurde zunächst nur in Zoos in England gehalten, mittlerweile kann man sie in sieben Zoos in Europa beobachten, neben den englischen Zoos – Wingham Wildlife Park, dem Colchester Zoo und dem New Forest Otter, Owl and Wildlife Park – in drei Zoos in Frankreich – Zoo de La Flèche, Zoo de la Bourbansais und Planète Sauvages – und im Zoo von Prag.

Indische Fischotter haben ein weicheres, seidigeres Fell als die Eurasischen Fischotter und werden deshalb auch Glattotter oder Weichfellotter genannt. Sie sind die größte Otterart in Asien. Das natürliche Verbreitungsgebiet der in europäischen Zoos gehaltenen Unterart – Lutrogale perspicillata perspicillata – erstreckt sich von Indien über Südostasien bis nach Indonesien. Ihr Bestand ist durch die Zerstörung ihres Lebensraums durch Waldrodungen, die Eindämmung von Flüssen und Wasserverschmutzung gefährdet.

Ihre großzügige Anlage im Zoo de La Flèche ist wie das Ufer eines Flusses gestaltet mit Felsen, Geröll und toten Ästen und Baumstämmen. Die Otter schliefen auf einer kleinen Plattform in der Sonne neben dem mit Holz verkleideten Gebäude mit ihren Innengehegen. Der Zoobesucher hat über den Wassergraben Einblick in die Anlage. Die Indischen Otter sind die dritte Otterart, die im Zoo de La Flèche gehalten werden. Außerdem kann man im Zoo noch Nordamerikanische Fischotter und Zwergotter sehen.

Danach führte unser Weg vorbei an einem mit Schilf bewachsenen Filtrationsteich mit einem Erlebnispfad, dessen Thema die Fechtgebiete rund um die Welt sind. Danach kommt der Zoobesucher zum Restaurantbereich, der im Oktober allerdings nicht geöffnet war. Dahinter soll ein 100 m² großer Bereich liegen, der der Zusammenarbeit des Zoos mit der Organisation Wildlife Angels gewidmet ist, den wir aber nicht gesehen haben. Eine aus sechs Episoden bestehende Dokumentation-Serie „Une Saison dans la Savane“, die im September 2016 aufgenommen und im Februar 2017 von France 4 ausgestrahlt wurde, zeigt die Arbeit der Ranger der Nichtregierungsorganisation Wildlife Angels in Namibia, die von einigen Mitarbeitern des Zoos de La Flèche besucht werden. Es ist ein Ableger der in Frankreich erfolgreichen Serie „Une Saison au Zoo“, deren Thema die Arbeit der Mitarbeiter des Zoos de La Flèche ist und von der seit 2014 bereits sieben Staffeln im französischen Fernsehen gezeigt wurden und die 8. Staffel in Arbeit ist.

Auf der anderen Seite des Weges konnten wir in der Asiatischen Ebene einen der beiden – je 200 m² großen -Wasserbecken entdecken, die „Wasserlöcher“ zum Durstlöschen und Baden für die Panzernashörner und ihre Mitbewohner.

Nun führte der Weg über einen 700 m langen Steg ein Stück über die Asiatische Ebene. Auf der einen Seite des Wegs liegt ein Rückzugsgehege für die Antilopen und Hirsche, das von den Nashörnern nicht betreten werden kann.

Als wir etwa die Hälfte unseres Rundweges durch den Erweiterungsteil zurückgelegt hatten, waren wir am neuen Gehege der Fischkatzen angekommen, das ein ganzes Stück nach hinten versetzt von dem weiteren Rundweg in einer Ecke liegt. Es ähnelt von der Bauweise dem alten Gehege der Fischkatzen im Zoo, ist aber größer, eine überdachte mit Maschendraht umspannte Anlage, die vorne mit Holz verkleidet ist und in das der Besucher durch große Fenster Einblick hat. Sie ist mit vielen Pflanzen begrünt, im Zentrum liegt ein großes Wasserbecken. Den beiden Bewohner schien ihr neues Zuhause zu gefallen. Sie stromerten durch das „Dickicht“, die Nase am Boden, offenbar roch irgendetwas interessant. In ihr altes Gehege im Zoo sind Jaguarundis eingezogen.

Am Rand der zentralen Nashornanlage fiel uns schon von weitem das Klettergerüst der Siamang Anlage auf – senkrechte schmale Baumstämme mit waagrechten Ästen und Seilen in unterschiedlichen Höhen dazwischen verbinden mehrere unebene mit Gras bewachsene Inselchen und das dahinter stehende, mit Holz verkleidete Haus mit den Nachtställen der beiden Bewohner. Eine Plattform bietet den Bewohnern einen schattigen Ruheplatz. Das Siamang Paar des Zoos heißt Harry und Mila. Harry stammt aus einem anderen französischen Zoo und das erst drei Jahre alte Weibchen wurde in einem englischen Tierpark geboren.

 

In einigen französischen Zooforen wurde kritisiert, dass es in der Anlage keine natürlichen Bäume gibt, in denen die Siamangs klettern könnten und in und unter denen sie Schatten finden könnten. Siamangs, die größten Vertreter der Gibbon Familie, sind in der Natur Waldbewohner.

Harry und Mila schienen sich gut zu verstehen. Ihr Gesang hatte uns schon von weitem begrüßt. Und nicht nur wir hatten sie gehört, ein Schopfgibbon, dessen Gehege im alten Teil des Zoos liegt, ließ sich nicht lumpen und demonstrierte, dass er genauso laut singen konnte.

Zwischen Fischkatzen und Siamanganlage liegt ein weiterer Spielplatz. In der Nähe der Siamang Anlage stößt der Zoobesucher auf einen Informationsstand, in dem die Artenschutzmaßnahmen des Zoos in Südostasien vorgestellt werden und auf die Gefahr aufmerksam macht, die der Anbau von Palmöl für den Lebensraum vieler Tiere in darstellt. Der Zoo de La Flèche unterstützt die Arbeit von drei Organisationen, die sich in Laos, im Indischen Bundesstaat Meghalaya und in Indonesien für den Arterhalt einsetzten.

Das von der Französin Camille Coudrat in Laos gegründete Projekt Anoulak zielt darauf ab, wissenschaftliche Forschung zu entwickeln und zu stärken, um die biologische Vielfalt des Naturschutzgebiets Nakai-Na Theun besser zu schützen. In dieser Region leben viele endemische Tier- und Pflanzenarten, die teilweise zu den am stärksten gefährdeten Arten der Erde zählen. Neben der wissenschaftlichen Forschung setzt sich das Projekt für die Durchsetzung der Schutzgesetze für den Wald ein, arbeitet mit den Universitäten der Region bei der Ausbildung zukünftiger Biologen zusammen und unterrichtet die Kinder an den örtlichen Schulen über die Bedeutung der Arterhaltes. Der Zoo de La Flèche finanzierte 2017 eine Studie über die über die Lokalisierung der beiden Gibbonarten in dem Schutzgebiet, um sie effektiver zu schützen. Im Nakai-Na Theun leben sowohl Nördliche als auch Südliche Weißwangen-Schopfgibbons. Der Nördliche Weißwangen-Schopfgibbon wird von der IUCN als „critically endangered“ (vom Aussterben bedroht) klassifiziert, Südliche Weißwangen-Schopfgibbon als „endangered“ (stark gefährdet).

Die HURO Programme kämpft für den Schutz der Wildtiere in Nordost-Indien und dort insbesondere für die Erhaltung der Westliche Weißbrauengibbon, die bei der IUCN als „endangered“ (stark gefährdet) klassifiziert werden. Das Huro-Programm hat Sammel- und Rehabilitationszentren für Primaten, die aus dem Tierverkehr stammen (Gibbons, Languren, Makaken, Loris …) geschaffen. Eine Spende des Zoos de La Flèche ermöglichte die Überwachung einiger Gibbons, die 2016 wieder ausgewildert wurden.

Die Organisation Kalaweit wurde 1999 in Indonesien ebenfalls von einem Franzosen gegründet. Seit 1999 setzt sich Aurélien Brulé auf Borneo und Sumatra für den Erhalt der Gibbons ein. Kalaweit bedeutet Gibbon in der Sprache der indigenen Bevölkerung Borneos. Mittlerweile ist Kalaweit das größte Gibbon-Rehabilitationsprojekt der Welt. Es gibt je ein Rettungszentrum der Organisation auf Borneo und Sumatra, außerdem besitzt sie zwei Schutzgebiete auf Borneo und eines auf Sumatra, wo die kleinen Menschenaffen wieder ausgewildert werden können. In den Rettungszentren werden zusätzlich auch Malaienbären, Schlankloris, Krokodile und andere Primaten aufgenommen. Eine Radiostation, Radio Kalaweit, informiert die Bevölkerung über die Arbeit der Organisation und soll die Jugend für die Umweltproblematik und den Tierschutz sensibilisieren. Der Zoo de La Flèche unterstützt Kalaweit seit 2012 finanziell und hat so geholfen, dass weitere Hektar Regenwald erworben werden konnten, um ihre Schutzgebiete zu vergrößern.

Schräg gegenüber von den Siamangs fanden wir die neue Anlage der Roten Pandas. Hier sind die beiden Roten Pandas Isao und Bahini eingezogen, die im Juni 2016 im Zoo de La Flèche geboren wurden. Ihre Eltern Sangha und Yang sind weiter im alten Gehege in der Nähe der Anlage der weißen Tiger untergebracht. Das neue Pandagehege ähnelt dem alten, ist aber größer. Die beiden Bewohner hatten es sich beide in verschiedenen Ecken des Geheges auf einer der Kletterquerstangen gemütlich gemacht.

Wir waren nun an den Ställen der Panzernashörner, Antilopen und Hirsche angekommen, in das Zoobesucher keinen Einblick haben. (Bilder, wie es innen aussieht, findet man hier.) Hier gibt es auch ein Absperrgehege.

Auf der gegenüberliegenden Seite des Weges befindet sich eine Voliere – die für La Flèche typische Konstruktion aus einem Gerüst aus Metall, das von Maschendraht vollständig umspannt ist, wie das Fischkatzengehege vorne mit Holz verkleidet. Große Glasfenster erlauben den Blick hinein, in die Anlage. Ursprünglich sollten die Zoobesucher hier einen Eigentlichem Bärenkuskus (Ailurops ursinus) beobachten können. Vor der Eröffnung war bereits ein Männchen eingezogen. Doch man entschied sich, den Kletterbeutler an den Zoo von Wroclaw abzugeben, der ein Männchen für die Zucht suchte. Nun lebt hier ein Papuahornvogel – bei unserem Besuch war nur ein männlicher Vogel zu sehen – zusammen mit Straußwachteln, die sich aber nicht sehen ließen. Die Voliere ist dicht bewachsen und recht groß, allerdings nicht so hoch wie die z.B. die Nashornvogel – Volieren im Ouwehandsdierenpark in Rhenen.

Eine weitere Voliere lag am Weg zurück zum Eingang des neuen Zooteils, deren Bewohner – Balistare, Kragentauben und Temmincktragopane – wir zwischen den Blättern aber nicht entdecken konnten.

Man hat in La Flèche einen guten neuen Zooteil geschaffen, vor allem die zentrale Nashornanlage ist beeindruckend. Auch die anderen Anlagen sind gut gelungen. Schilder und gärtnerische Gestaltung passen gut zu den im alten Zooteil vorhandenen. Im nächsten Jahr soll in diesem Teil des Zoos eine neue Anlage für die Sumatratiger des Zoos geschaffen werden. Und vermutlich werden am Rand der Asiatischen Ebene auch noch neue Lodges für Übernachtungsgäste entstehen. Insgesamt plant der Zoo weitere neue Anlagen, eine Tierklinik, einen Hotelkomplex und Lodges, für die er weitere 10 Mio Euro investieren will. Um dies stemmen zu können hat sich der Zoo der Looping-Gruppe angeschlossen. Die Leitung des Zoos bleibt allerdings in den Händen ihres vorherigen Besitzers Stéphane Da Cunha. Der Looping Group gehören mehrere Freizeitparks in Frankreich, der Schweiz, den Niederlanden, Spanien und England. Dazugehören der Tiergarten Planète Sauvage in Port-Saint-Père und die Aquarien in Lussault-sur-Loire und Saint-Malo.

Mehr Fotos von den Gehegen und ihren Bewohnern.

Quellen:

http://www.zoonaute.net/blog/2017/03/16/lafleche-2017-03-16-nouveautes/

http://www.actuzoo.com/2017/05/09/zoo-de-fleche-presentation-premiere-de-lextension-zoo/

https://actu.fr/pays-de-la-loire/fleche_72154/zoo-de-la-fleche-lextension-asiatique-est-ouverte_10349990.html

http://www.zoo-la-fleche.com/fiche-animaux/lori-arc-ciel/

https://de.wikipedia.org/wiki/Allfarblori

https://researchlibrary.agric.wa.gov.au/cgi/viewcontent.cgi?referer=https://www.google.de/&httpsredir=1&article=1034&context=misc_pbns

http://www.lemainelibre.fr/actualite/la-fleche-le-zoo-rejoint-le-groupe-looping-14-11-2017-206052

 

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Besançon: Die großen Katzen der Zitadelle

1. Oktober 2017

Die Zitadelle von Besançon bewacht hoch über der Stadt auf dem Hügel Saint-Étienne seit rund 330 Jahren den Zugang zur Stadt. Sie wurde zwischen 1668 und 1683 von dem franzöischen Festungsbaumeister Sébastien Le Prestre de Vauban errichtet und gehört seit 2008 zum Weltkulturerbe der UNESCO.

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Zoo de Mulhouse: Aus Alt mach Neu – Aus der Arena der Affen wird Klein-Amazonien

30. September 2017

Die „Arène des Singes“ – die Arena der Affen – des Parc zoologique et botanique von Mulhouse wurde im Jahr 1956 errichtet. Eine für die Zeit typische Anlage aus Beton mit Kletterseilen, die zunächst von Rhesusaffen und von 1980 bis 2014 von einer Gruppe Tonkean-Makaken bewohnt wurde. Der Zoobesucher blickte von oben in das von Betonwänden umgebene Oval mit einer Fläche von 315 m².

Schild an der Anlage der Tonkean-Makaken im Jahr 2013

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Točnik: Ein Bärengehege unter der Burg für Agatha und Martin.

Das ist die Burg Točnik. Sie liegt etwa auf halber Strecke zwischen Pilsen und Prag. Die Burg wurde im 14. Jh. vom böhmischen König Wenzel IV. errichtet und in den folgenden Jahrhunderten im Stil der Renaissance umgebaut. Wie man auf dem Foto sieht liegt sie oben auf einem Bergrücken, von wo der Burgherr einen weiten Blick über die Umgebung hatte. Leider liegt der Parkplatz der Burg am Rand des kleinen Ortes Točnik und wenn man sie besuchen möchte, muss man noch einige Höhenmeter überwinden.

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Villars-les-Dombes: Bunte Vielfalt in der Dschungelvoliere

Juni 2015

Die zweite Anlage auf unseren Rundweg durch den Parc des Oiseaux war die über 1.250 m² große Voliere „Jungle Tropicale“. Sie wurde 2014 eröffnet. Rund 200.000 Euro investierte der Vogelpark in ihre Errichtung. Sie ersetzte eine der ersten Volieren des Parks, die Voliere de Krabi, die der Vogelwelt Asiens gewidmet war. Teile der Stahlkonstruktion der alten Voliere wurden wiederverwendet.

Ein gewundener Besucherweg führt durch die Voliere, die mit viel Bambus, großen Farnen und anderen teils exotischen Pflanzen gestaltet ist. Ein Wasserfall und ein durch die ganze Voliere verlaufender Wasserlauf trägt zu der Urwald-Atmosphäre bei. Kein richtiger Dschungel, sondern eher ein lichter Wald am Rande eines Gewässers. Anhängern eines strengen Geozookonzepts dürfte die Zusammensetzung der Bewohner der Voliere nicht ganz behagen, denn ihr natürliches Verbreitungsgebiet liegt auf allen fünf Kontinenten, wenn auch die meisten Arten in Südostasien beheimatet sind. Außerdem findet man neben Urwaldbewohnern auch Vögel, deren Lebensraum Lagunen oder Seen sind.

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Bristol Zoo: Urviecher im Reptilienhaus

September 2016

Der Bristol Zoo ist einer der ältesten Zoos der Welt. Im Juli 1835 gründete Dr. Henry Riley, ein Chirurg am Bristol Royal Infirmary, die Bristol, Clifton and West of England Zoological Society mit dem Ziel „die Verbreitung von Wissen zu fördern, indem die Beobachtung des Verhaltens, des Aussehens und der Struktur von Lebewesen aus dem Tierreich vereinfacht wird,“ sowie für die „Besucher aus der Nachbarschaft“ eine Einrichtung „für rationale Unterhaltung und Erholung“ zu schaffen. Ein Jahr später öffnete der Zoo seine Tore für die Besucher. Er ist mit nur fünf Hektar ein kleiner Zoo, der aber daraus eine Tugend macht und neben einigen Außenanlagen, z.B. für Löwen, Gorillas und Robben, in verschiedenen Tierhäusern vor allem kleineren Tierarten ein Zuhause bietet.

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Eines dieser Tierhäuser ist das Reptilien Haus, das in der nördlichen Ecke des Zoos liegt. Es wurde 1981 eröffnet und ist zuletzt im Jahr 2009 renoviert worden. Es beherbergt den größten Teil der über 400 Reptilien und Amphibien des Tierparks aus 40 Arten. 13 größere Terrarien ermöglichen es den Besuchern, die Tiere durch Glasscheiben zu beobachten. Zusätzlich kann man durch ein großes Glasfenster in einen Zuchtraum hineinschauen. Für die Aldabra-Riesenschildkröten gibt es ein separates Haus und ein Außengehege, das sie mit den Hispaniola-Nashornleguanen teilen.

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Antwerpen: Ein Zoobesuch bildet

Krallenfrösche: Vom Schwangerschaftstest bis zum Gewässerschutz

Eine der wichtigen Aufgaben moderner Zoogärten ist die Bildung. Nun geht die Mehrheit der Menschen aber nicht in einen Zoo, um etwas zu lernen. Es geht ihnen vermutlich eher darum, einen schönen Tag draußen in der Natur zu verbringen und Tiere aus fremden Länder zu erleben, ein bisschen Exotik im Alltag und viele Zoos bieten ihren Besuchern auch die passende Kulisse dazu. Manchmal macht man mit einem Zoobesuch quasi eine kleine Weltreise. Das heißt aber nicht, dass ein Zoobesucher nicht auch etwas lernen kann. Manchmal findet man auf einem Informationsschild gleich eine ganze Lektion über Biologie, Geschichte und Artenschutz.

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